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Abu Dhabi: Staatlicher Fonds Mubadala Investment Capital sieht die Kryptobranche positiv

Der CEO der Mubadala Investment Company, Khaldoon al-Mubarak, hat sich kryptofreundlich geäußert und die Technologie als „real“ bezeichnet.
Das Unternehmen hat einen nicht näher bezeichneten Teil seiner Mittel in Blockchain-Technologie investiert.

Khaldoon al-Mubarak, Chef des in Abu Dhabi ansässigen staatlichen Fonds Mubadala Investment Capital, hat seine positive Einstellung und seine Unterstützung gegenüber der Kryptoindustrie zum Ausdruck gebracht.

In einem kürzlichen Interview mit CNBC distanzierte sich der Mubadala-Chef, der auch Vorsitzender des Manchester City Football Club ist, von den Kritikern der Kryptowährung. Er bezeichnete die Technologie als „real“ und verwies auf das rasante Wachstum der Branche von 250 Milliarden auf 3 Billionen Dollar in nur wenigen Jahren.

„Viele Menschen sind skeptisch. Ich gehöre nicht zu dieser Kategorie. Ich sehe das als real an.“

Der Mubadala-Fonds, der mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Mohamed bin Zayed, in verbindung gebracht wird, verwaltete zum Stichtag 18. November ein globales Portfolio im Wert von 243 Milliarden Dollar. Al-Mubarak zufolge hat das Unternehmen einen Teil dieses Fonds in Kryptowährung investiert, genaue Zahlen nannte er jedoch nicht. Er nannte unter anderen die Blockchain-Technologie als Bereich, der für das Unternehmen von Interesse sei, und sagte:

„Wir betrachten das Ökosystem rund um Kryptowährungen. Und ich denke, wir investieren in dieses Ökosystem. Das können die Blockchain-Technologie und andere sein.“

Mubadala’s CEO tells CNBC he’s not a crypto skeptic pic.twitter.com/rfT5nLjqur

— CNBC Middle East (@CNBCMiddleEast) December 13, 2021

Neue Technologien in den Emiraten

2019 startete der Mubadala-Fonds sein erstes Krypto-Projekt und investierte in MidChains, die erste regulierte Kryptobörse in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Plattform nahm ihre Tätigkeit Ende September auf und bietet den Handel mit vier führenden Kryptowährungen an: Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin.

Laut al-Mubarak ist die Entwicklung des regulatorischen Umfelds für Kryptowährungen notwendig und sie würden dazu beitragen, dass sich digitale Vermögenswerte zu „etwas Neuem“ entwickeln.

Derzeit hat allerdings die Zentralbank der Emirate keine Regulierung für digitale Vermögenswerte vorgesehen und sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie die neuartige Finanzbranche nicht anerkennt. Der emiratische Dirham ist nach wie vor das einzige gesetzliche Zahlungsmittel im Land. Dennoch ergriff Dubai, das bevölkerungsreichste Emirat, mehrere kryptofreundliche Maßnahmen.

Ende September einigten sich die Regulierungsbehörden der VAE darauf, den Kryptohandel in den Freihandelszonen von Dubai zuzulassen, die den dort produzierenden Unternehmen Zollfreiheit und Steuervorteile bieten. Derzeit gibt es in Dubai 30 Freihandelszonen. Eine entsprechende Regelung wurde im Mai auch für die Freihandelszone am Flughafen von Dubai eingeführt. All dies zeigt, dass die Region bestrebt ist, Finanzinnovationen zuzulassen, allerdings unter regulatorischer Aufsicht.

Islam und Kryptobranche

Beim Umgang mit Kryptowährungen verhalten sich die Regierungen islamisch geprägter Länder sehr unterschiedlich. Der Großteil der Bevölkerung in den Emiraten ist muslimisch, ebenso wie die in Indonesien. Doch dort hat man eine völlig andere Haltung zur Kryptobranche. Im vergangenen Monat haben die indonesischen Behörden allen Muslimen im Land digitale Vermögenswerte verboten, weil diese angeblich Elemente von  „Unsicherheit, Glücksspiel und Gefahren“ enthalten. Es ist nicht klar, ob und wie sich diese Sichtweise in Zukunft auch in anderen islamischen Regionen durchsetzen wird.

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