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Ähnlich wie vor dem Rekordlauf – Bitcoin bringt sich in gute Ausgangsposition

Zwei Indikatoren zeichnen ein ähnliches Bild wie im Oktober 2020, als der Rekordlauf von 10.000 bis auf 65.000 US-Dollar ins Rollen gekommen war.

Bitcoin (BTC) ist am heutigen 7. August bis auf 44.600 US-Dollar vorgestoßen, wodurch sich die Hoffnungen mehren, dass dies den Start eines neuen Rekordlaufs markiert, wie schon im Oktober 2020.

Bitcoin-Kursentwicklung. Quelle: TradingView.com

Mindestens zwei Indikatoren deuten darauf hin, dass es so kommen könnte. Der erste ist der „Entry-Adjusted Net Unrealized Profit/Loss“ (NUPL) vom Krypto-Marktforschungsinstitut Glassnode, der aufzeigt, ob Bitcoin zurzeit profitabel ist oder nicht.

NUPL lässt hoffen

Ein NUPL oberhalb von Null deutet darauf hin, dass die marktführende Kryptowährung derzeit Profit generiert, während ein Wert unter Null auf Nettoverluste hinweist. Je stärker der NUPL also von Null abweicht, desto besser können die Anleger Rückschlüsse über einen baldigen Aufwärts- oder Abwärtstrend ziehen.

Der Abweichungsgrad wird von den Krypto-Marktforschern mit einer Heatmap verbildlicht, auf der während eines Aufwärtstrends Rot die baldige „Aufgabe“ bedeutet, während Orange auf „Hoffnung“ hindeutet, Gelb „Optimismus“ anzeigt und Grün die feste „Überzeugung“ der Anleger darstellt. Blau lässt wiederum auf totale „Euphorie“ schließen.

Im Oktober 2020 kletterte der NUPL von Bitcoin über Null, wodurch sich die Farbgebung der Heatmap entsprechend von Gelb auf Grün verbesserte, nachdem der Indikator zu Beginn des Jahres noch im roten Bereich lag.

Im Anschluss an diese Verbesserung folgte in der tat ein saftiger Aufschwung, der in einen Rekordlauf mündete, der Bitcoin von 10.000 bis auf 65.000 US-Dollar spülte.

Bitcoin-NUPL. Quelle: Glassnode

Später ging es dann für Bitcoin wieder unter 30.000 US-Dollar, eine Phase, in der der NUPL in die Phasen „Gier“, „Realitätsverweigerung“ und „Angst“ umschlug. Durch ausreichende Kaufkraft an der 30.000 US-Dollar Marke konnte sich der Kurs jedoch fangen, woraufhin der Indikator von Angst zurück auf Optimismus wechseln konnte.

Als Bitcoin jüngst wieder die 40.000 US-Dollar Marke erklimmen konnte, wurde die Kennzahl erstmals seit Oktober 2020 wieder auf „Überzeugung“ gestellt. Eine bedeutende Änderung der Stimmungslage, die auch Lex Moskovski, Chefinvestor von Moskovski Capital, hervorhebt:

„Wir sind zurück in der Phase der Überzeugung.“

Das Stimmungsbarometer „Fear-And-Greed-Index“ ist ähnlich optimistisch, denn ein Wert von 69 zeigt hier „Greed“ an, was klar positiv zu interpretieren ist. Dies wurde zuletzt im Mai erreicht, als Bitcoin noch im Höhenflug lag.

Fear-And-Greed-Index für Bitcoin. Quelle: Alternative

Langfristige Anleger sorgen für Verknappung

Der Analyst Will Clemente verweist auf einen weiteren Indikator, der den Start eines Rekordlaufs wie im Oktober 2020 erahnen lässt. Diesen Schluss zieht er aus der aktuellen Dynamik zwischen langfristigen und kurzfristigen Bitcoin-Anlegern.

Laut Clemente haben die kurzfristigen Anleger aktuell übermäßig stark an langfristige Anleger verkauft, wodurch diese nun fast so viel Bitcoin besitzen wie im Oktober 2020.

„Die langfristigen Anleger besitzen aktuell mehr als 66 % der verfügbaren Umlaufmenge, wodurch die kurzfristigen Anleger nun nur noch bei knapp 20 % liegen“, so der Analyst. Und weiter: „Vor dem Beginn des Rekordlaufs im vergangenen Oktober standen die langfristigen Anleger ebenfalls bei 68 %.“

Dynamik zwischen kurzfristigen und langfristigen Bitcoin-Anlegern. Quelle: Glassnode

Daraus lässt sich wiederum ableiten, dass der derzeitige Aufschwung von Anlegern getrieben wird, die so schnell nicht wieder verkaufen werden, was das vorhandene Angebot noch weiter verknappen, und den Kurs dementsprechend wohl noch weiter nach oben katapultieren wird.

Bitcoin konnte am heutigen Samstag ein zwischenzeitliches Tageshoch von 44.600 US-Dollar erzielen, eher erste Teilgewinne wieder ausgebucht wurden, und zuletzt ein Kurs von knapp 43.500 US-Dollar auf dem Tableau steht.

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