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Anthony Scaramucci: Institutionelle Anleger sind nicht scharf auf Kryptowährungen

Der Gründer von SkyBridge Capital, Anthony Scaramucci, sieht bei der Mehrheit der institutionellen Investoren wenig Interesse an Krypto.
Chinas totales Krypto-Verbot und die hohe Preisvolatilität haben die meisten konventionellen Investoren abgeschreckt.

Die meisten institutionellen Investoren zögern noch, sich ernsthaft mit Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie zu befassen, so Anthony Scaramucci, Gründer von SkyBridge Capital, eines globalen Investment-Unternehmens. Digitale Vermögenswerte werden von etwa 10% der Finanzdienstleister dominiert, so der Finanzier. Der ehemalige Kommunikationschef des Weißen Hauses bezeichnete diese Ereignisse sogar als „Fressorgie“ und verglich sie mit dem Dot-Com-Boom der 1990er Jahre. „Die Institutionen sind nicht da“, sagt Scaramucci. „Jeder, der Ihnen sagt, dass es eine institutionelle Übernahme in diesem Bereich gibt, ist nicht ehrlich – oder er sieht etwas, das ich nicht sehe.“

Die möglichen Aktionen traditioneller Finanzinstitute in Bezug auf die neue digitale Anlageklasse heizen die Debatte weiter an. Es wird darüber diskutiert, wann und wie sich diese Geldverwalter, darunter Staatsfonds, staatliche und lokale Pensionsfonds, einkaufen könnten. Der Wert digitaler Vermögenswerte ist gestiegen, was die Banken dazu veranlasst, ihr Angebot für Krypto-Kunden zu erweitern. So stellt beispielsweise Fidelity Investments, ein Anbieter institutioneller Dienstleistungen, derzeit zahlreiche Mitarbeiter für derartige Angebote ein. JPMorgan ermöglicht seinen Privatkunden ebenfalls den Zugang zu Krypto-Fonds, und Goldman Sachs hat seine Krypto-Handelsabteilung wieder eingerichtet. Auch Vanguard möchte einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) auflegen.

Institutionelle Anleger und Kryptowährungen

Im vergangenen Jahr ist der Preis von Bitcoin um 300% gestiegen, ein Aufwärtstrend, dem die Mehrheit der Altcoins folgt. Analysten sehen zwei Schlüsselfaktoren: die enormen staatlichen Konjunkturprogramme, die während der Pandemie in die Volkswirtschaften gepumpt wurden, und den Boom bei Kleinanlegern. Die Branche wird jedoch von Preisschwankungen und regulatorischer Unsicherheit überschattet. Chinas Verbot von Kryptowährungen löste am Freitag einen Einbruch auf dem Kryptomarkt aus. Die eher konservativen Vermögensverwalter nehmen weiterhin eine lässige Haltung ein. Bei Kleinanlegern hingegen stellt sich die Frage, ob Krypto-Investitionen für sie geeignet sind.

Die sich schnell ausbreitende dezentrale Finanzindustrie (DeFi) hat die Banken frustriert. Aus diesem Grund sagte Scaramucci voraus, dass eine große Bank „am Ende eine Coinbase oder etwas Kryptobezogenes kaufen wird“, um schneller eine große Krypto-Präsenz zu erlangen, als er es sich ursprünglich vorgestellt hatte.

Auch die Investoren schauen inzwischen genauer hin. Hedge-Fonds suchen jetzt nach privatem Beteiligungs- und Risikokapital. Risikokapitalfirmen halten ihre Aktien auch nach dem Börsengang länger als früher. Sein eigenes Unternehmen, SkyBridge, hält mehr Anteile an privaten Unternehmen, etwa Chime, Klarna, Plaid und Genesis Digital Assets.

„Das sind Dinge, die wir vor 10 Jahren noch nicht gemacht hätten, und das wird immer schneller.“

Anfang des Monats kündigte der Krypto-Investor auf der SALT-Konferenz die Auflegung eines Algorand-Fonds in ein paar Monaten an. Der Fonds wird die aktuellen Bitcoin- und Ethereum-Fonds des Unternehmens ergänzen. Darüber hinaus legte Scaramucci Anfang dieser Woche den First Trust SkyBridge Crypto Industry and Digital Economy ETF (Ticker CRPT) auf. Das Produkt konzentriert sich auf 30 börsennotierte Unternehmen, von denen Scaramucci überzeugt ist, dass sie im DeFi-Bereich führend sein werden.

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