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Bank of America: Solana könnte zum “Visa unter den Kryptowährungen” werden

Ein Stratege der Bank of America erklärte, Solana könnte Ethereum seinen Marktanteile streitig machen, weil das Netzwerk niedrige Transaktionsgebühren, Skalierbarkeit und eine einfache Bedienung bieten kann.

Der Stratege für digitale Vermögenswerte bei der Bank of America Alkesh Shah hat in einem Bericht vom Dienstag prognostiziert, der Ethereum-Konkurrent Solana könne zum “Visa des digitalen Vermögenswertökosystems” werden.

Das Solana-Netzwerk ging im Jahr 2020 online und sein nativer Token SOL hat sich seitdem zur fünftgrößten Kryptowährung mit einer Marktkapitalisierung von 47 Milliarden US-Dollar entwickelt. Das Netzwerk ist deutlich schneller als Ethereum und kann bereits über 50 Milliarden Transaktionen aufweisen. Außerdem wurden bereits über 5,7 Millionen NFTs auf dem Netzwerk geprägt.

Kritiker meinen allerdings, die Geschwindigkeit gehe mit einer Reduzierung der Dezentralisierung und Zuverlässigkeit einher. Shah glaubt dennoch, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen:

“Der hohe Durchsatz, die niedrigen Kosten und die einfache Nutzung ergeben eine Blockchain, die für Verbraucheranwendungen wie Mikrozahlungen, DeFi, NFTs, dezentrale Netzwerke (Web3) und Gaming optimiert ist.”

Er erklärte weiter, dass Solana dank der niedrigen Gebühren, seiner Benutzerfreundlichkeit und seiner Skalierbarkeit Marktanteile von Ethereum übernimmt. Ethereum sei hingegen wohl auf “hochwertige Transaktionen und Identitäts-, Speicher- und Lieferkettenanwendungen” beschränkt, so Shah laut Business Insider

“Ethereum priorisiert die Dezentralisierung und Sicherheit, aber eben auf Kosten der Skalierbarkeit. Das hat zu Netzwerküberlastungen und hohen Transaktionsgebühren geführt, die gelegentlich sogar höher liegen, als der Wert der gesendet wurde.”

Visa verarbeitet durchschnittlich 1.700 Transaktionen pro Sekunde (TPS), aber das Netzwerk kann theoretisch mindestens 24.000 TPS verarbeiten. Ethereum schafft derzeit etwa 12 TPS auf seinem Mainnet (auf Layer-Twos sind es etwas mehr). Solana kann hingegen theoretisch 65.000 TPS schaffen.

Shah erklärte abschließend: “Solana priorisiert die Skalierbarkeit, aber darunter leidet die Dezentralisierung und Sicherheit der Blockchain. Das zeigt sich bei den Problemen mit der Netzwerkleistung, die es seit der Einführung gegeben hat.”

Solana hat in den letzten Monaten einige Probleme mit der Netzwerkleistung gehabt, darunter etwa Probleme mit Auszahlungen, wie Binance am Mittwoch bestätigt hat. Am Freitag wurde eine verminderte Leistung auf sozialen Netzwerken gemeldet und am 5. Januar gab es offenbar einen sogenannten DDoS-Angriff, was Solana allerdings dementierte.

In diesem Zusammenhang: Dezentrale und skalierbare Börse nutzt Solana für besseren Handel

Weniger als einen Monat zuvor, nämlich am 10. Dezember, hat es bereits einen Angriff geben, bei dem Netzwerküberlastungen durch den massiven Einsatz von Bots bei einem Initial DEX Offering auf der Solana-basierten dezentralen Börsenplattform Raydium gemeldet wurden.

In einem Interview mit Cointelegraph am 22. Dezember sagte Austin Federa, Leiter der Kommunikationsabteilung bei Solana Labs, die Entwickler würden derzeit daran arbeiten, die Probleme des Netzwerks zu lösen, insbesondere in Bezug auf die Verbesserung der Transaktionsmessung:

“Die Laufzeit von Solana ist ein neues Design. Dabei werden keine EVMs [Ethereum Virtual Machines] verwendet und es wurde viel neu entwickelt, um sicherzustellen, dass die Nutzer die günstigsten Gebühren bekommen, die möglich sind. Im Hinblick auf die Laufzeitumgebung gibt es aber noch viel zu tun.”

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