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Binance erhält grünes Licht in Bahrain und Kanada

Die Lizenz in Bahrain ist die erste behördliche Genehmigung von Binance in der Region Naher Osten und Nordafrika.
Binance kann das neue Jahr nun mit neuen Betriebsgenehmigungen in ganz unterschiedlichen Regionen der Welt feiern

Die Kryptobörse hat von der Zentralbank von Bahrain eine „prinzipielle Lizenz“ erhalten, um im Königreich Bahrain als Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen tätig zu sein. Es ist die erste Lizenz überhaupt für eine Binance-Börse in der Region Naher Osten und Nordafrika.

In einer Erklärung sagte Binance-CEO Changpeng Zhao, dass die Genehmigung durch die nationalen Aufsichtsbehörden unerlässlich sei, um Vertrauen in Krypto und Blockchain aufzubauen und die Massenakzeptanz weiter zu verbessern.“

Wenn es um die Lizenzen gehe sei es eine Frage der Formalitäten“, so Abdulkarim Haji, Direktor für Lizenzierung bei der Zentralbank des Landes. Er betonte, dass Bahrain der ideale Standort für den Binance-Hauptsitz in der Region sei.

Überraschend hat Binance auch eine Lizenz in Kanada erhalten und wurde dort als als „Binance Canada Capital Market gegründet“. Die neue Tochtergesellschaft der Börse wird digitale Vermögenswerte, Geldtransfers und Devisengeschäfte abwickeln und als Finanzdienstleister fungieren.

Changpeng Zhao bestätigte die Lizenzierung auf Twitter. Er sagte, das Unternehmen freue sich, sein Kundensupportteam zu erweitern, um Kunden und andere Kryptobörsen einzubeziehen.

Bahrain and a little #crypto company.https://t.co/QEZqzIXIVz

— CZ Binance (@cz_binance) December 28, 2021

Am Freitag beantragte die Krypto-Börse bei FINTRAC eine MSB-Lizenz und erhielt am Montag die Genehmigung. Die aktuelle Finanzlizenz der Börse läuft am 31. Dezember 2024 aus.

Bahrain, die kleinste Volkswirtschaft der Golfregion, ist ein Vorreiter der dortigen Kryptobranche. Rain Financial wurde die erste lizenzierte Krypto-Asset-Plattform in der Region, nachdem sie von der Zentralbank des Landes die Erlaubnis zum Betrieb im Jahr 2019 erhalten hatte. Im Januar erneuerte die bahrainische Währungsbehörde die Lizenz für CoinMENA aus Manama.

Die Entscheidung von Binance spiegelt den verstärkten Fokus des Unternehmens auf den Nahen Osten wider. Das Unternehmen war kürzlich die erste Kryptobörse, die sich dem neuen Krypto-Hub der Dubai World Trade Centre Authority anschloss.

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2021 war für Binance ein turbulentes Jahr, da das Unternehmen einerseits ständig in neue Länder expandierte, andererseits ebenso ständig bestehende Standorte wieder dichtmachen musste, weil es notorisch gegen nationale Gesetzgebungen verstösst. Die Bandbreite der Sanktionen reicht von Verwarnungen bis hin zur Strafverfolgung.

Erst kürzlich wurde Binance in der Türkei vom Financial Crimes Investigation Board mit einer Geldstrafe in Höhe von 750.000 US-Dollar belegt, weil das Unternehmen die Anforderungen für Finanzüberwachungsberichte nicht erfüllt hat.

Der Vorwurf gegen Binance lautet, gegen das Gesetz zur Verhinderung von Geldwäsche verstoßen zu haben. Dieses Gesetz verpflichtet Finanzunternehmen in der Türkei, die Identifikationsdaten ihrer Kunden zu erfassen und zu überprüfen. Außerdem sind die Unternehmen verpflichtet, verdächtige Aktivitäten ihrer Kunden innerhalb von 10 Tagen zu melden.

Mehr zum Thema: Türkei geht gegen Binance vor wegen des Vorwurfs der Begünstigung von Geldwäsche

Binance hält einschlägige nationale Gesetze notorisch nicht ein

Es ist nicht das erste Mal, dass Binance beschuldigt wird, bei der Prävention von Geldwäsche nicht mit nationalen Behörden zu kooperieren. Die Vorwürfe reichen bis ins Jahr 2018 zurück, als die japanische Börse Zaif, heute Fisco, gehackt wurde und 60 Millionen US-Dollar verlor. Zaif reichte später eine Klage gegen Binance ein, in der vorgetragen wurde, dass Binance die Geldwäsche der 2018 gestohlenen Gelder erleichtert habe. Binances sehr oberflächliche KYC-Praxis habe es den Hackern ermöglicht, ihre Beute in Höhe von neuen Millionen Dollar einfach auszuzahlen.

In jüngster Zeit haben Banken in Großbrittannien ihre Verbindungen zu Binance gekappt, weil die Anforderungen an die Geldwäsche- und KYC-Bestimmungen nicht eingehalten wurden. Die TSB Bank, die etwa fünf Millionen Kunden hat, untersagte diesen, Geld an Binance zu senden, da die laxen AML- und KYC-Anforderungen der Börse es mehreren Betrügern ermöglicht hatten, Wallets einzurichten und diese dann zu nutzen, um ahnungslose Kunden zu betrügen.

Noch im Jahr 2021 begann eine südafrikanische Bank, ihren Kunden den Kauf digitaler Währungen auf Binance zu untersagen. Lokalen Berichten zufolge verbot die Bank Binance aus demselben Grund – mangelnde Einhaltung der AML- und KYC-Vorschriften in Südafrika.

Mehr zum Thema: Binance verstößt gegen Zahlungsverkehrsgesetz – Singapur geht gegen die Börse vor

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