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Binance schränkt Krypto-Derivatehandel in Hongkong ein

Um nicht mit den chinesischen Regierungsbehörden in Konflikt zu geraten, schränkt die Binance ihren Derivatehandel in Hongkong vorsorglich ein.

Die marktführende Kryptobörse Binance will den Handel mit Kryptowährungen ungefährlicher machen, und hat deshalb jetzt in Hongkong den Zugang zu Krypto-Derivaten eingeschränkt. In der entsprechenden Mitteilung heißt es:

„Unsere Nutzer in Hongkong haben 90 Tage Zeit, ihre offenen Positionen zu schließen. In diesem Zeitraum können keine neuen Positionen geöffnet werden.“

Allerdings gibt die Binance nicht genau an, ab welchem Datum die Einschränkungen in Kraft treten sollen. Geschäftsführer Changpeng Zhao erklärt, dass es sich dabei um eine „proaktive Maßnahme“ handelt, die einen weiteren Schritt für „höhere Gesetzestreue auf der ganzen Welt“ darstellt.

In diesem Zusammenhang konkretisiert Zhao:

„Neue Binance-Nutzer können in Hongkong überhaupt nicht mehr mit Krypto-Futures handeln, und für bestehende Nutzer wird der Zugang nach und nach eingeschränkt.“

Obwohl die neue Einschränkung eine gute Hilfestellung ist, um neue Nutzer zu schützen, scheint es sich dabei eher um Linientreue gegenüber der chinesischen Regierung zu handeln, die zuletzt verstärkt gegen Krypto-Unternehmen vorgegangen ist.

Weiteren Ärger kann die Binance derzeit ganz und gar nicht gebrauchen, allen voran nicht in einem so großen Markt, denn auch die Regierungen und Behörden anderer Länder hatten zuletzt zur Attacke auf die Handelsplattform geblasen. Um dem entgegenzuwirken, hat Binance auch in Europa den Handel von Krypto-Derivaten eingestellt, den Anfang machten dabei Deutschland, Italien und die Niederlande.

Die Börsenaufsicht von Malaysia hat die Kryptobörse derweil dazu aufgefordert, ihren Geschäftsbetrieb in dem Land gänzlich einzustellen. Grund dafür ist, dass die Binance nicht über eine Zulassung der Behörde verfügt.

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Handelsplattform zudem dafür verwarnt, dass sie für ihre „Aktien-Tokens“ nicht die erforderlichen Prospekte anbietet, was gegen deutsche Wertpapierrecht verstößt, und eine Strafe von bis zu 5 Mio. US-Dollar nach sich ziehen könnte.

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