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Binance veröffentlicht Katalog von grundlegenden Rechten der Kryptokunden

Binance hat „Zehn grundlegende Rechte von Kryptokunden“ als Beitrag zum Verbraucherschutz veröffentlicht.
Der Entwurf soll auch ein Signal an die Aufsichtsbehörden sein, dass Binance eine Unternehmenskultur pflegt, in der der Verbraucherschutz Priorität hat.

In dem Bemühen, seinen beschädigten Ruf aufzupolieren, veröffentlichte Binance am Dienstag, was es als Grundrechte für Krypto-Nutzer betrachtet. Die „Zehn grundlegenden Rechte für Kryptokunden“ befürworten den universellen Zugang zu Finanzinstrumenten, einschließlich Kryptowährungsinstrumenten, um wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen. Das Dokument fordert auch den strikten Schutz persönlicher Daten, um die Privatsphäre der Nutzer zu gewährleisten.

Binance hat in seinen Rechte-Katalog auch aufgenommen, was Krypto-Plattformen ihren Kunden schulden – nach Auffassung des Unternehmens. Dazu gehören die Implementierung von KYC-Maßnahmen („KYC“=„Know Your Customers“=„Kenne Deine Kunden“) zur Bekämpfung der Finanzkriminalität und Maßnahmen zum Verbraucherschutz. Krypto-Plattformen sollen außerdem sicherstellen, dass sie neben korrekten, nicht irreführenden Informationen oder Anzeigen auch eine hohe Liquidität aufweisen. Darüber hinaus sollen solche Plattformen die Meinungen der Nutzer zur Entwicklung der Branche berücksichtigen.

Binance und der Kryptomarkt

Dieses manifest-ähnliche Dokument kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Binance versucht, sein ramponiertes Image aufzupolieren, insbesondere was das Geschäftsgebaren im Zusammenhang mit Regulierung Unternehmensim regulatorischen Kontext. Seit Jahren werden der Börse und insbesondere ihrem Chef Changpeng Zhao der Vorwurf gemacht, das Unternehmen leiste der Finanzkriminalität Vorschub. Man habe jahrelang bereitwillig weggeschaut, wenn dubiose Praktiken an der Börse stattfanden.

Aus diesen Gründen wurde Binance von den Regulierungsbehörden etlicher Staaten auf der ganzen Welt sanktioniert. Als Zeichen des Wandels der Unternehmenskultur erklärt Binance nun:

„Marktteilnehmer haben die Verantwortung, mit Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten, um neue Standards für Krypto-Assets zu entwickeln. Eine intelligente Regulierung fördert die Innovation und trägt zur Sicherheit der Kunden bei.“

Darüber hinaus stellt das Unternehmen fest, dass „Regulierung und Innovation sich nicht gegenseitig ausschließen“ und das „Krypto-Regulierung unvermeidlich ist“.

Außer verbalen Bekundungen sind inzwischen auch Taten erfolgt: Das Unternehmen stellte ehemalige Beamte von  Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden ein. Dazu gehören prominente US-Steuerfahnder und Ermittler von Europol. Einer von ihnen, Greg Monahan, ein ehemaliger Steuerfahnder des US-Finanzministeriums, beaufsichtigt jetzt die Maßnahmen von Binance zur Bekämpfung von Geldwäsche. Er sagt, da Krypto jetzt ein 3-Billionen-Dollar-Markt ist, seien Regulierungsbehörden ein fester Bestandteil der Branche geworden“. Darüber hinaus seien „Datenschutz und Sicherheit des Ökosystems“ jetzt ein Hauptanliegen.

Monahan sagte weiter, Binance empfehle seine Zehn grundlegenden Rechte von Kryptokunden der gesamten Branche. Das dürfte auch ein Signal an die Regulierungsbehörden sein: „Seht her, wie ernst wir eure Gesetze nehmen!“

Binance hofft nun, dass die Behörden dem Unternehmen seine zweite Chance geben. In Russland und China dürften die neuen Verbraucherschutzmaßnahmen jedoch wenige bis gar keine Auswirkungen haben, obwohl es dort Millionen Krypto-Kunden gibt . Beide Staaten sind keine Vorreiter, was Verbraucherschutz betrifft. Auch bleibt abzuwarten, was aus der Untersuchung wird, die Binance gegen den Squid Game Rug Pool in Gang gesetzt hat.

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