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Binance verstößt gegen Zahlungsverkehrsgesetz – Singapur geht gegen die Börse vor

Binance hat gegen Zahlungsverkehrsgesetze in Singapur verstoßen und muss alle Dienstleistungen sofort einstellen, so die Zentralbank des Landes.
Das Verbot betrifft allerdings „nur“ Binance.com, das globale Unternehmen, während Binance.sg, die lokale Tochtergesellschaft, davon nicht betroffen ist.

Neuer Tag – und neuer Ärger mal wieder für Binance. Denn die Zentralbank von Singapur wirft der Börse vor, gegen Landesgesetzte verstoßen zuhaben, da sie Dienstleistungen für Einheimische angeboten habe. Die Zentralbank hat die Börse jetzt auf eine Warnliste gesetzt, auf der Firmen stehen, die vorgeben, sie seien in Singapur zugelassen, es aber nicht sind.

Die Währungsbehörde von Singapur erklärte, sie habe die Geschäfte von Binance com überprüft und Anhaltspunkte gefunden, dass die Börse möglicherweise gegen das Gesetz über Zahlungsdienste verstößt, da sie ohne entsprechende Lizenz Zahlungsdienste für Einwohner von Singapur anbietet und um solche Geschäfte nachsucht. Lokalen Berichten zufolge hat die MAS die Börse auch auf die Investor Alert List gesetzt, auf der derzeit 699 Firmen aufgeführt sind, die nicht berechtigt sind, ihre Dienstleistungen in Singapur anzubieten, aber diese Berechtigung vortäuschen. Viele von ihnen sind im Ausland registriert, bieten ihre Dienstleistungen aber in Singapur Ort an. Als Reaktion auf die Anschuldigungen erklärte Binance:

„Wir nehmen unsere Compliance-Verpflichtungen sehr ernst. Wir halten uns aktiv über die sich ändernden Richtlinien, Regeln und Gesetze in diesem neuen Bereich auf dem Laufenden. Wir werden eng mit der MAS und anderen globalen Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um die relevanten regulatorischen Standards einzuhalten.“

Lokale Binance-Tochter distanziert sich

Die hat vielen Ländern, in denen sie tätig ist, lokale Tochtergesellschaften, auch in Singapur. Sie bietet ihre Dienste über Binance Singapur (Binance.sg) an, eine lokale Börse, die von Binance Asia Services (BAS) betrieben wird.

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Wie die Lokalzeitung Straits Times berichtet, hat BAS eine Lizenz bei der Zentralbank beantragt und ist somit von einer Lizenz nach dem Payment Services Act befreit, da seine Lizenz überprüft wird.

Laut Bloomberg erwirtschaftete Die Binance-Tochter in dem im März 2020 endenden Geschäftsjahr 480.840 Dollar. Sie distanzierte sich schnell von ihrer Muttergesellschaft, die von Changpeng Zhao geleitet wird, der in Singapur wohnt. In ihrer Erklärung behauptete sie:

„Binance Singapur (Binance.sg) ist eine von Binance.com getrennte juristische Person mit eigener Geschäftsführung und bietet keine Produkte oder Dienstleistungen über die Binance.com-Website oder andere verbundene Unternehmen an und umgekehrt.“

Nizzam Ismail, Gründer der Ethikom Consultancy, die sich auf Regulierungen und Compliance konzentriert, bemerkte: „Die MAS wird den Antrag wahrscheinlich ganzheitlich betrachten und die Tatsache berücksichtigen, dass Binance (global) auf die Investorenwarnliste gesetzt wurde. Binance (global) müsste nachweisen, dass es etwaige Mängel behoben hat und in Zukunft nicht mehr um Geschäfte mit in Singapur ansässigen Kunden werben wird.“

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