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Bitcoin klettert über 47.000 US-Dollar, Bodenbildung hält weiter an

Die Wahrscheinlichkeit für einen Squeeze ist angesichts niedriger Volatilität weiterhin hoch, was die kurzfristige Kursentwicklung zum Glücksspiel macht.

Bitcoin (BTC) hat sich am gestrigen 30. Dezember von den jüngsten Abschwüngen erholt, die genaue Stoßrichtung zum Ende des Jahres bleibt dadurch jedoch weiterhin unklar.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Bodenbildung bei 46.000 US-Dollar?

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, konnte sich BTC/USD gestern auf 47.731 US-Dollar aufschwingen und damit gleichsam fast sämtliche Verluste der Vortage aufholen.

Noch bis zuletzt konnte sich der Bitcoin-Kurs über 47.000 US-Dollar halten, allerdings warnen die Experten, dass die Kursentwicklung weiterhin abgehackt bleiben könnte.

„Der Markt ist zurzeit ziemlich langweilig. Im Prinzip steckt Bitcoin nur eine Bodenbildung ab“, wie Cointelegraph-Experte Michaël van de Poppe stellvertretend meint. Dem fügt er an:

„Wir testen derzeit den Support bei 46.000 US-Dollar, aber wir brauchen die Liquidität aus den unteren Bereichen, um wieder nach oben klettern zu können.“

Besonders im Bereich zwischen 44.000 – 45.000 US-Dollar befindet sich die angesprochene Liquidität, wobei Bitcoin sich schon in der Vorwoche fest in einer Preisspanne etabliert hat, die bis 53.000 US-Dollar reicht.

Die geringe Liquidität, in der sich der Krypto-Marktführer aktuell befindet, bietet wiederum Nährboden für weitere scharfe Kursbewegungen in beide Richtungen.

„Neben der erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen sogenannten Leverage-Squeeze sehen wir auch eine deutliche Verringerung des Handelsvolumens“, wie die Krypto-Marktforscher von Glassnode in diesem Zusammenhang feststellen. Dahingehend führen sie aus:

„Verringerte Handelsaktivität ist zum Jahresende völlig normal, allerdings weist der siebentägige Durchschnitt auf dem Markt für Bitcoin-Futures zuletzt einen insgesamten Rückgang von 16 % auf. Die Kombination aus verringertem Handelsvolumen und steigendem Open-Interest schafft Rahmenbedingungen, die in den kommenden Wochen einen Leverage-Squeeze begünstigen könnten.“

Auch der erfahrene Trader Peter Brandt warnt, dass dieser Squeeze erst noch bevorsteht.

Binance kennt keine Weihnachtsruhe

Wie Cointelegraph berichtet hatte, machen allen voran die Aktienmärkte über die Feiertage Schlagzeilen, indem sie in neue Rekordhöhen vorstoßen.

Das institutionelle Interesse an Bitcoin lässt gleichsam immer mehr nach, so erweist sich der zunächst viel gehypte, erste amerikanische Bitcoin-ETF mittlerweile als regelrechter Rohrkrepierer.

„Das gesamte Open-Interest an Bitcoin-Futures hat sich in diesem Jahr fast verdoppelt, indem es um 9,57 Mrd. US-Dollar (97 %) auf einen Gesamtwert von 18,87 Mrd. US-Dollar gestiegen ist. Allein in dieser Woche ist ein Zuwachs von 2,5 Mrd. US-Dollar an Open-Interest hinzugekommen, der maßgeblich von der Kryptobörse Binance stammt“, wie Glassnode ergänzt.

Open-Interest für Bitcoin-Futures. Quelle: Coinglass

In der Tat sind die Bitcoin-Vermögen auf der Binance im Dezember spürbar gestiegen, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass viele Krypto-Nutzer von der chinesischen Plattform Huobi Global auf die führende Kryptobörse umziehen.

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