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Bitcoin-Mining in Kasachstan steht wegen Strommangels vor dem Aus

Kasachstan, einer der weltweiten Bitcoin-Mining-Hotspots, könnte das Bitcoin-Mining aufgrund von Stromausfällen einschränken müssen.
Das Land ist einer der größten Energieproduzenten, doch seine Energiequellen basieren 87% auf Kohlenstoff.

Kasachstan, eins der wichtigsten Krypto-Mining-Zentren der Welt, könnte den Bitcoin-Mining-Betrieb aufgrund von Stromengpässen einschränken müssen. Die Miner befürchten nun, dass ihr Betrieb vor allem während der Wintersaison, wenn die Stromproduktion sinkt, eingestellt werden könnte. Wu Blockchain twitterte:

„Miner sagten, dass Kasachstan Bitcoin-Miner aufgrund von Stromknappheit einschränken könnte. Einige Miner sagten auch, dass der Mangel an Strom im Winter in Kasachstan normal ist und Miner dies vor dem Bau berücksichtigen sollten.“

Vor allem strömten die Bitcoin-Miner ins Land, als China hart gegen Kryptowährungen und Mining-Anlagen vorging. Kasachstans Stromtarife gehören zu den günstigsten der Welt und liegen bei etwa 0,032 Dollar pro Kilowattstunde. Das kontinentale Land befindet sich in einer strategischen Position zwischen Europa und Asien. Das sind die wesentlichen Faktoren, die in China operierende Miner zur Abwanderung nach Kasachstan veranlassten.

Darüber hinaus ist das Klima des Landes ideal für das Bitcoin-Mining und die Grundstückskosten sind mit 5000 Dollar pro Hektar niedrig. Die kasachische Regierung hat außerdem fast 180 Millionen Dollar in den Aufbau von Energie-Infrastruktur.

Kasachstan und das Mining

Vor 2019 hatte die Regierung des Landes eine kontroverse Meinung zu Kryptowährungen. Dies änderte sich bald, nachdem ihr die wirtschaftlichen Vorteile dieser Währungen klar geworden waren. 2019 lag das Land weltweit auf Platz 6 in Bezug auf die Hash-Power. Jetzt wurde es laut techunwrapped.com zum viertbesten Mining-Territorium der Welt. Große, börsennotierte Unternehmen wie Canaan und BIT Mining LTD sind die Vorreiter der Mining-Aktivitäten in Kasachstan. Doch Strom in Kasachstan ist nach Angaben der International Trade Administration extrem kohlenstofflastig. 87% der Elektrizität stammen aus fossilen Brennstoffen, insbesondere aus Kohle, und nur 12% Prozent aus Wasserkraft. Auf Solar- und Windkraftanlagen entfällt weniger als 1%. Der Anstieg der Krypto-Mining-Aktivitäten hat daher bei Umweltschützern zahlreiche Bedenken hervorgerufen.

Statistiken zeigen, dass Kasachstans Energieproduktion mehr als das Doppelte seines Energiebedarfs deckt, was das Land zu einem wichtigen Energieexporteur macht. Die zunehmende Zahl von Bitcoin-Minern könnte jedoch die Energiequellen überfordern. Didar Bekbau, Mitgründer der integrierten Bitcoin-Mining-Plattform xive.io, sagt, dass in der südlichen Region ein höheres Risiko für „harte Stromgrenzen“ für das Mining besteht.

Bitcoins Energiehunger

Erwähnenswert ist, dass der Irak das Bitcoin-Mining 2019 legalisierte, es aber im Mai 2021 aufgrund von Stromausfällen in den Städten aussetzen musste. Die irakischen Behörden gaben dem Anstieg des Kryptowährung-Minings die Schuld an dem gestiegenen Bedarf und dem Rückgang der Wasserkraftversorgung. Zu diesem Zeitpunkt entfielen auf das Land 4,5% des weltweiten Bitcoin-Minings. Dennoch plant das Land, das Krypto-Mining in Kürze wieder aufzunehmen.

Viele weitere Länder wie El Salvador und Weißrussland fördern weiterhin das Bitcoin-Mining. Es liegt jedoch auf der Hand, dass der Energiehunger von Bitcoin die Produktionskapazitäten eines Landes überfordern kann, wenn diese unkontrolliert bleiben. Die kasachischen Miner warten nun ab, welche Maßnahmen die Regierung ergreifen wird und wie ihr Schicksal aussehen wird.

Bei Redaktionsschluss wurde BTC bei 44.846 Dollar gehandelt, ein Plus von 1,5% in den letzten 24 Stunden.

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