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Bitcoin schlittert auf mehrmonatiges Tief – Droht nun Crash auf 30.000 US-Dollar?

Auf Makroebene verschlechtern sich die Vorzeichen für Bitcoin wieder, was zusammen mit einem schwachen Kurs weitere Verluste bedingen könnte.

Bitcoin (BTC) befindet sich am heutigen 7. Januar weiterhin in der Seitwärtsbewegung, die jedoch einen mehrmonatigen Tiefstand nicht verhindern konnte.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Bitcoin muss 42.000 US-Dollar-Marke halten

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView dementsprechend zeigen, ist BTC/USD in der Nacht von Donnerstag auf Freitag seit September erstmals wieder auf ein Tief von 40.938 US-Dollar abgerutscht.

Zunächst konnte sich die marktführende Kryptowährung noch bei 42.000 US-Dollar fangen, doch anschließend ging es erneut leicht nach unten.

Die Krypto-Experten rufen in Folge dessen gleich neue Warnungen aus, wobei sogar ein Crash bis auf 30.000 US-Dollar möglich scheint.

„Wir könnten durch weitere Liquidierungen sogar noch unter das Tief vom September abrutschen“, wie zum Beispiel Crypto Ed prognostiziert.

Anbessa ist derweil nicht ganz so pessimistisch und hält es für denkbar, dass der Support bei 42.000 US-Dollar vielleicht doch noch verteidigt wird (siehe unten).

#Bitcoin price action explained (3/4)

Zoomed in:
Bearflag channel support hit after fakeout ✔️
Inv H&S support hit again (2nd time) ✔️

While I would tolerate a fakeout to $39.333 intraday
this support right now $42,4k should hold DAILY pic.twitter.com/Qv69dekie9

— AN₿ESSA (@Anbessa100) January 6, 2022

Allerdings droht Bitcoin auch auf Makroebene Gegenwind, denn besonders die massiven Proteste in Kasachstan könnten für die marktführende Kryptowährung zum echten Problem werden. Das eurasische Land ist allein für knapp 18 % der Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks verantwortlich, weshalb die momentanen Unruhen spürbare Konsequenzen haben könnten.

Erste Auswirkungen machen sich schon jetzt bemerkbar, denn nachdem die staatseigene Telekommunikationsgesellschaft in der Region das Internet fast gänzlich abgeschaltet hat, ist die Hashrate von Bitcoin um satte 20 Exahashes pro Sekunde (EH/s) gefallen. Umso bitterer, da sich die Leistungsfähigkeit des Netzwerks erst wieder erfolgreich vom Schlag gegen die chinesische Mining-Branche erholt hat.

Dreht die Zentralbank den Geldhahn zu?

Zudem könnten sich nun auch die makroökonomischen Rahmenbedingungen verschlechtern, nachdem diese in den letzten Monaten noch überwiegend förderlich waren.

So meint Arthur Hayes, der ehemalige Geschäftsführer der großen Kryptobörse BitMEX, dass die geplante Leitzinserhöhung und die Reduzierung von Anleihenkäufen durch die amerikanische Zentralbank dafür sorgen wird, dass risikobehaftete Investitionsprodukte wieder weniger attraktiv werden.

Aus diesem Grund würde dann weniger „einfaches Geld“ in den Kryptomarkt fließen. In diesem Zusammenhang erklärt Hayes in seinem Blog:

The money printer ain’t going BRRR, so #crypto is about to get bludgeoned with a two-by-four studded with rusty nails. Read my essay “Maelstrom” to find out why.https://t.co/qUPq90W4qz pic.twitter.com/sKUA4i9dF5

— Arthur Hayes (@CryptoHayes) January 6, 2022

„Die Gesetzmäßigkeit der großen Zahlen hat zur Folge, dass der aktuelle Trend der Anleihenkäufe nicht für ein unendliches Wachstum der Geldmenge sorgt. Im Optimalfall steigen die Anleihenkäufe also langsam und stetig zurück in die vorherigen Rekordhöhen, was positiv für risikobehaftete Anlageklassen wie Kryptowährungen wäre.“

Dem fügt er an:

„Doch selbst, falls es so kommen sollte, würde der Kryptomarkt nur wirklich wachsen, wenn die Zentralbank den Geldhahn aufdreht und neues Geld in den Markt fließt.“

Ab wann die „Federal Reserve“ den Leitzins anhebt, ist bisher unklar. Die Reduzierung der Anleihenkäufe hat derweil schon begonnen.

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