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Bitcoin vor Bekanntgabe der neuen Inflationszahlen zurück auf 48.000 US-Dollar

Die makroökonomischen Rahmenbedingungen könnten einen baldigen Aufschwung von Bitcoin verzögern.

Bitcoin (BTC) festigt sich am heutigen 10. Dezember wieder bei 48.000 US-Dollar, nachdem BTC/USD über Nacht zwischenzeitlich zurück auf 47.350 US-Dollar abgerutscht war.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Was macht die Zentralbank?

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, bewegt sich die marktführende Kryptowährung zuletzt nahe 48.300 US-Dollar, während sich der Kryptomarkt für die Veröffentlichung der neuen amerikanischen Inflationszahlen rüstet.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, gehen die Ökonomen davon aus, dass die Inflation im Vergleich zum Vorjahr noch schlimmer ausfallen wird als bereits im Oktober.

Obwohl die Bekanntgabe der Inflationszahlen für den letzten Monat einen leichten Aufschwung von Bitcoin& Co. zur Folge hatten, befürchten die Analysten, dass der Effekt dieses Mal umgekehrt sein könnte.

„Ich denke, dass die Inflationszahlen keine Auswirkungen haben werden, denn der Markt kalkuliert diese schon mit ein, solange sie nicht sehr extrem ausfallen“, wie sich immerhin der Krypto-Trader Pentoshi zuversichtlich gibt.

Das „wirkliche“ Potenzial den Markt zu bewegen sieht er vielmehr in der für die nächste Woche geplanten Ankündigung der US-Zentralbank über deren weiteres strategisches Vorgehen.

Sollte diese ihre Anleihenkäufe zurückfahren, würde dadurch Druck auf risikoreiche Assets wie Bitcoin entstehen. Arthur Hayes, der ehemalige CEO der Krypto-Handelsplattform BitMEX, meint ebenfalls, dass sich der Kryptomarkt dann erst wieder normalisieren würde, sobald die Federal Reserve wieder zum „Business as Usual“ zurückkehrt.

„Denjenigen, die sich fragen, ob sie momentan weiter in Kryptowährungen investieren sollten, kann ich nur raten, erst mal abzuwarten. Ich glaube nicht, dass die Lage demnächst besser wird. Es lohnt sich also, ruhig zu bleiben, bis sich die Lage nach einer Leitzinssteigerung der Zentralbank im März oder Juni 2022 wieder entspannt“, wie Hayes in seinem aktuellen Blogeintrag warnt. Dem fügt er an:

„Die risikoreichen Assets werden sich demnächst vermutlich so richtig auskotzen, woraufhin die Zentralbank dann wahrscheinlich zum Nullzins und massiven Anleihenkäufen zurückkehrt. Sobald die Fed wieder Business as Usual macht, lohnt es sich also, wieder einzusteigen.“
US-Inflation. Quelle: Trading Economics

Bodenbildung braucht Zeit

Diese These deckt sich mit den Prognosen anderer Krypto-Experten, die den nächsten großen Rekordlauf von Bitcoin ebenfalls erst 2022 sehen, und nicht noch in diesem Jahr.

„Bodenbildungen brauchen Zeit. Leider ist das so, aber Bitcoin ist schon fast da“, wie sich der Experte nichtsdestotrotz optimistisch zeigt. Und abschließend:

„Danach gibt es noch einen weiteren großen Rekordlauf im Jahr 2022. Also alles gut.“

Ohnehin wäre Bitcoin im Vergleich zu 2017 „wahrscheinlich“ noch eher am Anfang als am Ende des Kurszyklus.

Andere Daten, die gleichsam Ähnlichkeiten zur Kursentwicklung von 2017 belegen, sehen sich diesen Monat allerdings vor einer größeren Herausforderung, um ihre Gültigkeit zu behalten.

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