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BlockCrushr lässt Prozess gegen ConsenSys um geistiges Eigentum fallen

ConsenSys erklärte, das zeige, dass es “etwas bringt, wenn man unberechtigte Ansprüche aggressiv bekämpft”.

Das kanadische Blockchain-Startup BlockCrushr hat einen Gerichtsprozess um geistiges Eigentum gegen die auf Ethereum fokussierte Softwareentwicklungsfirma ConsenSys fallen gelassen.

Die beiden Firmen haben sich am Dienstag darauf geeinigt, den Prozess fallenzulassen. In den Bedingungen dieser Vereinbarung heißt es, dass BlockCrushr in der Zukunft diese Angelegenheit ruhen lassen müsse.

ConsenSys findet, dass diese Vereinbarung ein Sieg für das Unternehmen sei. Dazu hieß es: “BlockCrushr hat den Prozess fallen gelassen, nachdem die Prüfung der Beweise, die vorgelegt wurden, ergeben hat, dass die Ansprüche von BlockCrushr vollkommen unberechtigt waren.”

Der Leiter der Rechtsabteilung bei ConsenSys Tibor Nagy fügte hinzu:

“Das ist ein wichtiger Sieg für ConsenSys und zeigt, dass es etwas bringt, wenn man unberechtigte Ansprüche aggressiv bekämpft.”

Die Klage wurde im Juli 2020 eingereicht und darin wurde behauptet, dass ConsenSys seine Zahlungsplattform “Daisy Payments” im Juni 2019 einen Tag, bevor BlockCrushr sein eigenes Produkt auf den Markt bringen wollte, eröffnet hatte.

ConsenSys hatte 100.000 US-Dollar in BlockCrushr investiert und das Unternehmen durfte an seinem Beschleunigerprogramm Tachyon teilnehmen. Das Startup behauptete das ConsenSys Betriebsgeheimnisse verwendet haben soll, die die Firma über das Programm erfahren hatte, um Ihr eigenes Produkt noch vor BlockCrushr auf den Markt bringen zu können.

BlockCrushr behauptete, das Unternehmen habe “alle Aspekte im Hinblick auf Marketing, Finanzen, Technik und Regulierungstrategie” gegenüber ConsenSys im Laufe des Tachyon-Programms offengelegt. Darunter auch “der Quellcode und eine firmeneigene, technische Lösung für die Zahlungsplattform”.

Der Streit um geistiges Eigentum gilt zwar als Gegensatz zum Kern von Krypto, bei dem eine dezentralisierte und quelloffene Entwicklung im Zentrum steht, aber zu Streitereien um geistiges Eigentum kommt es immer öfter.

Im Juni wurde im Governance-Forum des großen, dezentralisierten Finanzprotokolls Curve ein Vorschlag gepostet, in dem es hieß, dass es seine Softwarelizenz schützen sollte und Gewinnbeteiligungen im Zusammenhang mit geistigen Eigentum an Token-Besitzer auszahlen sollte.

Weiter behauptete der Autor des Beitrags, dass die Durchsetzung des geistigen Eigentums Curve zugute kommen würde, da der Wettbewerb um Bug-Bounty-Zahlungen und Einstellungen von Mitarbeitern für den Code reduziert würden.

Mit dem Start seiner heiß erwarteten v3 hat die führende dezentrale Börse Uniswap eine “Business-Quelllizenz” in ihren Code eingefügt, um sich gegen die unbefugte kommerzielle Nutzung ihres Codes “für bis zu zwei Jahre” zu schützen. Mit diesem Schritt sollte verhindert werden, dass Klone auftauchen, nachdem SushiSwap und andere konkurrierende dezentrale Börsen den v2-Code geforked und im DeFi-Sommer 2020 sogenannte Vampir-Attacken gestartet hatten, um die Liquidität von Uniswap abzuzweigen.

Der selbsternannte Satoshi Nakamoto Craig Wright hat versucht zu verhindern, dass Webseiten das Bitcoin-Whitepaper hosten. Das hat in der Krypto-Community Unverständnis und Ablehnung hervorgerufen. Wright bemüht sich nun auch darum, sich so viele Patente wie möglich zu sichern.

Im April hat die von Square angeführte Cryptocurrency Open Patent Alliance (COPA) eine Klage eingereicht, in der sie das britische Hohe Gericht aufforderte, zu erklären, dass Craig Wright nicht das Urheberrecht am Bitcoin-Whitepaper besitze.

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