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Britische Aufsichtsbehörde geht gegen Krypto-Werbung vor

Die Britische Werbeaufsichtsbehörde ASA, hat weitere Werbespots für Krypto-Prudukte wegen irreführender Werbung verboten.
Zu den betroffenen Unternehmen gehören Coinbase und Kraken, wobei die Aufsichtsbehörde Zweifel an der Wahrheit des Inhalts der Werbung äußerte.

Wieder einmal hat die Advertising Standards Authority Maßnahmen gegen von ihr als „irreführend“ eingestufte Krypto-Werbung in Großbritannien Maßnahmen egriffen.
Am 15. Dezember verbot die Werbeaufsichtsbehörde eine Reihe von Krypto-Werbespots mehrerer großer Unternehmen. Sechs der Unternehmen sind aus der Kryptobranche: Coinbase, Kraken, eToro, Exmo, Luno exchange und der Krypto-Broker Coinburp. Doch Auch die Pizzarestaurant-Kette Papa John’s musste ihre Krypto-Werbung zurückziehen.
Laut ASA verstießen die Werbespots der Firmen gegen die Regeln für lauteren Wettbewerb und waren daher illegal. Sie hätten „in unverantwortlicher Weise die Unerfahrenheit der Verbraucher ausgenutzt und es versäumt, das Risiko der Investition zu veranschaulichen“.

Die Argumente der Behörde

Eine der nun verbotenen Anzeigen wurde von Coinbase Europe im Juli 2021 auf Facebook geschaltet. Hie ein Auszug: „Fünf Pfund in Bitcoin von 2010 waren im Januar 2021 über 100.000 Pfund wert“. Für die ASA ist diese Werbung irreführend, weil die Anzeige „einen ähnlichen garantierten Anstieg des Bitcoin-Wertes in den nächsten zehn Jahren“ impliziere. Außerdem habe das Unternehmen nicht deutlich gemacht, dass die vergangene Performance nicht unbedingt ein Hinweis auf die Zukunft sei, so die ASA.
Ein weiteres Verbot betrifft den Kraken-Betreiber Payward und betrifftt ein digitales Plakat an der London Bridge Station im August 2021. Die ASA bemängelte die „unangemessen kurze Zeit“, in der das Unternehmen einen Haftungsausschluss auf der Anzeige anbrachte:

„Die Risikowarnung lief nur eine Sekunde lang am Anfang eines 20-sekündigen Werbespots, und wir waren der Ansicht, dass sie dem Verbraucher eine große Menge an Informationen präsentierte, die er nicht vollständig lesen oder verstehen würde, selbst wenn er sie überhaupt sehen würde.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die ASA gegen Werbung für Kryptoprodukte vorgeht und diese unterbindet. Im März gab die Aufsichtsbehörde einer Beschwerde gegen eine Anzeige der Kryptobörse Coinfloor statt. Zielgruppe der Kampagne waren Rentner, und diese wurden ermutigt, ihr Geld in digitale Vermögenswerte statt in normale Bank-Finanzanlagen zu investieren. Die ASA bewertete die Werbung als „irreführend und sozial unverantwortlich“.
Das gleiche Schicksal ereilte eine Bitcoin-Werbung der Börse Luno, die in der Londoner U-Bahn und in Londoner Bussen gezeigt wurde. Auf den Plakaten stand: „Wenn Sie Bitcoin in der U-Bahn sehen, ist es Zeit zu kaufen“.
Im Juli gab die ASA einen „Red Alert“ zu Kryptowerbung  heraus und verbesserte ihre Fähigkeiten, verdächtige Anzeigen mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und Scraping-Technologie zu ermitteln.
Erst im vergangenen Monat waren die Werbe-Aufsichtsbehörde und die Finanz-Aufsichtsbehörde gegen Floki-Inu-Werbung vorgegangen, die das öffentliche Verkehrssystem Londons überflutet hatte.

Mehr zum Thema: Londons öffentliches Verkehrssystem wird mit aggressiver Floki-Werbung geflutet

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