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Britische Polizei beschlagnahmte in 5 Jahren Kryptowährung für 406 Millionen Dollar

Die Britische Polizei arbeitet an einer technologischen Infrastruktur, um gegen Kriminelle vorzugehen, die Kryptowährungen nutzen.
Bitcoin macht 99% aller Kryptowährung aus, die von der britischen Polizei beschlagnahmt wird.

Die Britische Polizei beschlagnahmte in den vergangenen fünf Jahren 406 Millionen Dollar in Kryptowährung, verteilt auf 12 von 48 Britischen Polizeibehörden. 99% Prozent der beschlagnahmten Kryptos bestanden aus Bitcoin. Das restliche Prozent umfasste andere Altcoins wie Ethereum, Dash, Monero und Zcash. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage entsprechend dem Britischen Freedom of information Act hervor, die an die Polizeibehörden übermittelt wurde. Der beschlagnahmte Betrag kann sogar noch höher sein, als die genannten 406 Millionen, da nicht alle Polizeibehörden auf die Anfrage geantwortet haben.

Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin City A.M. sagten Experten, dies könnte nur ein winziger Bruchteil der illegalen Gelder sein könnte, die in Großbritannien zirkulieren. Die Polizei steht bei Verbrechen im Zusammenhang mit Kryptowährungen vor großen technologischen und rechtlichen Hürden.

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Joseph Harrop, Detective Chief Inspector der Abteilung Wirtschaftskriminalität der Polizei für den Großraum Manchester, sagte, dass die Verwendung von Kryptowährungen durch Kriminelle unerwartet schnell erfolgt sei. Daher müssten sich die Strafverfolgungsbehörden neue Fähigkeiten aneignen, um mit solchen Fällen umgehen und Gelder beschlagnahmen zu können.

Aus diesem Grund hat die britische Polizei zivile Mitarbeiter mit entsprechenden technischen Kenntnissen im Umgang mit digitalen Vermögenswerten eingestellt und sie für die Zusammenarbeit mit den Ermittlern geschult.

Rechtliche Hürden

Laut Britischer Polizei ist es nicht einfach, Wallets mit Kryptowährung zu beschlagnahmen. Gemäß dem britischen Proceeds of Crime Act 2002 kann die Polizei Bargeld beschlagnahmen, wenn sie es mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung bringt. Die Befugnisse zur Beschlagnahme von unbaren Vermögenswerten wie Kryptowährungen sind jedoch enger gefasst.

Ein weiteres großes technologisches Problem ist, dass digitale Währungen extrem stark verschlüsselt sind. Die Polizei kann also trotz der Beschlagnahme einer Krypto-Wallet nicht ohne Weiteres auf das Geld zugreifen, da sie nicht über die Schlüssel verfügt. Harrop sagte:

„Wenn wir Laptops oder USB-Sticks wiederherstellen, sind sie möglicherweise verschlüsselt, und ja, es ist meist schwierig, an sie heranzukommen. So albern es klingt, aber manchmal hinterlassen die Leute eindeutige Beweise, wenn sie die Dinge, die wir brauchen, einfacch einem Zettel aufgeschrieben haben.“

Jake Moore, der ehemalige Leiter der digitalen Forensik bei der Polizei von Dorset, sagte, dass die digitalen Ermittlungen noch in den Kinderschuhen steckten. Er fügte hinzu, man brauche weit mehr Ressourcen zur Bekämpfung der wachsenden Krypto-Kriminalität und schloss mit den Worten:

„Cyberkriminelle sind sich der gut dokumentierten Umgehungstaktiken sehr bewusst, aber die Polizeiarbeit verbessert sich in einem Tempo, das mit der Zeit aufholen wird. Der Einsatz besserer Überwachungstechniken bei bekannten Verdächtigen, die Verstärkung der nachrichtendienstlichen Tätigkeit und die Verbesserung der Profilerstellung bei mutmaßlich beteiligten Personen tragen dazu bei, die Methoden für die Wiedererlangung und Beschlagnahme von Geldern zu verbessern. Die damit verbundenen Kosten können jedoch in vielen Fällen den eintreibbaren Betrag übersteigen.“

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