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Große Namen aus Russland kritisieren Vorschlag zu Kryptoverbot

Der Telegram-Chef Pawel Durow meinte, das vorgeschlagene Kryptowährungsverbot würde “eine Reihe von Sektoren der High-Tech-Wirtschaft zerstören”.

Mehrere große Namen haben das Kryptoverbot von Russland kritisiert. Darunter sind etwa der Stabschef von Alexei Nawalny Leonid Wolkow und der Telegram-Gründer Pawel Durow.

Am 20. Januar veröffentlichte die russische Zentralbank einen Bericht, in dem ein allgemeines Verbot für den Kryptohandel und das Mining im Inland vorgeschlagen wird. In dem Bericht heißt es, die Risiken von Kryptowährungen “für Schwellenländer, darunter auch Russland Russland, sind viel höher”.

Dieses vorgeschlagene Verbot wird allerdings nicht von allen gutgeheißen. In einem Beitrag des Telegram-Gründers Pawel Durow vom 22. Januar hieß es, das vorgeschlagene Kryptowährungsverbot würde “eine Reihe von Sektoren der High-Tech-Wirtschaft zerstören”. Er fügte hinzu:

“Ein solches Verbot wird unweigerlich die Entwicklung von Blockchain-Technologien im Allgemeinen verlangsamen. Diese Technologien verbessern die Effizienz und Sicherheit vieler menschlicher Aktivitäten, vom Finanzwesen bis hin zur Kunst.”

Durow räumte zwar ein, “der Wunsch, den Umlauf von Kryptowährungen zu regulieren, sei für Finanzbehörden ganz selbstverständlich”. Er kam aber zu dem Schluss, “ein solches Verbot wird skrupellose Akteure wahrscheinlich nicht aufhalten, aber es wird legalen russischen Projekten in diesem Bereich ein Ende setzen”.

Leonid Wolkow: Verbot von Kryptowährungen “unmöglich”

Unterdessen hieß es in einem Telegram-Post am 20. Januar von Wolkow, das Verbot sei so, als würde man “die Dinge beim Namen nennen”.

Wolkow ist der Stabschef von Nawalny, dem russischen Oppositionsführer und Gründer der Anti-Korruptions-Stiftung FBK. Im August 2020 wurde er mit dem Nervengas Nowitschok vergiftet. Nachdem er sich in Deutschland erholt hatte, kehrte er im Januar 2021 nach Russland zurück. Dort wurde er verhaftet und sitzt seitdem im Gefängnis.

Wolkow bezog sich bei seinem Kommentar auf einen Bericht von Bloomberg vom 20. Januar. Darin hieß es, der russische Sicherheitsdienst FSB habe das Verbot maßgeblich vorangetrieben, weil Kryptowährungen zur Finanzierung von “systemfremder Opposition und extremistischen Organisationen” verwendet werden können.

Er sei sich “sicher, dass die Bloomberg-Version in diesem Fall zu 100 Prozent der Realität entspricht, aber es wird nichts passieren”, da Russen Kryptowährungen eher zum Kauf von Drogen verwenden, als sie an die in Moskau ansässige gemeinnützige FBK zu spenden.

“Technisch gesehen ist das Verbot von Kryptowährungen dasselbe wie ein Verbot von Person-zu-Person-Transfers (soll heißen, es ist unmöglich). Ja, die Regierung kann die Einzahlung von Geld auf Kryptobörsen sehr erschweren. Aber das wird lediglich, dass es Vermittler geben wird, die das über andere Regionen im Ausland machen. Ja, die Transaktionskosten werden steigen. Aber das ist auch alles, denke ich.”

In diesem Zusammenhang: Gouverneur der russischen Zentralbank: Verbot von Krypto in Russland “durchaus machbar”

Viele Nachbarländer von Russland haben ebenfalls eine negative Haltung gegenüber Kryptowährungen. Am 19. Januar mussten die Bürger in Georgien einen schwören, kein Krypto mehr zu minen. Auch die Regierungen im Kosovo und in Kasachstan haben kürzlich das Krypto-Mining verboten.

Eine Ausnahme in dieser Region bildet die Ukraine. Das Land hat im September 2021 mehrere Gesetze zur Erleichterung der Einführung von Kryptowährungen im Land verabschiedet.

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Krypto-YouTuber gehackt: Betrügerische Videos auf mehreren Kanälen gepostet

Viele der Betroffenen konnten haben die betrügerischen Videos bemerkt und diese von ihren Kanälen innerhalb von Minuten entfernt.

Hacker haben am 23. Januar mehrere Konten von Krypto-YouTubern gehackt. Auf den Konten wurden Videos gepostet, in denen die Zuschauer aufgefordert wurden, Geld an die Wallet des Hackers zu schicken.

Unter den betroffenen Konten waren etwa: “BitBoy Crypto”, “Altcoin Buzz”, “Box Mining”, “Floyd Mayweather”, “Ivan on Tech” und “The Moon”.

BREAKING: Dozens of Crypto YouTubers have had their accounts hijacked by hackers promoting a fake crypto giveaway scam. Hacked accounts include:@IvanOnTech@boxmining@aantonop@themooncarl@Bitboy_Crypto@mmcrypto@Altcoinbuzzio@FloydMayweather@crypto_banter@CoinMarketCap pic.twitter.com/ykXkZUh9cO

— Mr. Whale (@CryptoWhale) January 23, 2022

Auf der Adresse der Binance-Smart-Chain-Wallet, die in den betrügerischen Videos angegeben wurde, waren bis Redaktionsschluss nur insgesamt 9 Transaktionen in BNB im Gesamtwert von etwa 850 US-Dollar zu sehen.

Michael Gu erklärte gegenüber Cointelegraph, auf seinem YouTube-Kanal Boxmining sei ein Video ohne seine Erlaubnis veröffentlicht worden. “Glücklicherweise haben wir das innerhalb von zwei Minuten nach Veröffentlichung des Videos bemerkt und konnten dieses löschen”, wie er erklärte. “Zu diesem Zeitpunkt wurde das Video bereits von meiner Community angesehen und kommentiert.”

Er fügte hinzu, er habe eine interne Überprüfung durchgeführt und keine Viren oder Fehler gefunden, die den Hackern Zugang zu seinem Konto verschafft hätten. “Es sieht so aus, als ob YouTube dafür verantwortlich ist”, sagte er.

Many Crypto Youtubers (including me) got hacked today – all publishing a scam video at around the same time – @IvanOnTech @aantonop @Bitboy_Crypto @Altcoinbuzzio @FloydMayweather @crypto_banter @CoinMarketCap
I have 2FA enabled. pic.twitter.com/c8z5qmJ3bT

— Boxmining (@boxmining) January 23, 2022

In einem Reddit-Beitrag erklärt der Nutzer “9Oh8m8”, die Hacker haben offenbar mittels SIM Swapping Zugang zu den Konten erlangen können. Bei einem solchen Betrug übernehmen die Hacker die Handynummer des Opfers und können so die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) umgehen. Außerdem hieß es:

“Die Videos wurden alle mit Titeln wie etwa”ONE WORLD CRYPTOCURRENCY” veröffentlicht. Es wurde eine Adresse im Video und in der Beschreibung angegeben, auf die man USDT/USDC/BNB/ETH überweisen soll, um eine neue Kryptowährung namens OWCY zu erhalten.”

Gu glaubt jedoch nicht, dass dieser Hack mittels SIM Swapping durchgeführt wurde. Gegenüber Cointelegraph erklärte er, es habe sich niemand auf seinem persönlichen Google-Konto eingeloggt. “Würde es sich um SIM Swapping handeln, hätte ich keinen Zugang zu meinem Handy mehr. Aber das ist nicht passiert”, so Gu.

“Uns ist aber aufgefallen das es einen Login auf dem BRAND-Konto von den Philippinen aus gab (diese konnten sind allerdings mit persönlichen Konten verbunden). Es ist sehr wahrscheinlich, dass entweder YouTube gehackt wurde oder ein böswilliger Mitarbeiter dahintersteckt. Auf diese Weise konnten dem viele Leute gleichzeitig zum Opfer fallen.”

Der Gründer und CEO des YouTube-Kanals Altcoin Buzz Shash Gupta fügte hinzu, hat irgendwann in der Nacht gemerkt, dass etwas nicht stimmt, als ein nicht autorisiertes Video auf dem Kanal veröffentlicht wurde.

“Und weiß noch nicht, was passiert ist. Ich habe YouTube kontaktiert, um der Sache auf den Grund zu gehen und weitere derartige Vorfälle zu vermeiden.”

In diesem Zusammenhang: Krypto-Betrug: YouTube-Kanäle gehackt und umbenannt

Auch der Krypto-YouTuber Richard Heart twitterte, dass sein Kanal mitten in einem Livestream gesperrt worden sei. Das deutet darauf hin, dass YouTube diesen Vorfall wohl bemerkt hat.

Hello again @YouTubecreators My channel was just banned in the middle of a livestream. I think it might have to do with all of the other youtubers that were hacked at the same time today. Could you check please, thanks! @YouTube @YouTube

— Richard Heart PulseX.com! Called the Bitcoin top! (@RichardHeartWin) January 23, 2022

Cointelegraph hat YouTube und mehrere andere Krypto-YouTube, die von dem Hack betroffen waren, um einen Kommentar gebeten. Bis Redaktionsschluss lagen allerdings keine Antworten vor.

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Streit zwischen Bitcoin-Optimisten und -Pessimisten – wer sieht die Zukunft realistisch?

Der jüngste Einbruch auf dem Kryptomarkt hat einen Streit zwischen Bitcoin-Optimisten  und -Pessimisten ausgelöst, die jeweils „prognostizieren“, was sie für die Zukunft halten.
Bitcoin-Investoren in China – doch, es gibt sie noch – planen derweil, den Dip zu kaufen, während Mike Novogratz und Peter Schiff sich auf Twitter sinnlose Wortgefechte liefern.

Der jüngste Einbruch des Kryptomarktes hat dazu geführt, dass der inoffizielle Leitwert Bitcoin fast 50% unter seinen Höchststand gefallen ist und zwar mit 35.093 Dollar auf den niedrigsten stand seit sechs Monaten. Dies löste eine eine hitzige Debatte zwischen der Pro-Bitcoin- und der -Kontra-Bitcoin-Fraktion aus, wobei kaum Fakten, umso mehr aber Überzeugungen vorgetragen werden.

Eine kürzlich auf der Mikroblogging-Plattform Weibo – das ist Chinas Twitter-Äquivalent – durchgeführte Umfrage unter chinesischen Krypto-Investoren zeigt, dass die Mehrheit das Prinzip „Buy the Dip“ unterstützt. 35% gaben an, dass sie Bitcoin kaufen würden, wenn er unter 30.000 Dollar falle. Mehr als 60 % sagten, sie würden zum aktuellen Preis kaufen, während 22% von Bitcoin nichts wissen wollen und sich für Ethereum entscheiden würden.

According to the “Buy the Dip Survey” conducted by the Chinese community on January 22: 61% chose to buy Bitcoin, only 22% chose to buy Ethereum, and 35% said that if Bitcoin fell below $30,000, they would buy the bottom. pic.twitter.com/fxhfpYsrWI

— Wu Blockchain (@WuBlockchain) January 23, 2022

Diese Einlassungen dürften auf den allgemein niedrigen Erwartungen in Zeiten großer Einbrüche beruhen, sagen erfahrene Investoren. Bemerkenswert ist, dass der Kryptohandel in China trotz des letztjährigen Verbots von Kryptowährungen offenbar weitergeht.

Millionen-Wette auf den Bitcoin-Kurs

Auf Krypto-Twitter (CT) hat sich der Bitcoin-Fan und CEO von Galaxy Digital, Mike Novogratz, eine Wette auf die Kryptowährung angeboten. Es war eine reaktion auf den Bitcoin-Skeptiker und Goldfan Peter Schiff, CEO von Euro Pacific Capital Inc. der just eine Tirade über den Rückgang des Kryptomarkts von sich gegeben hatte. Bitcoin könne nicht mit Gold verglichen werden, sagte er, und weiter:

„Die einzigen anderen Risiko-Assets, mit denen Bitcoin letztendlich korrelieren wird, sind 17.000 wertlose #Altcoins!“

Novogratz antwortete mit einem Wett-Angebot:

„Peter Schiff, ich wette eine Million Dollar zugunsten einer Wohltätigkeitsorganisation unserer Wahl, dass der Bitcoin-Kurs in einem Jahr höher als 35.000 Dollar ist. Sind Sie dabei?“

Als Schiff nicht reagierte, änderte Novogratz die Wette auf 1.000 Liegestützen um, mit den Worten: „Ich möchte nur, dass Sie nicht nur mit Worten, sondern auch mit Haut und Haaren bei der Sache sind.“

Darüber hinaus spekulierte Novogratz, dass Ethereum bei 2.600 Dollar Unterstützung finden werde. Schiff erwiederte seinerseits, dass dies bereits eine gescheiterte Spekulation sei und sagte, Ethereum steuere auf ein Niveau von unter 1.000 Dollar zu. Bei Redaktionsschluss wurde Ethereum mit 2.459 Dollar gehandelt.

Konträre Auffassungen

Der umstrittene, sich nur unter Pseudonym auf Twitter äußernde Analyst „Cryptowhale“ glaubt, dass dieser Marktcrash die „Mutter aller Crashs“ sein wird. Seine „Follower“ preisen Bitcoin als Inflationsabsicherung und nicht als korrelierenden Vermögenswert an.

The Crypto Bear Market: Why You Should Embrace It, and How to Profit Accordingly.#Bitcoin $BTC #Crypto https://t.co/GzFwH3B7lw

— Mr. Whale (@CryptoWhale) January 23, 2022

Auch Bitcoin-Fans wie Alex Gladstein, CSO der Human Rights Foundation, halten an dem Potenzial von Bitcoin als Inflationsschutz fest. Ein anderer Analyst geht im schlimmsten Fall von einem Kurs von 20.000  für 2022 aus, ist aber immer noch optimistisch, dass „100 bis 200 Tausend  Dollar bis 2023 – frühestens Ende 2022 – erreicht werden“. In der Zwischenzeit könnten die Anleger mit DCA – Dollar-Cost-Averaging – in den Markt einsteigen“.

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Börsenaufsicht SEC lehnt auch den „direkten“ Bitcoin-ETF von Skybridge ab

Bei ihrer Ablehnung des „direkten“ Bitcoin-ETFs von Skybridge verweist die SEC auf ähnliche Gründe wie in den Fällen von VanEck und WisdomTree.

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat nun offiziell den beantragen „direkten“ Bitcoin-Indexfonds (ETF) der Investmentfirma First Trust SkyBridge abgelehnt, nachdem die Entscheidung über diesen von der Behörde zuvor mehrfach aufgeschoben worden war,

Wie aus einer entsprechenden Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, lehnt die SEC die von der New Yorker Börse NYSE Arca beantragte Genehmigung für eine Notierung des „First Trust SkyBridge Bitcoin ETF Trust“ ab. Die SEC argumentiert dahingehend, dass die benötigte Regeländerung weder geeignet wäre, um „betrügerisches Verhalten verhindern zu können“, noch „ausreichenden Schutz für Anleger und die Öffentlichkeit bietet“.

Den ursprünglichen Antrag für einen „direkten“ Bitcoin-ETF auf der NYSE hatte SkyBridge im März 2021 gestellt. Die SEC hat ihre Entscheidung jedoch zwei Mal vertagt und sich längere Prüfungsfristen eingeräumt, um den Antrag genau unter die Lupe nehmen zu können. Diese Woche ist nun endlich eine Entscheidung gefallen.

Ihre Ablehnung begründet die Börsenaufsicht des Weiteren mit Verweis auf die NYSE, die ihrer Ansicht nach nicht die Voraussetzungen für die Notierung eines entsprechenden Finanzproduktes gewährleistet. So müssten Börsen, die einen Bitcoin-Indexfonds führen wollen, „ein vollumfängliches Abkommen zur Überwachung mit einem ausreichend großen Bitcoin-Markt“ vorlegen.

Die NYSE Arca stützt sich in ihrem Antrag lediglich auf einen 10 Mio. US-Dollar schweren Beispielmarkt, um zu verdeutlichen, dass der Ankauf großer Mengen Bitcoin (BTC) „vernachlässigbare Auswirkungen auf den Markt haben“. In diesem Zusammenhang verweist die Börse noch auf die massive 1,5 Mrd. US-Dollar schwere Bitcoin-Investition des großen Autobauers Tesla im Februar, denn bereits über diese hätten Anleger einen „direkten“ Zugang zu BTC per Aktie/Wertpapier bekommen. Allein deswegen bräuchte es neue Investitionsprodukte, die einen direkten Draht zur marktführenden Kryptowährung bieten, damit die Anleger nicht mehr auf Kompromisslösungen angewiesen sind, die nur „eine teilweise Investition in Bitcoin ermöglichen und zudem noch mit anderen Risiken behaftet sind“.

Die Börsenaufsicht folgt dieser Argumentation nicht, und führt ähnliche Gründewie bei den Ablehnungen der direkten Bitcoin-ETFs von VanEck und WisdomTree im November bzw. Dezember an. Bisher hat die SEC noch keinen Indexfonds durchgewunken, der die zugehörigen Bitcoin-Vermögen direkt ankauft. Lediglich auf Bitcoin-Futures basierende ETFs sind in den USA bisher genehmigt.

Für Mitte März steht noch die Entscheidung über den Direkt-ETF der New York Digital Investment Group (NYDIG) an, deren Antrag erst vor wenigen Tagen verschoben wurde.

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Weiter, immer weiter – Mining-Difficulty von Bitcoin festigt sich auf Rekordhoch

Bitcoin kann den neuen Bestwert für den Mining-Schwierigkeitsgrad weiter etablieren und in den nächsten 12 Tagen winkt schon der nächste Rekord.

Das Blockchain-Netzwerk von Bitcoin (BTC) hat ein neues Rekordhoch für den Mining-Schwierigkeitsgrad aufgestellt, der bei einem Wert von 26,643 Bio. und einer durchschnittlichen Hashrate von 190,71 Exahash pro Sekunde (EH/s) liegt. Ein klarer Beleg, dass die marktführende Kryptowährung trotz der momentanen Talfahrt noch das Vertrauen der Community genießt.

Die „Difficulty“ für den Abbau von Bitcoin wird anhand der verfügbaren Rechenleistung im Netzwerk festgelegt, denn durch den Schwierigkeitsgrad wird bestimmt, wie aufwendig das Mining bzw. die Bestätigung von Transaktionen ist. Damit soll sichergestellt werden, dass zu jeder Zeit ein Anreiz für Miner besteht, sich am Netzwerk zu beteiligen.

Laut Daten von Blockchain.com war die Difficulty aus verschiedenen Gründen zwischen Mai bis Juli 2021 auf einem Tiefpunkt. Die Hauptursache war dabei der Schlag der chinesischen Regierung gegen die marktführende heimische Mining-Branche.

Mining-Difficulty von Bitcoin. Quelle: Blockchain.com.

Als die chinesischen Miner dann nach und nach in andere Länder umgesiedelt hatten, erholte sich auch die Difficulty langsam wieder. Seit August 2021 ist der Schwierigkeitsgrad wieder kontinuierlich gestiegen und hat am Samstag nun den neuen Rekordwert von 26,643 Bio. erreicht.

Laut Schätzungen von BTC.com wird sich das Bitcoin-Netzwerk in den nächsten 12 Tagen sogar noch auf eine Difficulty von 26,70 Bio. verbessern.

Geschätzte Entwicklung der Bitcoin-Difficulty in den nächsten 12 Tagen. Quelle: BTC.com.

Maßgeblichen Anteil an der Kletterpartie hat der Mining-Pool F2Pool, der in den letzten vier Tagen mit 88 Bitcoin-Blöcken den Löwenanteil beigetragen hat. Poolin kommt mit 76 Blöcken auf Platz 2. Die durchschnittliche Transaktionsgebühr beläuft sich derweil auf 1,58 US-Dollar, was im Vergleich zum Höchststand vom April 2021 geradezu minimal ist, denn damals wurden astronomische 62,78 US-Dollar für eine Transaktion aufgerufen.

Obwohl auch die Aufsichtsbehörden zunehmend für Gegenwind sorgen, ist Bloomberg-Chefanalyst Mike McGlone zuversichtlich, dass sich BTC als Wertaufbewahrungsmittel der Zukunft etablieren kann. Der derzeitige Crash ist angesichts der Stärke des Bitcoin-Netzwerks also vermutlich nur eine Momentaufnahme.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, sieht McGlone Bitcoin in bester Position, spekulative Finanzprodukte wie Aktien und andere Kryptowährungen abzuhängen, denn die geldpolitischen Rahmenbedingungen würden dem Absicherungsmittel immer mehr in die Karten spielen:

„Kryptowährungen sind in der Regel risikobehaftet und spekulativ. Wenn spekulative Finanzprodukte verlieren, dann ist das gut für die Bemühungen der Zentralbank gegen die Inflation, und Bitcoin könnte in einem solchen Szenario letztendlich der große Profiteur sein.“

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Touchdown – NFT-Plattform von Footballstar Tom Brady sammelt 170 Mio. US-Dollar ein

Die auf Sport und Entertainment zugeschnittene NFT-Plattform Autograph kann weiteres Investitionskapital generieren.

Der NFT-Marktplatz Autograph, der unter anderem von Footballstar Tom Brady mitgegründet wurde, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 170 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt.

Wie die Handelsplattform für Non-Funbible Tokens (NFTs) in dieser Woche bekanntgegeben hat, wurde die 170 Mio. US-Dollar schwere Finanzierungsrunde von den namhaften Risikokapitalgebern Andreessen Horowitz (a16z) und Kleiner Perki angeführt. Des Weiteren haben sich die Investmentfirma von Katie Haun, Nicole Quinn von Lightspeed Venture Partners und die in San Francisco ansässige Investmentfirma 01A beteiligt.

Im Zuge der Finanzierungsrunde vermeldet Autograph noch, dass die a16z-Teilhaberin Arianna Simpson und Kleiner-Perkins-Teilhaber Ilya Fushman in den Vorstand der NFT-Plattform berufen wurden. A16z-Teilhaber Chris Dixon wird sich wiederum dem Aufsichtsrat des Krypto-Unternehmens anschließen. Wie es in der Mitteilung des Weiteren heißt, will Autograph das neue Investitionskapital dazu nutzen, die Adoption von Kryptowährungen und NFTs weiter voranzutreiben.

Big news on the @Autograph front. We are pumped to add some really knowledgeable people in the Web3 space to our team. This thread from @cdixon includes some great context on our business. #ToTheMoon https://t.co/Xsmws3KQ05

— Tom Brady (@TomBrady) January 19, 2022

Seit der Gründung im August 2021 arbeitet Autograph mit einigen der größten Organisationen und Stars aus Sport und Unterhaltung zusammen, zumeist um NFT-Kollektionen für diese zu lancieren. So hat zum Beispiel Mitgründer Brady, der Quarterback des amtierenden Super Bowl Champions Tampa Bay Buccaneers, im Dezember mehrere NFTs über die Plattform veröffentlicht, die entscheidende Momente aus seiner Footballkarriere repräsentieren. Weitere Sportstars, die auf Autograph zu finden sind, sind unter anderem Tennisspielerin Naomi Osaka und Skateboardlegende Tony Hawk.

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Bitcoin im Fadenkreuz – EU-Aufsichtsbehörde fordert Abkehr von Proof-of-Work

Die ESMA ist der Ansicht, dass der Stromverbrauch durch PoW zu hoch ist, weshalb es einer strengeren Regulierung des Konsensverfahrens von Bitcoin bedarf.

Erik Thedéen, der Vizepräsident der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), bemängelt, dass immer mehr Stromkapazitäten aus Erneuerbaren Energien für das Mining von Bitcoin (BTC) verbraucht werden.

So erhob Thedéen das Krypto-Mining im Interview mit der Financial Times sogar zum Thema „von nationaler Tragweite“, denn der Abbau von Kryptowährungen gefährdet seiner Meinung nach die verabschiedeten Klimaziele der Europäischen Union (EU).

Ganz besonders das Mining in Form des Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahrens, das hauptsächlich für Bitcoin und verwandte Kryptowährungen genutzt wird, müssten die EU-Aufsichtsbehörden deshalb ins Visier nehmen. Gleichsam schlägt Thedéen vor, dass das alternative Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren, das als deutlich energieeffizienter gilt, stärker gefördert werden müsse:

„Wir müssen eine Diskussion darüber führen, dass die Kryptobranche auf eine energieeffizientere Technologie umsteigt.“

Die in Paris ansässige Investmentfirma Melanion Capital hält dagegen, dass die Forderungen nach einem Verbot für PoW-Mining auf „einem völlig falschen Verständnis“ basieren.

Zudem hätte die dezentralisierte Natur von Bitcoin zur Folge, dass die marktführende Kryptowährung keine eigene Lobbygruppe hat, die deren Interessen vertritt. Dies dürfe jedoch „nicht als Gelegenheit für die Durchsetzung von Regulierungsvorschriften gesehen werden, die eine ganze Branche gefährden“.

Der hohe Energieverbrauch von Bitcoin war bereits im vergangenen Jahr ein heißes Thema, in das sich auch namhafte Köpfe wie Elon Musk, Jack Dorsey und Michael Saylor einmischten. Tesla ging dabei so weit, BTC aufgrund dessen nicht länger als Zahlungsmöglichkeit zu führen. Im Gegensatz zu Thedéen hatten die meisten anderen Kritiker bisher jedoch kein Problem mit der Verwendung von Erneuerbaren Energien für Krypto-Mining. Ganz im Gegenteil hatte Tesla diese eigentlich sogar gefordert, denn erst sobald Bitcoin mindestens zu 50 % durch Erneuerbare Energien abgebaut wird, will der Autobauer den Krypto-Marktführer wieder als Zahlungsweg einbinden.

So oder so müssen die Bitcoin-Anleger angesichts dieser Forderungen nicht in Panik verfallen, denn dass selbst stark einschneidende behördliche Maßnahmen letztendlich positiv sein können, hat sich letztes Jahr in China gezeigt. Hier hatte die Regierung Anfang des Jahres einen massiven Schlag gegen die marktführende heimische Mining-Branche gelandet, der sich für das Bitcoin-Netzwerk im Nachhinein als unerwarteter Segen herausstellte. So hat sich die Hashrate dadurch nicht nur stärker dezentralisiert, sondern bindet nun auch vermehrt Erneuerbare Energien ein. Wie die Bitcoin Mining Council berichtet, belief sich deren Anteil schon im Q3 2021 auf 58 % des Stromverbrauchs von Bitcoin.

 

Global Sustainable Energy Index Quelle: BMC Report

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Türkei führt Bitcoin ein? – Treffen von Erdoğan und Bukele löst Fake-News aus

Die Gespräche zwischen der Türkei und El Salvador hatten Kryptowährungen zwar nicht zum Thema, doch in den sozialen Medien kursierten schnell Gerüchte um eine Einführung.

Bitcoin (BTC) enttäuscht in dieser Woche nicht nur am Markt, denn auch die Hoffnungen um den Auslandsbesuch von Bitcoin-Fürsprecher Nayib Bukele, seines Zeichens Präsident von El Salvador, bei dessen türkischen Pendant Recep Tayyip Erdoğan bleiben für den Krypto-Marktführer ergebnislos, obwohl die Gerüchteküche zwischenzeitlich schon ordentlich am Brodeln war.

Dabei leitete Erdoğan das Treffen mit Bitcoin-Fan Bukele zunächst mit großem Geläut ein, woraufhin die beiden Präsidenten anschließend die neue Botschaft von El Salvador in der Türkei einweihten. In Folge dessen wurden dann noch sechs Abkommen zu Wirtschaft, Freihandel, Rüstung und Bildung abgeschlossen.

Mit den Abkommen soll besonders die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder gestärkt werden, angepeilt wird dabei ein Handelsvolumen von 500 Mio. US-Dollar in den nächsten fünf Jahren. 2020 und 2021 lag der Handel zwischen dem kleinen mittelamerikanischen Land und der Türkei bereits bei 27 Mio. und 50 Mio. US-Dollar.

Mit Spannung wurde das Treffen jedoch aus einem ganz anderen Grund beobachtet, denn nicht nur die Augen der Krypto-Community, sondern auch die der Medien waren darauf gerichtet, ob Kryptowährungen bei den Gesprächen zum Thema werden würden. Dem war scheinbar nicht so, denn bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Bukele seinen Amtskollegen von Bitcoin begeistern konnte.

Dies hat Teile der Krypto-Community allerdings nicht davon abgehalten, Spekulationen und Fake-News über das Treffen zu verbreiten. So haben mehrere Fake-Accounts auf Twitter zur gleichen Zeit Konten von populären Krypto-Experten zu imitieren, darunter Deltaone, Zerohedge und ein vermeintlicher Account von Präsident Bukele, um fälschlicherweise anzukündigen, dass die Türkei als Ergebnis der Gespräche im Februar 2022 Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einführen wird.

Natürlich handelte es sich bei dieser Ankündigung um eine Ente, und der Bukele-Fake-Account LaDictatore wurde kurze Zeit später gesperrt. Nichtsdestotrotz kursiert weiterhin ein Screenshot, der die angebliche News noch immer rege weiterverbreitet.

Ob die gefälschte Ankündigung zum Bitcoin-Crash beigetragen hat, der sich in den Stunden danach manifestierte ist unbekannt, jedoch unwahrscheinlich.

Doch auch die türkische Landeswährung schwächelt derzeit, weshalb viele Beobachter es für denkbar hielten, dass die marktführende Kryptowährung in den Gesprächen zumindest unverbindlich auf die Tagesordnung gesetzt wird. Dass generell Offenheit gegenüber den Innovationen der Kryptobranche besteht, hat die regierende Partei der Türkei zuletzt gezeigt, als sie ein virtuelles Meeting im Metaverse abgehalten hat.

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Einige Zwillinge – Jack in the Box und FTX erzielen Einigung im Prozess um Werbefigur

Der Streit um die frappierende Ähnlichkeit der beiden Maskottchen wurde nun beigelegt.

Die amerikanische Fastfoodkette Jack in the Box hat eine außergerichtliche Einigung mit der Kryptobörse FTX US im Rechtsstreit um das Marken- und Urheberrecht an einer verblüffend ähnlichen Werbefigur erzielt.

Die beiden Streitparteien haben das Bezirksgericht von Süd-Kalifornien dementsprechend am Donnerstag darüber informiert, dass sie sich nun geeinigt haben und eine Aufhebung der Klage wünschen. Die genauen Details der Einigung sind bisher unbekannt.

Die kalifornische Fastfoodkette hatte die betreffende Klage Anfang November eingereicht, wobei diese zum Gegenstand hatte, dass das FTX-Maskottchen „Moon Man“ frappierende Ähnlichkeit zur eigenen Werbefigur „Jack“ hat. Das Markenrecht am Maskottchen von Jack in the Box besteht allerdings schon seit 1995, weshalb das Unternehmen rechtliche Schritte gegen die Nutzung der Kryptobörse eingeleitet hatte.

Die genaue Höhe der gestellten Schadensersatzforderungen von Jack in the Box sind unklar. Die Klage lautete auf Verstoß gegen das Urheberrecht, Verstoß gegen das Markenrecht, Irreführung und unfairen Wettbewerb.

„Anstatt ihre umfangreichen finanziellen Möglichkeiten zu nutzen, um eine eigene Werbefigur bzw. eigenes Geistiges Eigentum zu entwickeln, hat die FTX einfach frech und unrechtmäßig das beliebte Maskottchen ‘Moon Man’ von Jack in the Box kopiert“, wie die Fastfoodkette der Kryptobörse in der Anklageschrift zur Last legt.

Cointelegraph hat die FTX US um Stellungnahme zur erzielten Einigung gebeten, woraufhin ein Sprecher der Handelsplattform entgegnet, dass „die genauen Details der Einigung nicht offengelegt werden und es auch keinen weiteren Kommentar zur Sache gibt“.

I guess they settled with Jack in the box out of court. pic.twitter.com/fu6BBUjObz

— Piney Pineapple (@jim_b4_the_rugs) January 20, 2022

Jack in the Box beschreibt das Aussehen der eigenen Werbefigur in der Klage als „typisch männlicher Erwachsener, bei dem die einzige Ausnahme der besonders große, runde, weiße Kopf, mit blauen Knopfaugen, spitzer Nase und großem Lächeln ist“. Das Maskottchen der FTX US ist ziemlich ähnlich (siehe unten), allerdings sitzen auf dem weißen Kopf im Gegensatz zu Jack eine runde Knollennase, ein verschmitztes Lächeln und zwei charakteristische Augenbrauen.

Doppelgänger wider Willen: Moon Man von FTX  (links) und Jack von Jack in the Box (rechts)

Der „Moon Man“ von FTX ist unter anderem schon bei Spielen der amerikanischen Baseballprofiliga aufgetreten, mit der die Kryptobörse einen lukrativen Sponsoringdeal abgeschlossen hat. Wann und wo der „Doppelgänger“ demnächst wieder zu sehen ist, bleibt unklar.

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Studie: Anzahl der Krypto-Anleger könnte 2022 auf 1 Mrd. Nutzer steigen

Unter anderem die zunehmende Adoption durch Nationalstaaten könnte dafür sorgen, dass der Kryptomarkt bis zum Ende des Jahres die magische Schallmauer durchbricht.

Trotz der aktuellen Schwäche von Bitcoin (BTC) gibt es Hoffnung für die weitere Kursentwicklung, denn laut einer neuen Studie von Crypto.com könnte bis Ende 2022 die magische Grenze von einer Milliarde Krypto-Nutzern erreicht werden.

Allen voran das Beispiel El Salvador, das als erstes Land Bitcoin als Zahlungsmittel eingeführt hat, und eine insgesamt offenere Haltung gegenüber Kryptowährungen könnte gemäß der Studie dazu führen, dass „Nationalstaaten es sich nicht länger leisten können, die Nachfrage ihrer Bevölkerungen nach Krypto zu ignorieren“.

Die Tendenz ist auf jeden Fall schon jetzt steigend, denn im vergangenen Jahr ist die Menge der Krypto-Nutzer bereits um 178 % gewachsen, was von Januar bis Dezember einem Sprung von 106 Mio. auf 295 Mio. neue Nutzer entspricht. Während die beiden einflussreichen Firmen Telsa und Mastercard zum Jahresbeginn für weitere Krypto-Adoption gesorgt hatten, konnte Bitcoin in der zweiten Jahreshälfte höchstselbst per Rekordlauf für neuen Hype sorgen. Auch Ether (ETH) konnte anschließend mit starker Performance den Boom aufrechterhalten.

Besonders der August, also der Monat vor der Einführung von Bitcoin durch El Salvador, sticht heraus, wie aus der zugehörigen Grafik zu entnehmen ist (siehe unten).

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