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CFTC verhängt Strafen in Höhe von 42,5 Mio. US-Dollar gegen Tether und Bitfinex

Die CFTC betont trotz verhängter Strafe gegen den Stablecoin-Herausgeber, dass sie nicht für die Regulierung der Anlageklasse zuständig ist.

Am gestrigen 15. Oktober hat die amerikanische Aufsichtsbehörde für den Futures- und Optionshandel (CFTC) den beiden Schwesterunternehmen Tether und Bitfinex Strafzahlungen in Höhe von 41 Mio. US-Dollar und 1,5 Mio. US-Dollar auferlegt. Grund ist, dass beide gegen das Handelsrecht in Form des Commodity Exchange Acts (CEA) und eine direkte Regulierungsvorgabe der CFTC verstoßen haben.

In diesem Zusammenhang hat die Aufsichtsbehörde entschieden, dass Tether, der Herausgeber des gleichnamigen Stablecoins, in einem 26-monatigen Zeitraum zwischen 2016 bis 2018 lediglich eine Abdeckung von 27,6 % in Form von US-Dollar vorzuweisen hatte. Zur Erklärung: Stablecoins wie Tether sind in der Regel im Verhältnis 1:1 an einen externen Vermögenswert wie den US-Dollar gekoppelt, was eine so geringe Abdeckung zu einem großen Risiko für Anleger macht.

Zudem hat Tether gegen geltendes Recht verstoßen, indem ein großer Teil der eigenen Reserven nicht in Form von Bargeld oder bargeldähnlichen Investitionsprodukten vorlagen.

Zugleich wurde das Schwesterunternehmen Bitfinex von der Behörde wegen „illegaler, außerbörslicher Krypto-Transaktionsgeschäfte mit US-Bürgern“ belangt. In diesem Kontext hätte die Krypto-Handelsplattform auch unrechtmäßig als sogenannter „Futures Commission Merchant“ (FCM) agiert, ohne dafür eine entsprechende Zulassung zu haben.

In der zugehörigen Mitteilung erklärt und bekräftigt CFTC-Kommissarin Dawn Stump die Maßnahmen ihrer Aufsichtsbehörde, wobei sie noch ausdrücklich darauf hinweist, dass daraus „ein falsches Gefühl der Sicherheit für Stablecoin-Nutzer entstehen könnte“, falls diese schlussfolgern sollten, dass die CFTC die Herausgabe von Stablecoins reguliert.

Diese Schlussfolgerung ist jedoch nicht zulässig, denn obwohl die CFTC in diesen beiden Fällen ihre Zuständigkeit für den Handel mit „Commodities“ sehr weit auf Stablecoins ausdehnt, ist die Behörde keinesfalls „mit der alltäglichen Überwachung und Regulierung von Stablecoin-Herausgebern“ beauftragt.

In einer Antwort an die CFTC entgegnet Tether, dass zu jeder Zeit „ausreichende Reserven“ vorhanden wären. Das Einverständnis mit der Strafzahlungen wäre demnach kein Schuldeingeständnis, sondern vielmehr das Bemühen „die Streitsache zu lösen und den Blick in die Zukunft richten zu können“.

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