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Changpeng Zhao macht sich nichts aus Reichtum – behauptet er als Superreicher

Binance macht jedes Jahr zweistellige Milliardengewinne und Changpeng Zhao besitzt als CEO einen erheblichen Anteil an der Börse, was ihn zu einem der reichsten Männer der Welt macht.
Er sagt jedoch, er kümmere sich nicht um Reichtum und kenne nicht einmal die Höhe seines Vermögens.

Kryptowährungen haben viele Menschen reich gemacht, wobei Anleger, Händler, Startup-Gründer und Börsen einen beträchtlichen Teil der Gewinne aus dem 2,5 Billionen Dollar schweren Markt gezogen haben. Doch nur wenige haben mehr Geld verdient als Changpeng Zhao, Gründer und CEO von Binance, der größten Krypto-Börse der Welt. Zhao kümmert sich nicht um Reichtum, sagt er und es sei sein Ziel, das „Evangelium“ der Kryptowährungen zu verbreiten.

Changpeng Zhao sprach mit Erik Schatzker auf dem Bloomberg New Economy Forum. Die beiden sprachen über verschiedene Facetten der Kryptobranche, über Regulierung, Binance-US, warum Bitcoin als Zahlungsmittel noch nicht durchgestartet ist und was die Zukunft bringen wird.

LIVE: The Showdown Over Crypto and Disruptive Technologies with Changpeng “CZ” Zhao, Founder & CEO, Binance and moderator @ErikSchatzker #NewEconomyForum https://t.co/7RRLyJHQnf

— Bloomberg New Economy (@BBGNewEconomy) November 19, 2021

Auf die Frage, wie viel Geld Binance verdient, antwortete er, dass dies von den Werten der auf dem Markt gehandelten Token abhänge. Binance macht kein Geld mit seinen Kryptowährungen. Daher wären die Gewinne jetzt, wo die meisten Token ein Allzeithoch erreicht haben, viel höher als noch vor zwei Jahren, aber nur auf dem Papier, da Binance sie alle hortet.

Binance setzt an einem schlechten Tag etwa 50 und an guten Tagen über 150 Milliarden Dollar um, einen ziemlichen Batzen Geld also. Zhao nannte keine konkreten Gewinnzahlen, doch es seien mehrere zehn Milliarden Dollar pro Jahr.

Changpeng Zhao: Reichtum ist mir egal

Forbes schätzte Zhaos Vermögen in diesem Jahr auf 1,9 Milliarden Dollar. Damit lag er unter dem von Chris Larsen von Ripple mit 3,4 Milliarden Dollar, Coinbase-Gründer Brian Armstrong mit 6,5 Milliarden Dollar und den Winklevoss-Zwillingen von Gemini mit jeweils 3 Milliarden Dollar. Spitzenreiter ist Sam Bankman-Fried, der Gründer von FTX Exchange und Alameda Research, mit 23 Milliarden Dollar.

Binance ist jedoch viel größer als FTX. In den letzten 24 Stunden, während FTX 4,7 Milliarden Dollar umsetzte, lag der Binance-Umsatz bei 41 Milliarden Dollar, also fast zehn Mal höher.

Laut Berichtet gehören Changpeng Zhao mindestens 30% von Binance. Die Börse soll einen Wert von 200 Milliarden Dollar haben, wobei Zhaos Anteil 60 Milliarden betragen würde, was ihn zum reichsten Mann im Bereich der Kryptowährungen und zu einem der 20 reichsten Männer weltweit machen würde, reicher als Michael Bloomberg und Michael Dell.

Aber Zhao ist nicht allzu besorgt über Rankings, sagte er Schatzker.

„Reichtum, Geld und Ranglisten interessieren mich nicht wirklich. Wie ich kürzlich in einem Forbes-Interview sagte, habe ich mir vorgenommen, 99% meines Vermögens zu spenden, bevor ich diese Welt verlasse. Jedes Mal, wenn die Menschen dem Reichtum zu viel Aufmerksamkeit schenken, neigen sie dazu, den Fokus zu verlieren.“

Für Changpeng Zhao ist es das Wichtigste, „ein Instrumentarium für den Zugang zu Kryptowährungen zu entwickeln“.

Eins der Mittel zum Zweck, wie er mehr Menschen zu Kryptowährungen bringen will, ist die Erhebung nur geringer Gebühren auf seiner Plattform. Binance erhebt bereits jetzt weitaus niedrigere Gebühren als seine Konkurrenten Coinbase, Kraken und FTX. Zhao ist der Meinung, dass die Gebühren von Binance noch weiter gesenkt werden können, da die Börse bereits jetzt sehr profitabel ist.

„Ich glaube nicht an kurzfristige Maximierung der Gewinne oder des Shareholder Value. Ich glaube an das Wachstum der Branche, die Bereitstellung des besten Werts für unsere Kunden und dann werden wir wachsen,“ sagte er dem Publikum.

The CEO of Binance, the world’s biggest crypto exchange, says he doesn’t believe in maximizing profits in the short term.

When asked if he’s one of the world’s richest people, he says, “I don’t really care about wealth.” https://t.co/85EqeWf2kK #NewEconomyForum pic.twitter.com/Xwc82Uj5ZY

— Bloomberg New Economy (@BBGNewEconomy) November 19, 2021

Intelligente Vorschriften, Bitcoin-Zahlungen, Krypto-Manifest

Binance hat kürzlich ein Manifest veröffentlicht, in dem detailliert beschrieben wird, welche Rechte die Kunden von Kryptobörsen und welche Pflichten die Kryptobörsen gegenüber ihren Kunden haben sollten. Dieses Manifest war für alle gedacht, von Regulierungsbehörden und Kunden bis hin zu Konkurrenten, sagte Changpeng Zhao. Er glaubt, es gebe zu viele Fehlinformationen über Kryptowährungen  und es sei seine Pflicht und die Pflicht von Binance, hier gegenzusteuern.

Während heute jeder nach Regulierungen ruft, glaubt der ehemalige Coinbase-Ingenieur, dass es sich um „intelligente Regulierungen“ handeln muss.

„Dumme Vorschriften stammen von Regulierungsbehörden, die einen einzigen Maßstab anlegen, der auf die Verringerung von Risiken abzielt. […] Intelligente Vorschriften berücksichtigen mehrere Kriterien, wie die Verringerung des Risikos bei gleichzeitigem Wachstum der Wirtschaft. Wenn die Menschen eine solche Einstellung haben, werden sie sich für die Wirtschaft und für die Regulierung einsetzen.“

Mehr zum Thema: CEO Changpeng Zhao: Durchsetzung von Krypto-Regulierungen ist ein Vorteil für Binance

In Bezug auf die „Bitcoin wird den US-Dollar ersetzen“ – Debatte glaubt Zhao, dass dies ein wenig verfrüht sei. Außerdem sei es unklug, den Dollar sofort zu ersetzen, meint er. Vielmehr würde eine langsame Integration von Bitcoin dem Finanzsystem der Welt sehr gut tun. Auf diese Weise könne man die Auswirkungen auf Wirtschaft und Geldpolitik beobachten, bevor man den nächsten Schritt mache.
In dem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die derzeitigen Finanzsysteme in einigen Aspekten recht gut funktionieren. Zum Beispiel sei es bequem, einfach und billig, seinen Kaffee mit einer Kreditkarte zu bezahlen. Aus diesem Grund hat Bitcoin diesen Markt nicht erobert. Globale Zahlungen zwischen Ländern seien jedoch nach wie vor langsam und teuer, und genau dafür sei Bitcoin am besten geeignet.

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