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China kurz vor Finanzkrise wie 2008 – „Das ist gut für Bitcoin“

Während Bitcoin seine gute Ausgangslage beibehält, überschlagen sich die Ereignisse in China.

Bitcoin (BTC) konnte am heutigen Donnerstagmorgen die 48.000 US-Dollar Marke verteidigen, nachdem sich in China aktuell ein Fall ähnlich der Pleite um die berühmt-berüchtigte Investmentbank Lehman Brothers abspielt, was die Stimmung auf dem Kryptomarkt wiederum hebt.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Tether von Evergrande unberührt

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, liegt BTC/USD aktuell knapp bei 48.000 US-Dollar.

Obwohl der Marsch in Richtung 50.000 US-Dollar zwar nicht ganz so kraftvoll ist, wie von den Analysten erhofft, sorgt der Beginn einer möglichen Finanzkrise in China für neuen Rückenwind bei den Krypto-Anlegern.

Hintergrund ist, dass die Evergrande Real Estate Group, der zweitgrößte Immobilienkonzern des Landes, zurzeit übermäßig stark verschuldet ist und nun sogar den Anleihehandel aussetzen musste.

Eine Pleite des 300 Mrd. US-Dollar schweren Konzerns könnte der Stein des Anstoßes für eine chinesische Finanzkrise sein, weshalb Beobachter Parallelen zur Wirtschaftskrise von 2009 sehen.

„China bekommt gerade einen eigenen Lehman-Brothers-Moment. Es wird massiv Geld gedruckt werden. Ich wiederhole: Massiv!“, so Krypto-Experte PlanB angesichts der jüngsten Entwicklungen. Dem fügt er an:

„Das ist gut für Bitcoin.“

Damit spielt der Analyst darauf an, dass Chinas Regierung entweder beträchtliche Gelder für Evergrande zur Verfügung stellen muss oder die möglichen Konsequenzen ausbaden muss, die möglicherweise die gesamte Wirtschaft des Landes zum Kollaps führt.

So oder so muss wohl im großen Stil Geld „gedruckt“ werden, was schon in den vergangenen Monaten der wohl treibende Faktor hinter dem Bitcoin-Rekordlauf von 3.000 US-Dollar zum Beginn der Coronakrise bis auf 64.500 US-Dollar knapp ein Jahr später war.

Bei Redaktionsschluss liegt die Aktie von Evergrande auf 2,63 Hongkong-Dollar, was einen Abschwung von ziemlich genau 50 % seit Juli (5,26 HKD) bedeutet. Zu Spitzenzeiten lag das Wertpapier 2017 noch bei mehr als 30 HKD.

Evergrande-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Der große Stablecoin-Herausgeber Tether (USDT) betont derweil, dass er mit seinen Reserven nicht in die mögliche Krise verstrickt ist.

Gute Ausgangslage für Bitcoin

Bitcoin verteidigt derweil knapp die 48.000 US-Dollar Marke und hält sich damit über einigen wichtigen Moving-Averages (Gleitenden Mitteln).

In dieser Woche hat die marktführende Kryptowährung bereits ein „Goldenes Kreuz“ gebildet, was die Hoffnungen schürt, dass pünktlich zum Q4 ein neuer Aufwärtstrend in Schwung kommt.

#BTC has successfully rebounded from the blue 50-day EMA after holding it as support for several days$BTC #Crypto #Bitcoin https://t.co/QfAjLPC7aA pic.twitter.com/x2JZnvA01V

— Rekt Capital (@rektcapital) September 15, 2021

Das „Worst-Case-Szenario“ von 43.000 US-Dollar wandelt sich schon im Oktober laut dem viel zitierten Stock-To-Flow (S2F) Prognosemodell in ein Minimalziel von 63.000 US-Dollar um.

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