Coinbase Erfahrungen und Test

Gerade für alle, die neu in das Thema Kryptohandel und Kryptowährung einsteigen, ist der erste Überblick verwirrend. Denn Anbieter gibt es wie Sand am Meer, wie soll man die Spreu vom Weizen trennen? In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen mit dem Anbieter Coinbase schildern und einige Tipps und Tricks verraten, beispielsweise wie du auch ohne Eigenkapital loslegen kannst.

 

Was ist Coinbase überhaupt?

Coinbase ist eine der führenden Handelsplattformen für Kryptowährungen. Mit einem Account kannst du sofort loslegen und echte Kryptowährungen („Coins“) kaufen und verkaufen. Gerade für Einsteiger ist dieser Anbieter sehr zu empfehlen, denn er prüft alle Währungen, bevor diese zum Handeln freigegeben werden.

Was zunächst als Zensur wahrgenommen wird, dient dem Schutz sehr unerfahrener Trader, denn es gibt sehr viele Kryptowährungen die lediglich das Ziel verfolgen, kleine Investoren das Geld aus der Tasche zu ziehen.

 

Unterschiede zu Coinbase Pro

Zusätzlich existiert auf der Webseite und als separate App eine Pro-Version. Hier sind bedeutend mehr Kryptowährungen verfügbar und es gibt spezielle Ansichten, die für Neueinsteiger nicht geeignet beziehungsweise mehr verwirrend als hilfreich sind. Solltest du also neu im Trading sein, behalte Coinbase Pro im Hinterkopf, beschäftige dich aber noch nicht zu sehr damit.

 

Die ersten Schritte auf Coinbase

Wie bei jedem Anbieter musst du dich zunächst anmelden und auch verifizieren. Das geht ganz einfach und schnell. Bevor es los gehen kann musst du auf die vollständige Verifizierung warten, das dauerte bei mir ungefähr zwei Stunden.

Und hier auch schon der erste Tipp: Wenn dein Account verifiziert ist, bist du für die „Earn“-Sektion freigeschalten, hier werden dir unregelmäßig neue oder bestehende Kryptowährungen vorgestellt und nach 2 bis 5 kurzen Fragen erhältst du absolut kostenfrei und ohne Bedingungen zwischen 1$ und 10$ in Form der vorgestellten Währung! Ich habe in meiner ersten Woche vier dieser Earnings erhalten und konnte mit einem Startkapital von stolzen 23 Euro meine ersten Schritte in der Kryptowelt gehen – ganz ohne Risiko, denn es war ja nicht mein Geld!

Achte also immer auf den entsprechenden Bereich in der App.

 

Einzahlung und Auszahlung bei Coinbase

Natürlich ist für alle der Part „Auszahlungen“ extrem wichtig. Denn ein seriöser Anbieter hält die Hürden für eine Auszahlung gering. Und auch hier kann ich dich beruhigen: In meiner Zeit bei Coinbase habe ich mehrere Auszahlungen getätigt, alle kamen immer zuverlässig an, egal ob es nun 20 Euro auf PayPal waren oder 5000 Euro auf das Bankkonto. Und bei allen Auszahlung war das Geld schon nach wenigen Minuten gutgeschrieben, wobei PayPal sogar schon klingelt, wenn der Button „Auszahlen“ gedrückt wurde.

Bei der Einzahlung würde ich dir dringend Empfehlen auf „Sofort“-Methoden zu verzichten. Ich musste leidlich erfahren, dass „Sofort“ eben nicht sofort bedeutet, sondern „Sofort, in 3-6 Tagen“. Nutze die SEPA-Bank-Überweisung zum einzahlen von Guthaben, die Gutschrift erfolgt in der Regel innerhalb von 60 Minuten und ist kostenfrei, wohingegen bei der „Sofort“-Bezahlmethode knapp 2 Euro Bearbeitungsgebühren fällig werden.

 

Kryptowährungen versenden und empfangen

Neben der Möglichkeit, Geld ein- und auszuzahlen, kannst du die sogenannten Kryptowallets nutzen. Aber auch eine Zahlung an eine E-Mail-Adresse ist ganz einfach möglich und kommt sofort an. Hierbei solltest du natürlich sicherstellen, dass der Empfänger mit dieser Adresse einen Account bei Coinbase hat.

In deinem Coinbase-Account (auf der Webseite) unter Einstellungen und „Kryptowährungsadressen“ findest du deine Adressen.

 

Den ersten Trade auf Coinbase vorbereiten

Im Grunde hat man ja schon ein paar Coins, dank der gratis Möglichkeiten durch die vorgestellten Kryptowährungen. Ich finde das Handeln sehr intuitiv aber es ist auch einiges zu beachten.

Zum einen kosten die meisten Aktionen Gebühren, das solltest du unbedingt im Hinterkopf behalten. Gerade in den ersten zwei Wochen ist es mir wirklich passiert, dass ich zwar ein gutes Plus verzeichnen konnte (immerhin 60 Euro, dafür das ich bis dahin noch nichts eingezahlt hatte), allerdings total übersah, wie viel Gebühren abgezogen wurde. Es macht aus diesem Grund sehr viel Sinn, vorher zu denken und nicht danach!

Damit kommen wir endlich zu den richtig spannenden Themen. In den ersten Tagen würde ich es genau so noch einmal machen: einfach drauflos handeln und die Plattform kennenlernen. Mit der Zeit wirst du dich dann in eine der Tradergruppen aufteilen (oder beide kombinieren), nämlich:

 

–Die Hodler

Wenn du auf Coinbase unterwegs bist und gar keine Lust hast viel Zeit mit den Charts (kommen später noch) oder tieferen Analysen zu beschäftigen, wirst du vermutlich ein Hodler – also ein Trader, der eine Währung kauft und dann abwartet.

Unter uns, ich bin nicht wirklich geduldig, daher habe ich sehr viel am Tag auf Coinbase verbracht, denn ich gehörte zur zweiten Gruppe.

–Die Day-Trader

Als Day-Trader solltest du schon etwas Erfahrung haben oder zumindest Glück. Hierbei geht es nicht um langfristige Investitionen, sondern kurze, lohnenswerte Käufe. Es ist also essenziell einen Chart lesen und Trends vorhersehen zu können. Ich erzähle gleich, auf was ich so sehe und wie meine Erfahrungen sind.

 

Kurzer Hinweis zum Trading allgemein

Ich weiß, hier sollte nur viel Input stehen und es geht auch gleich weiter. Da ich meine Erfahrungen teilen möchte, gehört der folgende Tipp auf jeden Fall dazu: Handel mit Kryptowährung immer so, als würdest du das Geld verbrennen. Kein Scherz! Hier geht es um Glück, wie auch an der Börse oder beim Lotto spielen, man kann erahnen wie ein Kurs verlaufen könnte oder auf sein Glück hoffen, aber eine Garantie hat man nie. Also Investiere nur das, was du auch ohne Probleme verlieren kannst. Dann macht alles auch bedeutend mehr Spaß.

 

Die erste Kryptowährung auf Coinbase auswählen

Je nachdem ob du die Browser-Variante oder die Smartphone-App benutzt sieht alles etwas unterschiedlich aus. Im Grunde sind aber alle Grundfunktionen überall identisch. In der App gibt es zusätzlich noch die sogenannten “Top Mover”, also Kryptowährungen die besonders stark gefallen oder gestiegen sind. Meiner Erfahrung nach ist ein Blick in diese Sektion in Ordnung, sollte aber nicht ausschlaggebend sein, denn wenn ein Coin schon “moved”, hast du den Zeitpunkt zum Kaufen meistens schon verpasst.

In der normalen Coinbase Version gibt es immer zwischen 65 und 75 Kryptowährungen zur Auswahl. Ich habe mir jede einzelne Währung angesehen und aus dem Bauch heraus entschieden, ob ich sie kaufe oder nicht. Bedenke das ich absolut keine Ahnung von Charts, Trends oder sonst etwas hatte. Wenn ein Währungschart gut aussah, habe ich zugeschlagen und gehofft, dass es was wird.

Natürlich hier wieder ein paar Tipps, damit es einfacher wird, gute Währungen zu erkennen. Beachte aber bitte, dass es einfach nur meine Gedanken im Rahmen dieses Artikels sind.

 

–Erkenne den Auswärtstrend

Falls du nebenbei auf Coinbase unterwegs bist, öffne irgendeine beliebige Kryptowährung. Du siehst in jeder Version einen Chart. Ich schaue mir hier immer drei Zeitspannen an: die letzte Stunde und Woche, sowie das letzte Jahr. Ob du das auch so machst, musst du entscheiden. Wenn alle drei Charts einen Aufwärtstrend anzeigen, ist dies für mich ein gutes Argument zu kaufen.

Du erkennst Aufwärtstrends ganz einfach, indem du eine gedankliche Linie vom ersten Punkt des Charts auf der linken Seite, zum letzten Punkt des Charts auf der rechten Seite ziehst. Ist die gedachte Linie steigend, ist die Währung im Aufwärtstrend. In meinem Beispiel siehst du die rote Linie – ein Aufwärtstrend.

–Kaufe nicht im Abwärtstrend

Überraschender weise ist es im Abwärtstrend genau umgedreht. Dort zeigt die gedachte Linie nach unten. Dies bedeutet aber nicht immer auch gleich, dass du diese Währung nicht kaufen solltest.

Denn der beste Moment eine Kryptowährung zu kaufen ist nicht dann, wenn sie am Höchsten steht, sondern wenn sie am tiefsten steht. Daher schaue dir auch die anderen Charts gut an. Man erhält dann ein Gesamtbild und kann sich für oder gegen einen Kauf entscheiden.

–Lass es lieber im Seitwärtstrend

Ein Seitwärtstrend ist immer gefährlich. Die gedachte Linie ist dann fast horizontal und dadurch kann es entweder nach oben oder auch nach unten gehen. Wenn mehrere Charts nicht gut zu lesen sind oder ein schlechtes Gefühl hinterlassen, kaufe ich auch nicht.

–Verkaufe nicht zu schnell

Zu meinen bittersten Erfahrungen zählen immer Ereignisse, bei denen ich einfach viel zu Ungeduldig war. Daher mein Tipp: Setze dir vorher ein Ziel (zum Beispiel “Wenn die Kryptowährung um 5 Euro steigt verkaufe ich”) und halte dich daran. Ich hatte eine Währung gekauft und wollte bis zum nächsten Tag dabei bleiben. Am Abend sah ich nochmal in die App und meine Währung stieg um +35 Prozent. Ich habe sofort alles verkauft und mich über 15 Euro Gewinn gefreut.

Am nächsten Morgen hatte genau diese Kryptowährung aber +195 Prozent! Somit hätte ich gut 80 Euro Gewinn gemacht. Aber die Ungeduld.

 

Erste Schritte mit Coinbase Pro

Nachdem ich ungefähr zwei Monate auf Coinbase gehandelt und meinen eigenen Weg gefunden habe, wollte ich mir mehr Wissen aneignen. Also las ich viele Bücher, schaute den Gurus auf YouTube zu und transferierte mein komplettes Guthaben auf Coinbase Pro. Ich musste mich auch nicht separat registrieren, sondern konnte mich direkt anmelden.

Im Grunde kann ich jedem nur empfehlen die Plattform zu wechseln, sobald ein Grundverständnis vorhanden ist. Abgesehen von bedeutend weniger Gebühren, ist die Auswahl an Kryptowährungen größer und die Ansicht der einzelnen Charts viel detaillierter.

 

Währung von Coinbase auf Coinbase Pro transferieren

Wenn man sich einmal bei Coinbase Pro angemeldet hat, kann man in der “Withdraw”-Ansicht den entsprechenden Account auswählen und kostenlos alles von einer Plattform auf die andere (und wieder zurück) schicken.

Falls Coinbase Pro nichts für dich ist (ich habe mich auch lange davor gedrückt) nutze die Plattform aber auf jeden Fall für deine Auszahlungen. Die Gebühren auf Coinbase Pro sind bis zu 80 Prozent geringer als auf Coinbase, da hier meist nur Profis mit bedeutend höheren Summen handeln.

 

Die Chartansicht auf Coinbase Pro verstehen

Leider kann man sich in Coinbase Pro nur eine Kryptowährung anzeigen lassen. Dafür sieht man auch bedeutend mehr, beispielsweise die sogenannten Candle-Sticks und das Order Book. Profi-Trader arbeiten ausschließlich mit diesen beiden Funktionen, daher möchte ich auch darauf eingehen.

–Das Order Book

Mein wichtigstes Instrument das ich auf Coinbase Pro nutze, ist das sogenannte Order Book. Auf den ersten Blick hat es mich total überfordert, aber als ich verstanden hatte, was es damit auf sich hat, sind meine Glückstreffer beim Handeln gestiegen, weil das Order Book eines der wenigen sicheren Dinge beim Trading darstellt.

Aber was sieht man da überhaupt? Ganz einfach gesagt: alle geplanten Käufe (grün) und Verkäufe (rot) für diese Kryptowährung. Und somit weiß man sofort, zu welchem Preis man einkaufen und verkaufen kann.

Wenn du im Order Book beispielsweise siehst, dass ein großer Trader 50.000 Coins bei 1,255 Euro verkauft und ein anderer 100.000 Coins bei 1,111 Euro einkaufen wird, kannst du das für dich nutzen:

Setze deinen Kauf auf 1,112 Euro (also kaufst du bevor der “große” zuschlägt) und den Verkauf bei 1,254 Euro (bevor viele Coins abgestoßen werden) und schon schwimmst du super mit und hast im besten Fall einen guten Schnitt gemacht.

–Die Candle-Sticks

Zugegeben würde es den Rahmen des Artikels sprengen, detailliert auf die Candle einzugehen. Meine Erfahrungen sind aber sehr positiv und daher kann ich dir nur wärmstens Empfehlen, dich mit dieser Systematik auseinander zu setzen. Diese Candle-Sticks gehören zur tieferen technischen Analyse und zeigen einen besseren Trend, als der normale Chart.

Im Grunde siehst du immer folgendes: Die positive “Kerze” ist (meistens) blau oder grün, während die negative Kerze fast immer rot dargestellt wird.

Oben und unten können kleine Striche entstehen, diese nennt man Docht (wenn der Strich oben ist, der Docht zeigt den höchsten Kurs an) oder Lunte (wenn der Strich unten ist, die Lunte zeigt den tiefsten Kurs an). Anhand der entsprechenden Darstellung kannst du mit etwas Übung erkennen, ob in den nächsten Sekunden und Minuten der Trend eher positiv oder negativ ist.

 

Fazit und Empfehlung zu Coinbase und Coinbase Pro

Ich hoffe dieser Einblick in Coinbase und Coinbase Pro hat dir ein wenig geholfen. Wenn du ganz neu im Trading bist, solltest du mit Coinbase starten und dort die kostenfreien Kryptowährungen absahnen, um risikofrei die ersten Trades durchzuführen. Ansonsten lohnt es sich hin und wieder in Coinbase Pro hineinzuschauen oder die geringeren Gebühren auszunutzen.

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