Kategorien
News

Dark-Web-Drogenhändler wegen Geldwäsche von 137 Millionen Dollar in Bitcoin angeklagt

Der Dark-Web-Drogenhändler Ryan Farace (Xanaxman) wurde in den USA angeklagt, 137 Millionen Dollar in Bitcoin gewaschen zu haben.
Blockchain-Technologie erweist sich für Microsoft und Tech Mahindra als nützlich im Kampf gegen Piraterie.

Ein Dark-Web-Drogenhändler namens Ryan Farace wurde angeklagt, 137 Millionen Dollar in Bitcoin gewaschen zu haben. Farace, der auch als Xanaxman bekannt ist, verbüßte vor der jüngsten Anklageerhebung eine 57-monatige Haftstrafe.

Mit Hilfe seines Vaters Joseph Farace hat Farace seine illegalen Drogengeschäfte wahrscheinlich auch im Gefängnis fortgesetzt. Dies geht aus der in der vergangenen Woche veröffentlichten Anklageschrift des Bundesgerichts von Maryland hervor. Darüber hinaus hat Farace zwischen Oktober 2019 und April 2021 eine beträchtliche Summe an Erträgen gewaschen.

Im Februar und Mai beschlagnahmte die US-Drogenbekämpfungsbehörde 2.875 bzw. 59 Bitcoins von Adressen, die mit Farace in Verbindung stehen. Diese digitalen Vermögenswerte belaufen sich zu aktuellen Marktkursen auf über 137 Millionen US-Dollar.

Drogenhandel im Dark Web

Zuvor wurde Farace zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er die Anti-Angst-Droge Alprazolam (oder Xanax) im Dark Web verkauft hatte. Aus einem Gerichtsbeschluss vom November 2018 geht hervor, dass er angewiesen wurde, etwa 4.000 Bitcoins, die er mit dem illegalen Geschäft verdient hatte, einzubehalten. Dieser Betrag ist derzeit 187,2 Millionen US-Dollar wert.

Darüber hinaus wurde er angewiesen, andere nicht kryptografische Erlöse aus seinen Drogengeschäften auszuhändigen. Diese beliefen sich auf mehr als 5,6 Millionen Dollar in bar und in Sachwerten. Aus den jüngsten Gerichtsdokumenten ging jedoch nicht hervor, ob die Vollzugsbehörde von den frisch beschlagnahmten Bitcoins wusste oder ob Farace sie während seiner Haftzeit erworben hatte.

Seit langem kämpfen die Behörden gegen die Einführung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, weil sie Kriminalität ermöglichen. Sie bieten den Nutzern ein hohes Maß an Anonymität und ermöglichen es Kriminellen, Interesse zu wecken, was sie zu einem beliebten Zahlungsmittel im Dark Web macht.

Die Schließung des Silk-Road-Marktes 2013 war eine der größten Bitcoin-Verhaftungen im Dark Web. Der berüchtigte Markt war einer der größten illegalen Marktplätze für den illegalen Drogenhandel. Die Schließung des Marktes bedeutete jedoch nicht das Ende aller illegalen Aktivitäten. Ein Bericht der Blockchain-Analyseplattform Chainalysis zeigt, dass allein im Jahr 2019 Kryptowährungen im Wert von rund 800 Millionen Dollar ins Dark Web verschoben wurden.

Blockchain-Technologie für Anti-Piraterie-Maßnahmen genutzt

Dennoch bleibt die Blockchain-Technologie, die den Kryptowährungen zugrunde liegt, ein kritischer technischer Punkt. So kündigte Microsoft kürzlich an, die Ethereum-Blockchain-Technologie zu nutzen, um die weit verbreitete Piraterie zu bekämpfen.

In Zusammenarbeit mit Alibaba und Forschern der Carnegie Mellon University untersuchten Microsoft-Forscher das Blockchain-basierte Anreizsystem gegen Piraterie. Unter dem Titel „Argus: A Fully Transparent Incentive System for Anti-Piracy Campaigns“ (Ein vollständig transparentes Anreizsystem für Anti-Piraterie-Kampagnen) bietet es einen vertrauenslosen Anreizmechanismus für Piraterie-Melder. Argus schützt auch die Informationen, die von den offenen anonymen Informanten geliefert werden.

Wichtig ist, dass Argus mit einem entsprechenden Wasserzeichen-Algorithmus die Rückverfolgung von raubkopierten Inhalten bis zur Quelle ermöglicht. Ein sogenanntes Information-Hiding-Verfahren stellt sicher, dass nicht zwei Informanten die gleiche Kopie mit Wasserzeichen melden können. Das System verfügt außerdem über anreizmindernde Sicherheitsvorkehrungen, um zu verhindern, dass ein und derselbe Informant dieselbe Raubkopie unter verschiedenen Pseudonymen meldet.

Was die Gebühren für das Ethereum-Netzwerk angeht, so sorgt das System für Kosteneffizienz, indem eine Meldung mit 14 ETH-Transaktionen gleichgesetzt wird. In ähnlicher Weise wurde die Blockchain von dem IT-Unternehmen Tech Mahindra zur Bekämpfung der Piraterie eingesetzt.

Der Beitrag Dark-Web-Drogenhändler wegen Geldwäsche von 137 Millionen Dollar in Bitcoin angeklagt erschien zuerst auf Crypto News Flash.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.