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Deutscher Vermögensverwalter Union-Investment sucht Bitcoin-Engagement für mehrere Fonds

Union Investment wird bestehende Fonds um Krypto-Investments ergänzen, ohne das Risikoprofil zu beeinträchtigen.
Andere Fondsmanager in Deutschland interessieren sich angesichts der neuen Gesetze ebenfalls auf Krypto-Angebote.

Der deutsche 500-Milliarden-Dollar schwere Vermögensverwalter Union Investmentung sucht nach Bitcoin-Engagements für mehrere seiner Fonds. Dies geschieht im Rahmen des Angebots für institutionelle Kunden.

Interessanterweise hat Union Investment bereits Anfang des Jahres einen Pilotversuch mit Bitcoin-Zertifikaten durchgeführt. Dabei wurden erstmals Krypto-Assets in einem Mischfonds mit nur 1% Bitcoin-Exposure eingesetzt. „Dabei handelte es sich um Delta-1-Zertifikate im PrivatFonds Flexibel Pro,“ wie Bloomberg berichtete.

Seit dem vergangenen Monat setzen die deutschen Aufsichtsbehörden die neuen, günstigen Gesetze für Kryptowährungen in der Kategorie Spezialfonds um. Diese Gesetze erlauben es institutionellen Akteuren, bis zu 20% in Kryptowährungen zu halten.

Mehr zum Thema: Deutschland: Institutionelle Fonds dürfen ab sofort bis zu 20% in Kryptowährungen anlegen

Union Investment strebt jedoch zunächst ein geringes Engagement an. In einem Interview mit Bloomberg News sagte der Portfoliomanager des Unternehmens, Daniel Bathe:

„Wir erwägen, Bitcoin in kleinen Mengen von 1% bis maximal 2% in eine Handvoll anderer Fonds für Privatanleger aufzunehmen. Bitcoin eignet sich gut für die Diversifizierung von Portfolios, da er langfristig oft keine Korrelation zu klassischen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen aufweist.

Bathe stellte jedoch klar, dass sein Unternehmen keine neuen Fonds auflegen wird. Vielmehr werden lediglich Vorkehrungen getroffen, um den bestehenden Fonds Krypto-Assets in kleinen Beträgen hinzuzufügen. Auch soll das Risikoprofil der bestehenden Fonds nicht verändert werden.

In den USA halten bereits mehrere institutionelle Fonds Bitcoin und betrachten ihn als Wertaufbewahrungsmittel. Bathe fügte hinzu: „Wir beobachten, dass dieser Trend zunehmend auch in Europa Einzug hält. Darauf wollen wir vorbereitet sein“.

Steigerung institutioneller Krypto-Investitionen in Europa

Der Einstieg von Union Investment in Kryptowährungen ist ein großer Schritt und kann die Verbreitung von Bitcoin und Kryptowährungen auf dem europäischen Kontinent fördern. Zum 30. Juni verwaltete Union Investment ein Nettovermögen von 500 Milliarden US-Dollar und ist damit der größte Vermögensverwalter Deutschlands. Auch der deutsche Wertpapiermakler S Broker hat kürzlich eine Reihe von Krypto-Angeboten angekündigt.

Das ermöglicht seinen Kunden, über ETFs, 40 Zertifikate und andere individuelle Aktienangebote in digitale Vermögenswerte und Blockchain-Technologie zu investieren. Die Krypto-Landschaft in Deutschland entwickelt sich weiter, und wir werden dasselbe in ganz Europa sehen. Sören Hettler, Analyst bei der DZ Bank, die zum genossenschaftlichen Sektor gehört, sagte:

„Ein vereinfachter Einstieg in das Marktsegment für institutionelle und private Investoren ist eine Entwicklung, die sich seit einiger Zeit abzeichnet und als wichtiger Einflussfaktor für die Bitcoin-Kursgewinne zwischen Herbst 2020 und Anfang dieses Jahres gilt.“

Hettler warnte jedoch auch vor den Risiken, die mit einem Engagement in Kryptowährungen einhergehen. Der Kryptomarkt ist derzeit von Optimismus geprägt, da Bitcoin und Altcoins solide Gewinne erzielen.

Bitcoin hat sich von seinem Tiefststand im Juli 2021 bei unter 30.000 Dollar erholt. In den letzten 50 Tagen hat Bitcoin um mehr als 66% zugelegt. Bei Redaktionsschluss wurde Bitcoin mit einem Preis von 52.637 Dollar und einer Marktkapitalisierung von 990 Milliarden Doller gehandelt.

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