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Die Korrelation von Bitcoin und Nasdaq 100 ist nahezu vollständig verschwunden – Was bedeutet das?

Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienindex Nasdaq 100 ist in den letzten Tagen auf nahezu Null gesunken.
Analysten sind geteilter Meinung darüber: Insbesondere das Potenzial von Bitcoin als Inflationsabsicherung ist ein kontrovers diskutiertes Thema.

Bitcoin (BTC), die größte Kryptowährung der Welt mit einer Marktkapitalisierung von 1,1 Billionen Dollar, verliert seine de facto direkte Koppelung an den Nasdaq 100. Der Nasdaq 100 ist ein Börsenindex, der die Aktien der 100 führenden Nicht-Finanzunternehmen an der Nasdaq-Börse abbildet.

Seit Februar 2020 hat sich der Bitcoin in enger Korrelation zu den US-Aktienmärkten entwickelt. Im September dieses Jahres erreichte sie ihren Höhepunkt, was in der Praxis bedeutete, dass sich Bitcoin- und Tech-Aktien-Kurse parallel zueinander bewegten.

Doch seit Ende SeptemberIn hat sich diese Wechselbeziehung jedoch fast vollständig aufgelöst: der Nasdaq 100 stieg seitdem um 11%, Bitcoin aber um 40%. Gleichzeitig machte Bitcoin Schlagzeilen als bevorzugte Absicherung gegen die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Inflation. Der Bitcoin-Kurs bewegte sich auch auf die 70.000-Dollar-Marke zu, was auf einen erhöhten Kaufdruck in der Weltwirtschaft hindeutet. Auch institutionelle Anleger haben in den letzten Monaten ihr Engagement in Kryptowährungen erhöht.

Bitcoin und Aktienmarktindizes

Gleichwohl bezweifeln etliche Branchenkenner, dass Bitcoin ein wirksamer Inflationsschutz ist. Hauptargument für diese Auffassung ist die extreme Volatilität aller Kryptowährungen. Nachdem Bitcoin noch vor einer Woche nah an 70.000 Dollar war, hat er nun weit über 10% verloren und wird wieder unter 60.000 gehandelt. Unsere Daten zeigen, dass BTC bei Redaktionsschluss bei 59.178 Dollar lag und im Laufe des vergangenen Tages 2,4% verloren hat. Es gibt jedoch auch politische Ereignisse, die zu dieser Entwicklung führten.

Im Gespräch mit Bloomberg sagte Carsten Menke, Leiter des Next-Generation-Research bei der Bank Julius Bär in Zürich:

„Das Fehlen einer konsistenten und negativen Korrelation zwischen Bitcoin und Aktien deutet darauf hin, dass Bitcoin noch kein sicherer Hafen ist.“

Darüber hinaus merkte er an, dass Bitcoin, wie andere risikobehaftete Vermögenswerte, in Zeiten von Finanzmarktstress dazu neigt, ernsthaft zu verlieren. Der Kursrückgang von Bitcoin hat sich auf dem breiteren Kryptomarkt niedergeschlagen, da die gesamte Marktkapitalisierung von über 3 auf 2,7 Billionen gefallen ist. Altcoin-Investoren mussten einen Vermögensverlust von über 200 Milliarden Dollar hinnehmen.

Esme Pau, eine Analystin der China Tonghai Securities in Hongkong, hat jedoch einen positiven Ausblick auf Bitcoin. Er sei ein vernünftiges Instrument, um sich vor Inflation zu schützen, sagt sie. Es brauche allerdings eine eher langfristige Sichtweise, und man dürfe sich nicht von kurzfristigen Kurs-Schwankungen beirren lassen.

„Ich möchte die Anleger auffordern, sich auf den längerfristigen Trend zu konzentrieren, und denke nicht, dass kurzfristige Veränderungen der Korrelation als repräsentativ angesehen werden sollten.“

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