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Die SEC ermittelt gegen die weltweit größte dezentrale Finanzplattform Uniswap

Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen Uniswap Labs, die Entwickler der größten dezentralen Finanzplattform der Welt.

Wall Street Journal berichtet, dass die Aufsichtsbehörde nach Informationen über die Marketing- und Anlegerdienste von Uniswap sucht.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat eine Untersuchung gegen Uniswap, die größte dezentrale Finanzplattform der Welt eingeleitet. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge untersucht die SEC das Marketing und die Anlegerdienste von Uniswap. Die Untersuchung erfolgt einen Monat, nachdem SEC-Chef Gary Gensler seine Behörde als für DeFi-Plattformen zuständig erklärte.

Uniswap ist eine auf Ethereum basierende dezentrale Börse, die es den Kunden ermöglicht, auf Ethereum basierende Token zu tauschen. Im Gegensatz zu Börsen wie Binance und Coinbase gibt es bei Uniswap keine zentrale Instanz. Uniswap ist zum unangefochtenen Marktführer im DEX-Bereich aufgestiegen und konkurriert sogar mit einigen zentralisierten Börsen in Bezug auf das Handelsvolumen. Uniswap rühmt sich außerdem, einen Gesamtwert von 2,9 Milliarden Dollar zu haben.

In den letzten 24 Stunden wurden 1,62 Milliarden Dollar umgesetzt, mehr als bei Bithumb, Kraken, Bitfinex und Binance.US.

Obwohl Uniswap dezentralisiert ist, steht es nun im Visier der SEC. Laut Quellen, die anonym bleiben möchten, sucht die Aufsichtsbehörde nach Informationen darüber, „wie Investoren Uniswap nutzen und wie es vermarktet wird.“

New scoop: ⁦⁦@SECGov⁩ is investigating ⁦@Uniswap⁩ Labs, the startup behind the biggest DeFi exchange. We also report SEC Enforcement is sweeping crypto lending platforms for information. https://t.co/GT05Q0W8H9

— Dave Michaels (@davidamichaels) September 3, 2021

Die SEC hat abgelehnt, auf Medienanfragen zu antworten, auch die des Wall Street Journal, und erklärte, dass sie derartige Berichte weder bestätigt noch dementiere. In der Zwischenzeit erklärte ein Sprecher der Börse gegenüber dem Wall Street Journal, dass man „sich verpflichte, die Gesetze und Vorschriften, die unsere Branche regeln, einzuhalten und den Aufsichtsbehörden Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie bei ihren Ermittlungen unterstützen werden“.

Experte: SEC kann DeFi nicht abschalten

Mit der Untersuchung von Uniswap hat die SEC zum ersten Mal deutlich gemacht, dass sie beabsichtigt, den DeFi-Sektor zu regulieren. Seit seiner Gründung vor einigen Jahren wurde angenommen, dass der DeFi-Sektor nicht in den Zuständigkeitsbereich der SEC fällt, da Plattformen wie Uniswap per Definition dezentralisiert sind.

Der Druck der Regulierungsbehörden hat sich jedoch auf DeFi ausgeweitet. Im Juli strich Uniswap 100 Token von seiner App-Schnittstelle, dem Front-End-Web-App-Portal. Diese Token blieben jedoch auf dem Uniswap-Protokoll, das völlig autonom, erlaubnisfrei und unveränderlich ist.

Bei der Auslistung der Token deutete die Plattform an, dass dies aufgrund des regulatorischen Drucks geschehen sei und erklärte, man werde „die sich entwickelnde regulatorische Landschaft beobachten“.

Mehr zum Thema: Uniswap schränkt Zugang zu Token in einer sich „entwickelnden regulatorischen Landschaft“ ein

Einige Wochen später gab SEC-Chef Gary Gensler ein Interview, in dem er dem Wall Street Journal sagte, dass DeFi-Plattformen Merkmale aufweisen, die sie wie die Art von Unternehmen aussehen lassen, die von der SEC reguliert werden. Er erklärte:

„Es gibt immer noch eine Kerngruppe von Leuten, die nicht nur die Software schreiben, wie bei Open-Source, sondern oft auch die Leitung und die Gebühren übernehmen. Es gibt eine gewisse Anreizstruktur für diese Förderer und Sponsoren in der Mitte des Ganzen.“

Laut dem Unternehmer und Krypto-Vordenker Alistair Milne kann die SEC jedoch weder Uniswap noch eine andere DeFi-Plattform abschalten. Sie kann jedoch die Nutzung dieser Plattformen, ähnlich wie das DarkNet, als illegal einordnen.

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