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Ein Künstler wurde von Social-Media gesperrt, weil er NFTs als „Kryptokokain“ verkaufte

Twitter und Instagram sind gegen einen kolumbianischen Künstler vorgegangen, der online NFTs mit „Krypto-Kokain“ verkauft hat.
Restrepo warb für die NFTs um gegen die „Kriminalisierung“ und das Verbot von Drogen zu demonstrieren, da dies nur zu Blutvergießen führe.

Camilo Restrepo, ein kolumbianischer Künstler, hat nicht-fungible Token (NFTs) verkauft, die „jede Menge“ von dem enthalten, was er als „Krypto-Kokain“ bezeichnet. Die NFTs, bei denen es sich nicht um echtes Kokain handelt, sollten ein Zeichen für den Kampf gegen den illegalen Drogen-Konsum und -Handel setzen.

Im Laufe des letzten Jahres haben viele den Hype um die NFT miterlebt und mitgemacht. Eine der teuersten NFTs war das Stück von Beeple, das bei einer Auktion im März für satte 69 Millionen Dollar versteigert wurde. Zu den verewigten Sammlerstücken gehörten Kunstwerke, antike Artefakte, einzigartige Momente, Musik und beliebte Tweets.

Genau wie die Kokain-Mafia der 1980er Jahre haben sich NFTs in diesem Jahr zu einem Multi-Milliarden-Dollar-Geschäft. Inspiriert von diesem Boom beschloss Restrepo, „eine Debatte über das Scheitern des Krieges gegen Drogen zu eröffnen“. Deshalb verkaufte er online „die erste legale Tonne „Kokain“ der Geschichte“.

Der 48-jährige Mann wuchs in Medellin auf, in der Blütezeit prominenter kolumbianischer Drogenbosse wie Pablo Escobar. Seitdem, so sagt er, ist ein Großteil seiner Kunst von der Gewalt im Drogenhandel inspiriert, die er als Kind miterlebt hat.

„Sie töteten Familienmitglieder, Menschen, die ich kannte, viele, viele Menschen.“

„Kryptokokain“ fördert die Entkriminalisierung von Kokain

„Mit der Zeit verschlimmerte sich das Blutbad, da [die Regierung]versuchte, den Krieg, die Drogen, mit einem Krieg gegen die Drogen zu beseitigen“, fügt er hinzu. Diese Ereignisse bestärkten ihn in seiner Überzeugung, dass Drogen entkriminalisiert und ihr Verbot abgeschafft werden muss.

Aus dieser Überzeugung heraus prägte Restrepo Kokain-NFTs, von denen er betonte, dass sie „in keiner Weise echtes Kokain darstellen“. Sein Projekt mit dem Titel „A Ton of Coke“ zeigt 1.000 identische JPEGs, die Restrepo selbst als „langweilige“ Bilder bezeichnet hat. Jedes ist ein dreidimensionales weißes Rechteck vor einem grauen Hintergrund. Die Bilder stehen stellvertretend für die ununterscheidbaren Kokainpackungen, die in diesem Land seit Jahrzehnten produziert werden. Bemerkenswert ist, dass jede NFT mehr kostet als die vorherige. Die teuerste NFT hat den gleichen Wert wie ein Kilo Kokain in Kolumbien, behauptet Restrepo.

Nachdem sein Projekt im Juni online ging, waren jedoch nicht die Strafverfolgungsbehörden schnell hinter ihm her, sondern Sicial-Media. Ein Twitter-Konto, das er im Juli eingerichtet hatte, um das Projekt zu bewerben, wurde gesperrt. Außerdem wurden zwei Instagram-Beiträge von seinem Konto entfernt, da es sich laut der Plattform um den „Verkauf von illegalen oder regulierten Waren“ handelte. Restrepo muss seine Online-Promotionen einstellen, nachdem ihm eine Kontosperre angedroht wurde, sollte er noch einmal  etwas Ähnliches posten.

Das Verbot des Projekts führte jedoch nur dazu, dass sich die Geschichte verbreitete. „Zensur in Social-Media führt zu mehr Traffic Verkehr in Social-Media“, sagt Restrepo sarkastisch. Mehr noch, es entstand eine hitzige Debatte im Kommentarbereich, die Restrepo als Erfolg für sein Projekt wertete. Es gelang ihm sogar, über 50 kg des „Kryptokoks“ zu verkaufen.

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