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Ein Teil der durch Passwortverlust verlorenen 4,8 Milliarden Dollar in Bitcoin ist wiederherstellbar

Etwa 4,8 Milliarden Dollar in Bitcoin – nach heutigem Kurs – sind in Krypto-Wallets mit verlorenen Passwörtern begraben.
Die Brooks, ein Familienunternehmen bestehend aus Vater und Sohn, betreibt „Crypto-Asset-Recovery“, um Kunden dabei zu helfen, ihre Passwörter wiederherzustellen.

Milliarden Dollar in Bitcoin gehören Eigentümern, die das Passwort für ihre Krypto-Wallets verloren haben. Das jedenfalls ist die Schätzung des oben genannten Crypto-Asset-Recovery Unternehmens. Es ist in New Hampshire ansässig und wird von den Computerprogrammierern Chris und Charlie Brooks betrieben.

Vor kurzem kamen die beiden nach einer Analyse zu dem Schluss, dass zwischen 68.110 und 92.855 scheinbar verlorene Bitcoins wiederhergestellt werden können. Bei Redaktionsschluss lag der Bitcoin-Kurs 51.739 Dollar. Also können schätzungsweise 4,8 Milliarden Dollar aus solchen „Sarg-Wallets“ wiederhergestellt werden.

Das Eigentümer-Spektrum ist breit gefächert und reicht von frühen Minern bis hin zu Leuten, die ihre Miete aufbringen müssen. Eine Umfrage von CryptoVantage schätzt, dass 40% von 1.000 US-Kryptobesitzern das Passwort für ihre Wallets verloren haben. Im Durchschnitt haben diejenigen, die ihre Passwörter nicht wiederherstellen konnten, 213 Dollar verloren.

Bitcoin und die Geschichte der Erholung

Interessanterweise war einer der letzten Cracks ein Blockchain-Wallet mit etwa 250.000 Dollar, sagt Charlie Brooks. Er hat Informatik studiert, aber später das Studium zugunsten des Familienunternehmens zurückgestellt. Sein 50-jährige Vater Chris hat das Unternehmen 2017 gegründet und es Ende letzten Jahres umgebaut.

Ein Chainalysis-Bericht schätzt, dass bis zu 20% der bestehenden 18,5 Mio. Bitcoin verloren zu sein scheinen. Diese Zahl wurde in einem Artikel der New York Times über einen Programmierer aus San-Francisco genannt, der sein Festplattenpasswort verloren hatte. Nach acht Fehlversuchen hatte er nur noch zwei Eingabe-Versuche, um auf seine 7.002 Bitcoin zuzugreifen – es war einer der Auslöser für Brooks Geschäftsidee.

Anhand des Threads „Let´s add up to the KNOWN lost Bitcoins“ auf BitcoinTalk führten die Brooks ihre Analyse durch. Die beiden beschränkten sich auf 72 Beiträge, die den Verlust von mindestens einem halben Bitcoin beschrieben. Von diesen Fällen waren 14% wiederherstellbar und die Brooks konnten tatsächlich etwa 35% dieser Passwörter wiederherstellen. Man kam danach zu der Schlussfolgerung, dass insgesamt 2,45% oder etwa 4,8 Millionen unfreiwillig begrabene Bitcoin wiederhergestellt werden können.

Die beiden Brooks testen zu diesem Zweck Hunderte Millionen Passwortvarianten gegen die verschlüsselten Krypto-Wallets. Die Entschlüsselungszeiten variieren. Optimistisch sagt Chris;

„Wenn Sie den Wertebereich eines Passworts nicht sehr gut eingrenzen können, dann kommen mehr mögliche Passwörter infrage, als es Atome im Universum gibt – das ist kein Scherz.“

Kunden von Brooks müssen eine Erklärung unterzeichnen, dass sie die Eigentümer der zu knackenden Wallets sind. Das Duo wird aufgrund einer gleitenden Skala bezahlt, die von der Zahl der wiederherzustellenden Bitcoins abhängt. Sollte der Wiederherstellungsprozess fehlschlagen, werden den Kunden keine Kosten in Rechnung gestellt.

Wie Chris sagt, kommen die meisten ihrer Kunden aus Regionen, in denen es kaum Banken gibt. Das zu knackende Wallet enthält mitunter deren gesamten Ersparnisse.

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