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Ermittlungen gegen Binance wegen Insiderhandel und Marktmanipulation in den USA

Nun wird es endgültig ernst für Binance: In den USA  wird von der CFTC wegen Insiderhandel und Marktmanipulation ermittelt.
Berichte über Ermittlungen in den USA tauchten bereits im ersten Quartal dieses Jahres auf, wurden aber vom Binance-CEO als haltlose Panikmache abgetan.

Binance steht vielleicht vor einem existenziellen Problem. Nach zahlreichen Untersuchungen durch mißtrauische nationalen Regulierungsbehörden weltweit machen die USA nun offenbar Nägel mit Köpfen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Ermittlungen gegen die Binance Holding wegen Insiderhandel und Marktmanipulation eingeleitet. Bemerkenswert ist, dass die Behörde gegen die globale Plattform und nicht gegen allein die US-Tochter Binance-US ermittelt.

Die Börse wurde schon in zahlreichen Ländern, darunter Singapur, das Vereinigte Königreich, Hongkong, Japan, Malaysia, Südafrika und Thailand, wegen illegaler Geschäftspraktiken und Nichteinhaltung von Vorschriften verwarnt. Unter diesem Druck hat die Börse in den letzten Monaten Initiativen ergriffen, um die Einhaltung der Vorschriften und einen verantwortungsbewussten Handel zu fördern. Wie CNF berichtete, senkte die Börse das Limit für Abhebungen und führte ein Steuerberichtssystem ein. Außerdem musste die Börse ihre Dienstleistungen einschränken oder einstellen und strengere Prüfungsanforderungen einführen. Dies hat ihr bisher geholfen, existenzielle Risiko zu vermeiden.

Doch mit den US-Behörden ist nicht zu spaßen, und es könnte eng werden für Binance. Die Vorwürfe sind insofern folgenreich, als es sich um Insiderhandel und Marktmanipulation handelt. Zunächst einmal ermittelt die Aufsichtsbehörde einige leitende Angestellte, die auf der Grundlage von Insiderinformationen anstelle der Kunden profitiert haben sollen.

Binance bestreitet Anspruch

Die Börse hat sich bereits geäußert und die Beschuldigungen bestritten. Nach Angaben eines Sprechers gibt es bei Binance null Toleranz für Insiderhandel. Die Börse versichert, falls man schwarze Schafe finde, drohe ihnen nicht nur die fristlose Kündigung, sondern auch eine Strafanzeige durch das Unternehmen.

Binance responded to the media that Binance has implemented a zero-tolerance policy for insider trading, and the Binance security team has established procedures for investigating and prosecuting people involved in similar behaviors. https://t.co/rXZ2itB7iC

— Wu Blockchain (@WuBlockchain) September 18, 2021

CEO Changpeng Zhao hat sich bisher noch nicht zu den Ermittlungen geäußert. Allerdings hat er in der Vergangenheit geäußert dass man bereit sei, mit den Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Er ging sogar so weit, anzudeuten, dass er bereit sei, zurückzutreten, falls man einen CEO finde, der mit den Regulierungsbehörden besser zusammenarbeiten könne, um die Börse zu führen.

Brian Brooks, der nur 3 Monate lang als CEO von Binance U.S. fungierte, trat bereits zurück und begründete dies mit „internen Differenzen über die strategische Ausrichtung“. Sein Rücktritt wurde weithin als Zeichen für einen bevorstehenden Kulminationspunkt in den Streitigkeiten über die Regulierungscompliance gewertet. Als ehemaliger Comptroller of the Currency verlieh er Binance die dringend benötigte Legitimität gegenüber den Aufsichtsbehörden. Insofern war sein spontaner Rücktritt ein Warnsignal. Die neue Untersuchung könnte ein Teil des Grundes sein, der Brooks zum Rücktritt bewogen hat. Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen, und vieles ist noch unbekannt. In den kommenden Tagen werden die Aufsichtsbehörden ihre Ermittlungsergebnisse bekannt geben und den Beschuldigten die Möglichkeit geben, sich zu verteidigen.

Mehr zum Thema: Mehr Ärger für Binance: Brian Brooks tritt als Binance U.S. CEO zurück

Bemerkenswert ist, dass Binance trotz aller Konflikte mit Behörden zum Trotz weiterhin führend ist, was das Handelsvolumen angeht. Im August 2021 dominierte Binance das monatliche Spot-Volumen mit mehr als 751 Milliarden US-Dollar und übertraf damit OKEx, Huobi, Coinbase und andere. Das veranschaulicht den Einfluss und die große Reichweite von Binance.

Mehr zum Thema: Binance verzeichnet 65% Anstieg des Handelsvolumens – unter behördlicher Kontrolle

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