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Ex-Finanzminister stellt klar: Indien verbietet keine privatwirtschaftlichen Kryptowährungen

Der ehemalige Finanzminister Indiens, Subhash Garg, hat der Nation versichert, dass die Regierung „private Kryptowährungen“ nicht verbieten wird.
Der Gesetzentwurf wird derzeit überarbeitet, um die zunehmenden Kontroversen über seine Auswirkungen auf Kryptowährungen beizulegen.

Indien wird von der Privatwirtschaft herausgegebene Kryptowährungen nicht verbieten, sagte der ehemalige Finanzminister und Initiator der indischen Krypto-Gesetzgebung, Subhash Garg.
Kürzlich hat das indische Parlament Gespräche über ein umstrittenes Krypto-Gesetz geführt, das „private“ Kryptowährungen verbieten, aber gleichzeitig die ihnen zugrunde liegende Blockchain-Technologie fördern soll. Das Gesetz steht auf der Tagesordnung der am 29. November beginnenden Wintersitzungsperiode des Parlaments. Sein Anwendungsbereich muss noch geklärt werden, besonders, weil das Gesetz nicht klar definiert, was „private Kryptowährungen“ sind.
In der indischen Krypto-Community gibt es zwei unterschiedliche Interpretationen des Gesetzes. Eine Gruppe glaubt, dass der Gesetzesentwurf darauf abzielt, alle nicht von der Regierung ausgegebenen Kryptowährungen zu verbieten. Die andere meint, die Regierung werde Kryptowährungen verbieten, die auf öffentlichen Blockchains wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) laufen. Beide Vorstellungen haben Angst, Unsicherheit und Zweifel ausgelöst und zu panikartigen Krypto-Verkäufen geführt.

Indien und die Kryptowährungen der Privatwirtschaft

In einem Interview mit dem lokalen Nachrichtensender News 18 sagte Ex-Minister Garg:

„[Die Beschreibung des Krypto-Gesetzes] war vielleicht ein Fehler. Es ist irreführend zu sagen, dass private Kryptowährungen verboten werden sollen.“

Vielmehr solle ein Krypto-Gesetz nach einem Dialog mit den Interessengruppen und den Krypto-Investoren beschlossen werden, fügte er hinzu.
Die derzeitige Finanzministerin, Nirmala Sitharaman, sagte am 30. November:

„Es gab weitere Gesichtspunkte zu berücksichtigen, weswegen der der Gesetzentwurf überarbeitet werden musste, und jetzt versuchen wir, einen neuen Gesetzentwurf auszuarbeiten.“

Das Krypto-Ökosystem werde von einer disruptiven Technologie angetrieben und das könne nicht außer Acht gelassen werden, fügte Garg hinzu. Die Interessen der Krypto-Börsen seien jedoch nicht repräsentativ für die Interessen der gesamten Community. Garg wies außerdem auf einen Kardinalfehler bei der Klassifizierung von Kryptowährung als Vermögenswert hin:

„Man stuft ja auch den Weizen, den man produziert, und die Kleidung, die man produziert, nicht als Vermögen ein. Es ist eine zu starke Vereinfachung, dies als einen Vermögenswert zu behandeln.“

Abschließend stellte Garg fest, dass die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung für ein Land wie Indien kompliziert sei. Die Regierung solle sich auf dringendere Herausforderungen konzentrieren, etwa die Unzulänglichkeit von Smartphones und digitalen Wallets.
Doch selbst in Anbetracht dieser Kontroversen sind internationale Kryptounternehmen nicht vor Indien zurückgeschreckt. Im Gegenteil: CoinStore, eine aus Singapur stammende Kryptobörse, hat 20 Millionen Dollar für die Einrichtung von drei neuen Niederlassungen in Indien bereitgestellt. Ein Sprecher des Unternehmens zeigte sich zuversichtlich, dass die indische Regierung positive Rahmenbedingungen für die Kryptobranche durchsetzen wird.

„Strenge KYC-Verfahren, Sicherheitsanforderungen für Börsen sowie eine schrittweise Regulierung bestimmter Kryptowährungen schützen natürlich die indischen Kunden und würden die Legalität bestimmter Kryptowährungen klären.“

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