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Familie verliert ETH im Wert von 6 Millionen Dollar nach JSON-Dateizugriffsfehler

Die Familie kaufte angeblich 3000 ETH während des Initial Coin Offering (ICO) 2014.

Sie erhielten nie Zugang zu ihren Token, da die Ethereum-Stiftung sich weigerte, ihnen eine Backup-JSON-Datei zur Verfügung zu stellen.

Nach der jüngsten ETH-Rallye hat eine Familie eine GoFundMe-Seite eingerichtet, um Geld zu sammeln, damit sie ihre ETH zurückfordern kann. Ihrer Meinung nach hat die Ethereum-Stiftung es versäumt, die nötige Hilfe zu leisten, um an ihre ETH zu gelangen, die seit sieben Jahren in ihrem Wallet festsitzen.

Laut Fundraiserin Yukiko Williams kaufte die Familie während des Initial Coin Offering (ICO) im Jahr 2014 3000 ETH im Wert von 6,7 Millionen Dollar (basierend auf dem aktuellen Kurs). Die JSON-Datei, die ihnen den Zugang zur Ethereum-Wallet ermöglichen sollte, wurde zwar verschickt, aber beim Versuch, darauf zuzugreifen, reagierte die Datei nicht.

Während die mit dem verschlüsselten Passwort befüllte Wallet-Adresse erfolgreich generiert wurde, funktionierte die wichtigste JSON-Datei nicht.

Die betroffene Familie behauptet, alle Anweisungen befolgt zu haben, einschließlich der, ihren Computer für mehr als 90 Minuten eingeschaltet zu lassen. Doch der Fortschrittsbalken fror ein, und der Versuch, eine backup.wallet.JSON-Datei anzufordern, war trotz Angabe der E-Mail-Adresse, wie von der Stiftung angewiesen, erfolglos.

„Während wir alles Mögliche getan haben, um Zugang zu unserer Wallet zu erhalten, versicherte uns Ethereum andererseits, dass sie eine Backup-Wallet-Datei hätten, die sie uns per E-Mail zusenden würden. Leider hat sich niemand von ihnen um die Lösung des Problems gekümmert, da die E-Mail nie ankam.“

Die Familie brauchtt 250.000 Dollar, um die Klage gegen die Ethereum-Stiftung zu finanzieren

Nach dem Start von Ethereum wurde es fast unmöglich, jemanden in der Stiftung zu erreichen, da Millionen Enthusiasten von dem Projekt angezogen wurden. Laut Williams können ist der Wert der 3000 ETH sichtbar. Es gibt jedoch keine Möglichkeit, darauf zuzugreifen, obwohl die Familie die mit einem Zeitstempel versehene CoinBase-Quittung und das Passwort für die Wallet hat.

So wurde 2017 ein Anwalt beauftragt und eine Klage gegen die Stiftung eingereicht. Allerdings wurde ihnen geraten, dies in der  Schweiz zu tun, da die Ethereum Foundation dort ihren Hauptsitz hat. Daraufhin beauftragten sie einen Schweizer Rechtsanwalt, Dr. Haykaz Zoryan. Im März 2018 wurde der Fall zur Schlichtung eingereicht. Die Familie traf sich auch mit dem Anwalt der Ethereum-Stiftung per Videokonferenz, in der sie darüber informiert wurde, dass sie tatsächlich die rechtmäßigen Eigentümer der Wallet sind. Die Ethereum-Stiftung versprach daher, die JSON-Datei für sie zu beschaffen. Ethereum-Anwalt Patrick Storchenegger kontaktierte sie jedoch einige Wochen später und teilte ihnen mit, dass sie nur die JSON-Datei, nicht aber das verschlüsselte Passwort abrufen könnten.

„Als wir antworteten, dass wir das Passwort auf einem Flash-Laufwerk gespeichert haben und nur unsere backup.wallet.json-Datei suchten, erhielten wir ein extrem entmutigendes und demoralisierendes Antwortschreiben, in dem es hieß, dass sie (die Ethereum Foundation) weder für unser Wallet verantwortlich noch deren Hüterin sei!“

Patrick Storchenegger schlug vor, sich mit dem Wert der Wallet abzüglich der Gerichtskosten und der Kosten für die Wallet zu begnügen, weil er die ETH in einer späteren Wallet abzüglich der anfallenden Gebühren zur Verfügung stellen würde. Er sagte ihnen, dass er lieber nicht vor der Internationalen Handelskammer in Paris schlichten wolle.

Die Familie reicht nun ihre Klage bei Gericht ein, aber da sie nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, bittet sie die Öffentlichkeit um Spenden, um 250.000 Dollar zur Finanzierung ihres Rechtsstreits aufzubringen.

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