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FBI: Dating-Apps sind neues Betätigungsfeld für Krypto-Betrüger

Krypto-Betrüger nutzen in zunehmendem Maß Dating-Apps, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen.
Zu den Straftaten gehört auch Erpressung mit Sex-Videos wobei nach Zahlung des erpressten Geldes in Kryptowährung Stillschweigen zugesichert wird.

Online-Krypto-Betrüger nutzen laut FBI zunehmend Dating-Apps, um ihre Opfer zu betrügen. Nachdem die Pandemie 2020 ausgebochen war, litten viele Menschen unter Einsamkeit und dem, was die Psychologen „Verhaltensepidemie“ nennen. So wurde Technologie noch mehr als zuvor zur Anbahnung sozialer Kontakte genutzt, und Dating-Apps verbreiteten sich in rasantem Tempo. Allein in Nordamerika wurden im vergangenen Jahr 1400 neue Dating-Websites gestartet.

Hannah Hart, Expertin für digitalen Datenschutz bei ProPrivacy, sagt;

„Die digitale Welt ist unsere neue Dating-Arena. Leider haben auch so genannte Sextortion-Betrüger von dieser Entwicklung profitiert. Ob durch „Catfishing“, „Liebesbomben“ oder das Ausnutzen der Dating-Kultur – die Betrüger legen es darauf an, eine Online-Beziehung so schnell wie möglich eskalieren lassen.“

In der ersten Hälfte 2021 gingen beim Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI mehr als 1800 Beschwerden über Online-Betrug ein. Diese Aktivitäten hatten allein in den USA zu Schäden in Höhe von über 130 Millionen Dollar geführt. Online-Betrug, bei dem Kryptowährungen involviert sind, hat sich zu einer neuen Form der Kriminalität entwickelt.

Krypto-Betrug mit Online-Dating-Apps

Die Täter nehmen sich zunächst relativ viel Zeit, um eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Opfern aufzubauen. Dann prahlen sie mit ihren Kenntnissen über Kryptowährungen und überzeugen ihre Opfer, sich an „hoch profitablen Investitionen“ zu beteiligen.

Dann wird das Opfer zügig auf eine Website weitergeleitet, die ein Anlageportfolio als einmalige Gelegenheit anbietet, und natürlich drängt die Zeit, man muss sofort einsteigen. In kurzer Zeit erwirtschaftet das Opfer einen „Gewinn“ und kann ihn auch gleich abheben, allerdings nur ein einziges Mal. Der Betrüger überhäuft sein Opfer mit weiteren Gewinn-Versprechungen, doch es müsse wieder schnell handeln. Bei dem Versuch, auch diesen angeblichen zweiten Gewinn abzuheben wird das Opfer jedoch mit „Steuern“, „Gebühren“ und „Abhebungsbeschränkungen“ konfrontiert.

Der Betrug wird so geschickt aufgezogen , dass es sogar ein „Kundendienst“ vorgetäuscht wird. Jedes Anzeichen von Misstrauen seitens des Opfers signalisiert dem Betrüger, den Kontakt sofort abzubrechen, und das war es dann für das Opfer. Es wird nicht nur beraubt, sondern auch menschlich tief enttäuscht.

Erpressung mit Sex-Videos

Eine weitere Taktik ist die so genannte Sextortion. Dazu gingen bei der IC3 in diesem Jahr über 16.000 Beschwerden ein, und der Schaden beläuft sich auf über 8 Millionen Dollar. Der Betrüger versendet sexuell eindeutige Bilder oder Videos von sich selbst und bringt sein Opfer dazu, die gezeigten Sex-Praktiken nachzumachen. Die Identität des Täters ist jedoch in der Regel falsch, und die Bilder sind entweder gestohlen oder es wurden Models für entsprechende Videos angeheuert. Der Täter erpresst nun eine Zahlung des Opfers und droht damit, die freizügigen Aufnahmen des Opfers an seine Familie und Freunde zu übermitteln. Viele Opfer in LGBTQ+–Apps wie Grindr und Feeld sind auf diese Weise betrogen worden.

Das FBI warnt davor, Geld zu senden oder auf den Rat von jemandem hin zu handeln oder zu investieren, den man ausschließlich online kennt. Man sollte auf gar keinen Fall persönlichen Finanzdaten preisgeben. Außerdem rät das FBI, bei geringsten Anzeichen von Dringlichkeit seitens der neuen Online-Bekanntschaft den Kontakt abzubrechen. Im Übrigen seien die Opfer nicht die Schuldigen bei solchen Machenschaften, sondern die Täter. Die Kontaktaufnahme mit den Behörden ist von größter Bedeutung, so das FBI. Nur so könne man dazu beitragen, solche Täter hinter Gitter zu bringen.

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