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Finanzexperte von Morgan Stanley: „Bitcoin ist wie Kenny von South Park“

Der leitende Vermögensverwalter einer Tochter von Morgan Stanley schreibt Bitcoin dieselbe „Antifragilität“ zu wie dem beliebten Cartoon-Charakter.

Der Finanzexperte Dennis Lynch hat im Rahmen der jährlichen Investorenkonferenz von Morningstar einen augenzwinkernden Vergleich zwischen Bitcoin und der South-Park-Figur Kenny gezogen, denn beide wären buchstäblich für ihre Fähigkeit zur Wiederauferstehung bekannt.

Die erfolgreiche Zeichentrickserie für Erwachsene, die inzwischen schon 24 Staffeln zählt, hat auf der ganzen Welt eine Vielzahl an Fans wegen ihres speziellen und kompromisslosen Humors, der unter anderem durch einen Running-Gag auszeichnet, bei dem der Charakter Kenny in jeder Folge stirbt, nur um in der nächsten Folge wieder mit von der Partie zu sein und einen neuen brutalen Tod zu sterben.

Lynch, der Head of Asset Management bei der Vermögensverwaltung Counterpoint, einer Tochter der Morgan Stanley, ist selbst großer Fan der Show, weshalb er die abenteuerliche Widerstandsfähigkeit von Kenny mit der von Bitcoin vergleicht.

Hintergrund ist, dass Bitcoin seit seiner Gründung mehrere heftige Abwärtstrends durchlebt hat, wodurch sich die marktführende Kryptowährung mittlerweile einen Status als anerkanntes Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel erarbeitet hat.

Selbst große Unternehmen wie Microstrategy, Tesla und Galaxy Digital Holdings investieren Milliardenbeträge in das Krypto-Investitionsprodukt, letztere hat aktuell sogar beträchtliche 5,3 Mrd. US-Dollar in BTC angelegt.

Dementsprechend gab Lynch in seiner Rede zu bedenken:

„Ich finde, dass Bitcoin irgendwie ist wie Kenny von South Park, denn der stirbt auch jede Folge und kommt dann wieder.“

Wie die Daten von Cointelegraph Markets zeigen, ist Bitcoin (BTC) heute allerdings auf Grund chinesischer „Panikmache“ deutlich gefallen.

So hat die People’s Bank of China (PBoC), also die chinesische Zentralbank, in dieser Woche neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Kryptowährungen angekündigt. Zudem wollen die Behörden des Landes ihre Anstrengungen verstärkt koordinieren, um effektiver gegen die Anlageklasse vorgehen zu können.

Doch selbst dafür scheint Bitcoin gerüstet, denn laut Lynch besitzt der Krypto-Marktführer eine gewisse „Antifragilität“, wie sie die großen Techkonzerne aufweisen:

„Meiner Ansicht nach stellt Bitcoin in solchen Situationen eine Art ‘Antifragilität’ unter Beweis.“

Der Begriff „Antifragilität“ wurde 2012 vom Risikoanalysten Nassim Nicholas Taleb im gleichnamigen Buch geprägt. Damit soll das Gegenteil von Fragilität zum Ausdruck gebracht werden, also eine Sache, die durch Zerstörung und Chaos hinzugewinnt.

Dahingehend schrieb Taleb in seinem Buch:

„Antifragilität ist etwas, was über bloße Widerstandsfähigkeit hinausgeht. Etwas widerstandsfähiges widersteht einem Schlag, aber bleibt gleich, während etwas antifragiles dadurch besser wird.“

In der Tat ist Bitcoin für diesen Umstand ein Beispiel wie aus dem wortwörtlichen Lehrbuch, denn das vorherige Rekordhoch von 20.000 US-Dollar, das während dem großen Crash von 2018/19 geradezu pulverisiert und durch die Coronakrise bis auf nur noch 4.000 US-Dollar eingestampft wurde, konnte nur ein Jahr später auf satte 65.000 US-Dollar verbessert werden.

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