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Frankreich, Schweiz und BIZ testen erfolgreich digitalen Euro und Schweizer Franken

Obwohl das gemeinsame Project Jura ein voller Erfolg war, bedeutet dies nicht zwangsläufig die Herausgabe einer entsprechenden Zentralbank-Digitalwährung.

Die Banque de France (BdF), die Schweizerische Nationalbank (SNB) und das Innovationszentrum der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BISIH) haben erfolgreich ein Pilotprojekt namens Project Jura abgeschlossen, in dem eine sogenannte „Wholesale“ Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) für die Abwicklung von internationalen Zahlungen zum Einsatz gekommen ist.

Das Pilotprojekt bestand dabei aus drei experimentellen Bereichen. Erstens, ein dezentralisiertes Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk auf Basis von Corda, das zur Validierung von Transaktionen genutzt wurde und gleichsam die Einhaltung aller rechtlichen, regulatorischen und wirtschaftlichen Vorgaben der teilnehmenden Nationen garantiert hat. Zweitens, die Tokenisierung von Euro, Schweizer Franken und kurzfristigen Euronotes als wCBDCs. Drittens, der Aufbau einer Infrastruktur zur Echtzeitabwicklung von internationalen Zahlungen und Digitalisierung von Anleihen.

Obwohl das Project Jura erfolgreich abgeschlossen wurde, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Frankreich, die Schweiz oder die Europäische Union (EU) nachfolgend wCBDCs einführen werden. Immerhin kommt der Projektbericht zu dem Schluss, dass „wCBDCs in neuartige Zahlungsabwicklungsprozesse eingebunden werden könnten, die die Strukturen und Funktionsweise von Aktienmärkten, Geldmärkten und Fremdwährungsmärkten nachhaltig verändern“. Und weiter:

„Die breitere Nutzung von Zentralbankgeld durch einen leichteren Zugang oder einen verstärkten Einsatz bei der internationalen Zahlungsabwicklung könnte diese Veränderungen beschleunigen.“

Experimental Architektur für einen digitalen Euro/Schweizer Franken | Quelle: BISIH

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