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Große Miner allmählich wieder online: Bitcoin-Hashrate erholt sich

Die Einschränkungen in China zwangen Bitcoin-Miner dazu, in kryptofreundlichere Regionen zu ziehen, darunter etwa Kanada, Kasachstan und die Vereinigten Staaten.

Chinas strenge Krypto-Vorschriften bedeuteten für viele chinesische Unternehmen im Bitcoin (BTC)-Mining-Ökosystem das Aus. Als die Bitcoin-Miner plötzlich aus dem Netz verschwanden, kam es zu sinkenden Hashrates. Die Hashing-Leistung, also die Gesamtrechenleistung des Bitcoin-Netzwerks, fiel in nur 21 Tagen von einem Allzeithoch von 180 Exahashes pro Sekunde (EH/s) auf 84 EH/s.

Der Rückgang der Hashrate ist direkt auf den Rückgang der Anzahl chinesischer Miner zurückzuführen. Doch die Daten vom Blockchain.com-Explorer zeigen, dass seit dem 3. Juni ein stetiger Anstieg der Mining-Schwierigkeit zu verzeichnen ist.

Seit dem Rückgang ist die Hashrate um 21,38 Prozent gestiegen. Das ist auf die Rückkehr der abgewanderten chinesischen Miner zurückzuführen, die nun in anderen Regionen in Betrieb gehen. Die daraus resultierende Anpassung der Schwierigkeit des Bitcoin-Minings führt zu höheren Rechenkosten. Da immer mehr der ehemals in China ansässigen Miner wieder online kommen, werden die Betriebskosten für Bitcoin-Miner weltweit wieder steigen.

Aufgrund des Widerstands der chinesischen Regierung haben die Miner sich nach Ländern umgesehen, die eine klare Regulierung und niedrigere Stromkosten bieten.

In diesem Zusammenhang: Wie funktioniert Bitcoin-Mining: Alles, was Sie wissen müssen

Die chinesischen Behörden behaupteten, sie wollen die Bürger vor riskanten Investitionen schützen. Darum haben sie Kryptounternehmen dazu gezwungen, ihr Angebot an Kryptoprodukten stark einzuschränken oder ins Ausland zu verlagern. Wie Cointelegraph Anfang des Monats berichtete, erklärte Wang Juana, ein Mitglied des OECD Blockchain Expert Policy Advisory Board in China:

“Wir sehen, dass der Kryptowährungsmarkt eine ‘Entchinaisierung’ durchmacht. Zuerst im Hinblick auf den Handel und jetzt bei der Rechenleistung, weil Peking letzte Woche eine Reihe von strengeren Maßnahmen gegen Kryptowährungen und Bitcoin-Mining ergriffen hat.”

Auf dem Höhepunkt im September 2019 machte China 75,53 Prozent der globalen Bitcoin-Hashrate aus und hatte schon lange vor dem Mining-Verbot einen stetigen Rückgang verzeichnet. Chinas Anteil an der Hashrate liegt derzeit bei 46,04 Prozent. Die Vereinigten Staaten haben ihren Anteil mittlerweile auf 16,85 Prozent ausgebaut.

Cointelegraph berichtete auch darüber, dass Länder wie Russland, Kasachstan und Kanada für die Kryptowirtschaft immer beliebter werden, weil sie den abwandernden chinesischen Miner ein neues Zuhause boten. Viele Experten sind sich einig, dass Chinas zerschlagenes Monopol über die Mining-Branche ein positiver Schritt in Richtung Dezentralisierung des Krypto-Ökosystems ist.

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