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Großanleger Mark Cuban keilt gegen die Judikative, weil das Infrastrukturgesetz angeblich das Wachstum der Kryptobranche abwürgt

Mark Cuban vergleicht die Besteuerung von Kryptowährungen mit einem Verbot von E-Commerce.
Er warf den Regulierungsbehörden fehlendes Wissen vor.

Um das US-Infrastrukturgesetz und die damit einhergehende Einführung von Krypto-Steuern gibt es viele Kontroversen. Der milliardenschwere Investor und Unternehmer Mark Cuban hat kürzlich die Aufsichtsbehörden attackiert, weil sie den „Wachstumsmotor“ Kryptowährung abgewürgt hätten.

Ein Verbot von Kryptowährungen wäre so, als hätte man 1995 den E-Commerce verboten. Das sagte Cuban am vergangenen Wochenende in einem Interview mit der Washington Post. Er zog eine Parallele zwischen dem Wachstum vom Kryptowährung und dem Wachstum des Internets und sagte:

„Diesen Wachstumsmotor abzuschalten wäre so, als hätte man 1995 den E-Commerce gestoppt, weil man Angst vor Kreditkartenbetrug hatte, oder die Erstellung von Websites zu reglementieren, weil einige Leute sie anfangs für kompliziert hielten und nicht verstanden, was sie jemals bewirken würden.“

Mark Cuban, Eigentümer der Baseball-Teams Dallas Mavericks, ist ein engagierter Befürworter von Kryptowährungen und dezentralem Finanzwesen (DeFi). Er hat stark in etliche der aufstrebenden Blockchain-Projekte wie Polygon investiert.

Die Dallas Mavericks selbst akzeptieren Krypto-Zahlungen über Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Dogecoin (DOGE) zur Bezahlung des Eintritts zu ihren Veranstaltungen. Cuban gehört zu den jüngsten prominenten Persönlichkeiten, die sich der Kritik an dem US-Infrastrukturgesetz anschließen.

Die unklare Formulierung des Gesetzentwurfs, die darauf abzielt, praktisch alle Krypto-Akteure steuerpflichtig zu machen, kam in der der Kryptobranche jedenfalls nicht gut an.

Das umstrittene U.S. Infrastrukturgesetz

Das 1 Billion Dollar schwere US-Infrastrukturgesetz bringt neue Regeln für die Meldung von Kryptotransaktionen an das US-Finanzamt. Durch die Besteuerung von Krypto-Transaktionen sollen zusätzliche Einnahmen in Höhe von 28 Milliarden Dollar erzielt werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass „Makler“ Informationen über die Übertragung von digitalen Vermögenswerten bereitstellen müssen.

Die Kryptobranche wehrt sich jedoch gegen die schwammige Definition des Begriffs „Makler“. In ihrer jetzigen Form währen praktisch alle Beteiligten, die Miner, Kreditgeber, Staker etc. nach dem neuen Gesetz steuerpflichtig.

Die Kryptounternehmen wären dazu gezwungen, mehr Nutzerdaten zu sammeln. Mehrere Abgeordnete und andere bekannte Persönlichkeiten haben ebenfalls Einwände gegen den Gesetzentwurf. In einer Reihe von Tweets schrieb der CEO von Twitter und Square, Jack Dorsey, am vergangenen Sonntag:

„Amerikanern, die Software und Hardware entwickeln, Kryptowährung schürfen, das Netz sichern oder Knotenpunkte betreiben, um die Ausfallsicherheit und Effizienz zu erhöhen, Meldevorschriften aufzuzwingen, ist eine unmögliche Forderung, die die Entwicklung und den Betrieb dieser wichtigen Technologie nur außerhalb der USA vorantreiben wird. Wenn wir nicht die gesamte Bestimmung streichen, damit wir ordnungsgemäße Anhörungen und Beratungen durchführen können, sollten wir die Definition des Begriffs „Makler“ auf das Wesentliche beschränken: den Umtausch digitaler Vermögenswerte in Fiat-Währung.

Der demokratische Senator Ron Wyden und die republikanischen Senatoren Pat Toomey und Cynthia Lummis haben inzwischen einen Vorschlag unterbreitet, der die Miner von dem Gesetz ausnehmen soll.

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