Kategorien
News

Großbritannien: Kryptobranche ist weitgehend unreguliert – doch viele junge Krypto-Fans wissen das nicht

Laut einer von der FCA durchgeführten Untersuchung glauben 69% der Anleger unter 40, der Kryptomarkt sei reguliert.

Sarah Pritchard, Executive Director of Markets bei der FCA, glaubt, dass die möglichen hohen Renditen in der Kryptobranche unwissende Anleger zu unvorsichtigen Investitionen verleiten.

Kryptowährungen haben in den letzten Jahren bei der Jugend in Großbritannien an Popularität gewonnen. Eine in diesem Jahr durchgeführte Umfrage ergab, dass 45% der jungen Investoren Krypto-Produkte als ihre allererste Investition kauften, wobei eine beträchtliche Anzahl dafür sogar Schulden machte. Erstaunlicherweise wissen die meisten Anleger unter 40 nicht, dass Kryptowährungen nicht reguliert sind. Das heißt, wenn sie ihr Geld verlieren und dann nach dem Verbraucherschutz rufen, stellen sie überrascht fest: es gibt keinen.

Hohe Renditen sind ein hoher Anreiz

Laut einer von der FCA durchgeführten Untersuchung glauben 69% der Anleger unter 40, dass der Kryptomarkt reguliert ist. Sarah Pritchard, Executive Director of Markets bei der FCA, sagt, dass sich die Leute von den möglichen hohen Renditen in der Kryptobranche blenden lassen:

„Es gibt immer mehr Menschen, die auf der Jagd nach hohen Renditen sind. Aber hohe Renditen können auch höhere Risiken bedeuten. Wir wollen den Verbrauchern mehr Vertrauen in ihre Investitionen geben und ihnen dabei helfen, diese sicher zu tätigen und das damit verbundene Risiko zu verstehen.“

Die Untersuchung, an der 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 40 teilnahmen, die in mindestens eines der hochriskanten Produkte investiert hatten, ergab, dass 69% von ihnen das Genze mit einem Glücksspiel vergleichen. Es wurde auch festgestellt, dass der Wettbewerb mit Freunden und Familie bei drei Vierteln der jüngeren Anleger dazu führt, dass sie in Kryptowährungen und andere hochriskante Produkte wie Devisen und Crowdfunding investieren.

Außerdem gaben 58% der Befragten an, durch Werbung für die risikoreichen Anlagen in den sozialen Medien beeinflusst worden zu sein. In den letzten Jahren haben Krypto-Befürworter und Experten die Anlageklasse als geeignet für langfristigen Vermögensaufbau beschrieben. Die jungen Anleger in Großbritannien denken offenbar anders. Nur 21% sagten, dass sie ihre zuletzt erworbenen Vermögenswerte länger als ein Jahr halten wollen. Angesichts vieler Bedenken hinsichtlich des möglichen Risikos, dem sich junge Krypto-Investoren in Großbritannien aussetzen, hat die Regierung mehrere Pläne vorgestellt, darunter eine 15-Millionen-Dollar-Kampagne, um über die Gefahren auf dem Markt aufzuklären.

Kampagne zur Warnung vor den Gefahren der Krypto-Anlagen

Als Teil der Bemühungen hat die FCA die olympische BMX-Goldmedaillengewinnerin Charlotte Worthington in die Kampagne über die Gefahr von Investitionen in hochriskante Produkte einbezogen. Letzte Woche schloss sich der stellvertretende Gouverneur der Bank of England, Jon Cunliffe, der Kampagne an, indem er den Anstieg des Kryptomarktes mit dem Anstieg der Subprime-Hypotheken verglich, die die globale Finanzmarktkrise 2008 ausgelöst hatten.

Die FCA warnt ausdrücklich, dass die schnell wachsende „neue, jüngere und breiter gefächerte Gruppe von Verbrauchern“ durch die zunehmenden Online-Handels-Apps beeinflusst wird, risikoreiche Anlagen zu kaufen. Es wurde berichtet, dass Plattformen wie Robinhood und Reddit den Einstieg von Amateuranlegern in den Aktienmarkt ermöglichten, was zu einem volatilen Handel mit „Meme-Aktien“ wie GameStop und AMC führte.

Der Beitrag Großbritannien: Kryptobranche ist weitgehend unreguliert – doch viele junge Krypto-Fans wissen das nicht erschien zuerst auf Crypto News Flash.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.