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Indonesien verbietet Kryptowährung für Muslime

Indonesien verbietet Kryptowährungen für Muslime
Sie sind angeblich unsicher, fördern das Glücksspiel und richten Schaden an

Kryptowährungen sind für Muslime in Indonesien verboten. Das jedenfalls entschied das National Ulema Council – was auch immer das genau sein mag. Jedenfalls repräsentiert die Behörde Indonesiens oberstes islamisches Gelehrtengremium und hat nun alle Kryptowährungen als haram (verboten) für Muslime eingestuft.

Kryptowährungen verursachen demnach „Unsicherheit und Schäden und fördern das Glücksspiel“. Wenn Kryptowährungen als Waren oder digitale Vermögenswerte den Prinzipien der Scharia entsprechen und einen klaren Nutzen aufweisen, könnten sie allerdings gehandelt werden, so heißt es.

Kryptowährung ist Haram

Indonesien ist zwar kein islamisches Land, aber die Mehrheit seiner Bevölkerung ist muslimisch. Das südostasiatische Land beherbergt die größte muslimische Bevölkerung der Welt. Der MUI ist ein Rat religiöser Führer, der für die Einhaltung der Scharia in dem Land zuständig ist. Das Finanzministerium und die Zentralbank konsultieren diesen Rat in Fragen des islamischen Finanzwesens.

Die indonesische Regierung selbst unterstützt teilweise die Verwendung digitaler Vermögenswerte im Land. Das Gesetz besagt, dass Kryptowährungen als Vermögenswerte und Waren behandelt werden sollten. Die Bürger können sie daher als Anlagemöglichkeit neben Warentermingeschäften handeln. Das Land hofft außerdem, bis Ende des Jahres eine auf Kryptowährungen ausgerichtete Börse einrichten zu können.

Darüber hinaus erwägt die Zentralbank, die Bank Indonesia, Berichten zufolge die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC). In den ersten fünf Monaten verzeichnete Indonesien 370 Billionen Rupiah (35 Milliarden Dollar) an Kryptotransaktionen. Dennoch ist die Verwendung digitaler Münzen als Zahlungsmittel in dem Land seit 2017 nicht mehr erlaubt. Die Rupiah bleibt das einzige gesetzliche Zahlungsmittel in Indonesien.

Der jüngste Erlass der MUI wird den Handel mit Kryptowährungen im Land nicht vollständig unterbinden. Nur Muslime werden von Investitionen in diese Vermögenswerte ausgeschlossen, da einige lokale Institutionen die Ausgabe von Krypto-Vermögenswerten überdenken. Die Fatwa ist daher in Indonesien nicht rechtsverbindlich, aber einige Quellen sagen, dass sie als Quelle für „legislative Inspiration“ genutzt werden kann.

Die andere Seite der Medaille

Die Haltung Indonesiens unterscheidet sich von der anderer muslimisch geprägter Länder. Die Vereinigten Arabischen Emirate zum Beispiel haben den Kryptohandel in der Freizone von Dubai erlaubt. Bahrain hingegen unterstützt seit 2019 Kryptowährungen.

Außerdem wurden Kryptowährungen entwickelt, die auf die islamische Religion ausgerichtet sind. Dazu gehören Muslim Coin und Caizcoin, die sich selbst als Scharia-konforme (Halal) Währungen anpreisen, die in der gesamten Ummah verwendet werden können.

Der Beitrag Indonesien verbietet Kryptowährung für Muslime erschien zuerst auf Crypto News Flash.

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