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Institutionelle Anleger nutzen den von China verursachten Krypto-Einbruch

Krypto-Tracking-Produkte hatten trotz des chinesischen Verbots von Krypto-Transaktionen Zuflüsse in Höhe von 95 Millionen Dollar von institutionellen Anlegern.
China hat schon mehrfach Nachrichten verkündet, die eine negative Anlegerstimmung auslösten, doch die Auswirkungen haben sich in der Vergangenheit immer umgekehrt.

Als die jüngste von China ausgelöste FUD ausbrach, stürzten sich institutionelle Anleger auf die Kursverluste. In der vergangenen Woche verzeichneten Kryptowährung-Anlageprodukte trotz der Auswirkungen des chinesischen Krypto-Verbots Zuflüsse in Höhe von 95 Millionen Dollar.

Institutionelle Krypto-Investitionen markierten nun die sechste Woche mit Zuflüssen in Folge, wie aus dem wöchentlichen Bericht von CoinShares zu den Digital Asset Fund Flows hervorgeht. Zwischen dem 20. und 24. September stiegen die Zuflüsse in digitale Anlagen wöchentlich um 126%. Bitcoin- und Ether-Anlageprodukte dominierten mit 50,2 Millionen Dollar bzw. 28,9 Millionen Dollar an Zuflüssen.

In 13 der letzten 17 Wochen verzeichneten Bitcoin-Anlageprodukte Abflüsse. Allerdings haben sich die Abflüsse in den letzten drei Wochen umgekehrt, was auf eine positive Anlegerstimmung gegenüber Bitcoin in diesem Monat hindeutet. CoinShares zeigt nun, dass die Bitcoin-Zuflüsse im Wochenvergleich um 234% gestiegen sind.

Darüber hinaus verzeichneten Anlageprodukte, die Altcoins verfolgen, ebenfalls bemerkenswerte Zuflüsse. Solana, Cardano und Polkadot hatten Zuflüsse von 3,9 Millionen, 2,6 Millionen bzw. 2,4 Millionen Dollar. Multi-Asset-Fonds verzeichneten in der vergangenen Woche ebenfalls Zuflüsse in Höhe von 6,4 Millionen Dollar.

Institutionelle Anleger nutzen das Krypto-Verbot in China

Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Volksbank China ein Memo, in dem ein landesweites Verbot aller Kryptotransaktionen ausgesprochen wurde. Ursprünglich am 3. September veröffentlicht, aktualisierte die Bank die Maßnahmen, die nun die Bereitstellung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Krypto-Transaktionen durch alle Finanzinstitute und Zahlungsunternehmen verbieten.

Die Nachricht löste einen 8% Kurseinbruch von Bitcoin aus, zusammen mit einem generellen Rückschlag für den Rest des Kryptomarktes. In der Vergangenheit hat China die Kryptomärkte bei 19 verschiedenen Gelegenheiten mit FUDs beeinflusst. Seit 2009 begann das Land,  virtuelle Währungen zu verbieten, und ging dann im Jahr 2013 direkt gegen Bitcoin vor. Danach folgten ähnliche Verbote gegen ander Kryptos.

In jüngster Zeit geriet Chinas zweitgrößter Immobilien-Konzern, die Evergrande Group, mit einem möglichen Zahlungsausfall seiner 300 Milliarden Dollar Schulden in die Schlagzeilen. Dieses Ereignis führte auch zu einem Einbruch des Kryptomarktes.

Nichtsdestotrotz waren solche Angst einflößenden Ankündigungen in den jeweils folgenden Monaten auch mit bedeutenden Haussen verbunden. So untersagten die chinesischen Behörden im September 2017 die Nutzung von Kryptobörsen im Land. Außerdem verbot die Regierung ihren Bürgern die Teilnahme an Initial Coin Offerings (ICOs). Kurz nach diesem doppelten Verbot kletterte Bitcoin von um die 4.000 Dollar auf ein Allzeithoch von rund 20.000 Dollar.

Bei Redaktionsschluss wurde Bitcoin  mit 41.847 Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 4,6% entspricht. Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, wechselte den Besitzer bei 2.907 Dollar, nachdem sie im Laufe des Tages um 6,7% gefallen war. Die Verluste der letzten 24 Stunden haben sich auf dem breiteren Kryptomarkt fortgesetzt. Die jüngsten Daten zu den Zuflüssen von Krypto-Investmentprodukten deuten jedoch auf ein höheres Vertrauen hin, das durch Chinas Verbote oder andere FUDs nicht beeinträchtigt wird.

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