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Iris-Scan gegen Kryptowährung – kuriose Plattform startet mit Bewertung von einer Milliarde Dollar

Eine Plattform, die Kryptowährung im Austausch für einen Iris-Scan anbietet, startete am Donnerstag mit einer Bewertung von einer Milliarde Dollar.
Das Projekt wird von Datenschutzexperten kritisiert, die vorbringen, es verletze die Privatsphäre der Nutzer, weil es hochsensible Informationen sammle.

Im Juni schlug der Tech-Investor Sam Altman einen Weg zur Verbesserung des universellen Grundeinkommens und zum Übergang zu virtuellen Währungen durch eine Kryptowährung namens Worldcoin vor. Mit den Mitgründern Alexander Blania und Max Novendstern ist Worldcoin nun mit einer Bewertung von einer Milliarde Dollar gestartet. 25 Millionen Dollar dieser Finanzierung kamen von den Investoren Andreesen Horowitz von Coinbase Global, Reid Hoffman, a16z und dem Krypto-Milliardär Sam Bankman-Fried. Ihre Beteiligung hat dem Projekt die dringend benötigte Legitimität verliehen.

Worldcoin verwendet einen kugelförmigen, basketballgroßen Scanner, der Die Iris des Augapfels scannt, um jeder gescannten Person eine eindeutige persönliche Kennung in Form eines kurzen numerischen Codes zu geben. Die registrierten Personen erhalten anschließend kostenlose Worldcoin und alle Scans werden „sofort“ gelöscht, um eine Verletzung der Privatsphäre der Probanden zu verhindern. Wie CNF berichtete, wurde der Iris-Scan eingesetzt, um Betrügereien durch Mehrfachregistrierungen zu verhindern.

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Auf einer neuen Website verweist Worldcoin auf seinen Plan, jährlich 50.000 Scanner zu produzieren. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass seine Kryptowährung bis 2023 Milliarden Kunden haben wird.

Worldcoin startet unter Kritik von Datenschützern

Als Worldcoin zum ersten Mal veröffentlicht wurde, wiesen viele Befürworter von Kryptowährungen auf zahlreiche System-Mängel hin. Datenschutzexperten sind besorgt über das mögliche Hacken von biometrischen Daten. Das Projekt wurde auch mit der angeblichen Überwachung „dunkelhäutiger“ Obdachloser durch Google und der Building Blocks Initiative des Welternährungsprogramms von 2017 verglichen. Diese nutzte Blockchain und biometrische Daten, um die Identität von Flüchtlingen in Jordanien zu überprüfen. Ein Datenschutzanwalt ging sogar so weit zu sagen, dass das Unternehmen und seine Währung „einfach nicht existieren sollten“.

Worldcoin unterscheidet sich jedoch von Unternehmen, die persönliche Kunden-Daten zu Werbezwecken nutzen. Im Abschnitt „Privacy by Design“ auf der Worldcoin-Website heißt es, dass das Scannen von Augäpfeln erfolgt:

„Sie können feststellen, ob Sie echt und einzigartig sind, ohne dass Sie persönliche Daten wie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre Anschrift oder Ihre Telefonnummer angeben müssen.“

Persönliche Identifikatoren werden auch nicht „mit den Wallets oder Transaktionen der Kunden verknüpft, wodurch deren Privatsphäre weiter geschützt wird“. Darüber hinaus vergleicht sie den Prozess der eindeutigen Identifizierung mit dem Mischen von 12 verschiedenen Farben und der Aufforderung an jemanden, die ursprünglichen Farben zu bestimmen. Datenexperten argumentieren jedoch, dass gescannte Daten weitaus sensibler sind als Telefonnummern und andere Daten, die im Projekt erwähnt werden. Außerdem können solche Daten im Gegensatz zu einer Telefonnummer nicht ersetzt werden, wenn sie einmal kompromittiert wurden.

Iris-Scan gegen Kryptowährung

Nach Angaben von Blania erhalten die Probanden zwischen 10 und 200 Dollar, nachdem ihre ID erstellt wurde. 10 Prozent dieses Betrags sind im Voraus verfügbar, der Rest wird über 2 Jahre verteilt. Außerdem heißt es auf der Website, dass nicht alle Teilnehmer gescannt werden müssen, sondern nur diejenigen, die Worldcoin gratis haben wollen.

Zuvor befand sich das Projekt mit Sitz in San Francisco in einer Testphase in ausgewählten Städten. Gegenwärtig setzt Worldcoin Sub-Unternehmer, insbesondere Franchisenehmer, als Orb-Betreiber ein. Es wird dazu aufgerufen, dass sich mehr Menschen auf der Website als Orb-Betreiber bewerben, um auch in die kleinsten Räume rund um den Globus vorzudringen.

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