Kategorien
News

IWF empfiehlt CBDCs und gemeinsame globale Krypto-Regulierungsstandards

Der IWF will die Risiken aus der zunehmenden Adoption von Kryptowährungen mit neuen Vorschlägen abfedern.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine Reihe an Handlungsvorschlägen für Schwellen- und Entwicklungsländer für deren Umgang mit Kryptowährungen herausgegeben. Ziel ist es, damit die globale Finanzstabilität zu sichern.

Der IWF sieht in Kryptowährungen trotz der schwächeren Marktlage seit dem Mai 2021 das Potenzial, ein wichtiges Werkzeug für schnellere und kostengünstigere internationale Zahlungen zu werden. Die Hauptgründe für die rasante Adoption von Kryptowährungen macht der Bericht allen voran an deren hohen Renditen, geringen Transaktionskosten, hoher Transaktionsgeschwindigkeit und niedrigen Standards bei der Geldwäschebekämpfung (AML) fest.

Um den Risiken für die weltweite Finanzstabilität, die laut IWF aus dem Krypto-Handel resultieren, zu entgegnen, empfiehlt der Bericht:

„Politik und Regierungen müssen globale Standards für Kryptowährungen entwerfen, und deren Überwachung verbessern, indem sie wichtige Datenlücken schließen. Schwellen- und Entwicklungsländer, denen eine besonders schnelle Krypto-Adoption bevorsteht, sollten ihre gesamtwirtschaftlichen Maßnahmen stärken und über die Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen nachdenken.“

Der IWF stellt zudem fest, dass der Kryptomarkt inzwischen deutlich mehr als nur Bitcoin (BTC) ist, wobei besonders die Stablecoins immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Aus den risikobereinigten Daten der letzten drei Jahre leitet der Bericht wiederum ab, dass Kryptowährungen inzwischen vergleichbare Renditen zu etablierten Finanzprodukten wie dem S&P 500 (Aktienmarkt) oder Immobilienmarkt einfahren (siehe unten).

Neben der Herausgabe von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) empfiehlt der IWF auch „eine Regulierung proportional zum Risiko von Stablecoins“. Auch eine Entkopplung vom US-Dollar könnte zusätzlich helfen, denn viele Stablecoins sind an diesen gebunden.

Bereits im Juli 2021 hatte Cointelegraph berichtet, dass die IWF eine stärkere Regulierung von Kryptowährungen fordert. Auch damals hatte ein zugehöriger Bericht schon eingeräumt, dass durch Digitalwährungen „Zahlungen einfacher, schneller und günstiger machen, und diese einfacher über Grenzen hinweg möglich machen können, was Vorteile für alle bringen würde“.

Die IWF hatte jüngst auch ein Treffen mit Nayib Bukele, dem Präsidenten von El Salvador, angestrengt, um dessen Einführung von Bitcoin zu besprechen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.