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Jack Dorsey kritisiert Zentralisierung: “Web 3.0 gehört ihnen nicht”

Oft ist es für Risikokapitalfirmen und Kommanditgesellschaften wichtig, dass Unternehmen sich nach bestimmten Regulierungen richten. Dezentralisierung spielt beim Wachstum für diese Firmen keine Rolle.

Am Dienstag hat Jack Dorsey, der Mitbegründer und ehemalige CEO von Twitter sowie der Gründer und CEO von Block (damals noch Square) die Web 3.0-Entwicklung kritisiert. Elon Musk, der CEO von Tesla, schloss sich Dorseys an und spottete ebenfalls. Dorsey antwortete unter anderem auf die Frage, ob Kryptowährungen den US-Dollar ersetzen werden. Er meinte, dass Bitcoin das tun werde. 

Web 3.0 ist eine dezentralisierte Version des Internets mit öffentlichen Blockchains, Technologie im Zusammenhang mit dem Metaversum, nicht-fungiblen Token und dezentralisierter Finanzierung. Dieses Internet soll frei von zentralisierten Mächten, wie etwa Unternehmensservern, sein. 

You don’t own “web3.”

The VCs and their LPs do. It will never escape their incentives. It’s ultimately a centralized entity with a different label.

Know what you’re getting into…

— jack⚡️ (@jack) December 21, 2021

Dorsey kritisierte allerdings die Tatsache, dass Risikokapitalfirmen und Kommanditgesellschaften oft “Web 3.0”-Projekte finanzieren und damit direkt mit dezentralisierten Alternativen, wie etwa Initial Coin Offerings, konkurrieren. Risikokapital & Kommanditgesellschaften können Blockchain-Mitbegründer aufgrund ihrer Anteile unter Druck setzen, sich nach zentralisierten Regulierungsmechanismen, wie etwa Identitätsprüfungen, zu richten. Das allerdings widerspricht der Krypto-Kernphilosophie. 

Ohne viel hinzuzufügen meinte Elon Musk, dass “Web 3.0”-Projekte ihrem Namen nicht wirklich gerecht geworden sind.

Has anyone seen web3? I can’t find it.

— Elon Musk (@elonmusk) December 21, 2021

In diesem Zusammenhang: Indien: Bundesstaat will Web 2.0- und Web 3.0-Blockchain-Startups unterstützen

Laut einem Bericht von PitchBook, haben Fintech-Firmen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 insgesamt 88,3 Milliarden US-Dollar von Risikokapitalfirmen erhalten. Das ist im Vergleich zu 2020 mit 44,9 Milliarden US-Dollar doppelt so viel. In dem Bericht wird die steigende Akzeptanz von Kryptowährungen auch als potentieller Wachstumstreiber hervorgehoben. Insbesondere deshalb, weil immer mehr Institutionen einen Zugang zu digitalen Vermögenswerten suchen.

Der ehemalige Twitter-CEO Dorsey betont immer deutlicher, dass er einen Beitrag zur Bitcoin (BTC)-Ökonomie leisten will, seit er im November als Chef des so Social-Media-Riesen zurückgetreten ist. Wie Cointelegraph bereits berichtete, plant Dorsey, eine dezentrale Bitcoin-Börse aufzubauen, mit der man eine nicht verwahrende Wallet leichter finanzieren kann. 

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