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Japanische Behörden decken chinesisches Immobilien-Take-Over von 237 Millionen Dollar auf

Steuerbeamte in Tokio haben ein 237 Millionen Dollar schweres Kryptogeschäft aufgedeckt, das zum Erwerb  japanischer Immobilien durch chinesische Investoren führte
Drei in China ansässige Personen und ein in Tokio ansässiges Unternehmen, das von einem Chinesen Staatsbürger geleitet wurde, stehen dahinter

Die Steuerbehörden in Tokio haben kürzlich ein millionenschweres Kryptowährungs- und Immobilienkomplott aufgedeckt, mit dem sie sich den strengen Augen der chinesischen Behörden entziehen wollten. Nach Angaben der regionalen Steuerbehörde von Tokio wurde die Verschwörung bei der Prüfung eines auf ausländische Touristen ausgerichteten Fotostudiounternehmens aufgedeckt.

Das ungenannte Unternehmen, das bis zu seiner Schließung im Jahr 2020 im Taito Ward der Hauptstadt tätig war, meldete einen Jahresumsatz von etwa 10 Millionen Yen. Die Steuerbeamten entdeckten jedoch riesige Summen nicht angegebener Gelder, die auf den Konten des Unternehmens ein- und ausgingen. Eines dieser Konten war mit einer Kryptowährungsbörse verbunden, die Kryptowährungen in Yen umtauschen sollte.

Berichten zufolge schickten drei in China ansässige Personen Kryptowährung im Wert von 27 Milliarden Yen an das Unternehmen in Tokio, um sie in Yen umzuwandeln. Wie sich herausstellte, diente das Trio als Vermittler zwischen wohlhabenden chinesischen Investoren und japanischen Immobilienverwaltern. Das chinesische Gesetz besagt, dass jede Person, die mehr als 50.000 Dollar (etwa 5,6 Millionen Yen) ins Ausland transferieren will, eine Genehmigung der chinesischen Regierung braucht.

Chinesen entdecken Kryptowährungen für Immobiliengeschäfte

Ein weiteres Hindernis für diese chinesischen Investoren waren die strengen Vorschriften Pekings, wenn es um Immobilieninvestitionen in anderen Ländern geht. Shingo Mori, ein Anwalt, der sich mit chinesischen Transaktionsbeschränkungen auskennt, sagte, es sei unwahrscheinlich, dass Peking Geldtransfers für Investitionen in ausländische Immobilien genehmigen würde.

Darüber hinaus hat die Volksbank China in diesem Jahr ein generelles Verbot von Kryptowährungen und damit verbundenen Aktivitäten ausgesprochen. Digitale Vermögenswerte machten es der Bank schwer, Geldtransfers im Land zu verfolgen.

Um diese Hürden zu umgehen, beschaffte sich das chinesische Trio Yuan von chinesischen Immobilieninvestoren und schickte sie an das Unternehmen in Tokio zur Konvertierung in Yen. Anschließend wiesen sie über die WeChat-App an, das Geld für Immobiliengeschäfte in Japan zu verwenden. Interessanterweise wurde das inzwischen aufgelöste Unternehmen von einem Mann in den 30ern geleitet, der aus China stammt. Er hatte einem Bekannten 1 Milliarde Yen geliehen, obwohl das Unternehmen nur einen geringen Jahresumsatz hatte.

Die Transaktion in Höhe von mehreren Milliarden Yen fand in den drei Jahren vor März 2019 statt. Das Tokioter Unternehmen hat laut Steuerbehörden einen Teil der Yen als Provision für seine „Dienstleistungen“ eingestrichen. Die Behörden zogen in Erwägung, das Unternehmen für seine Provisionen zu besteuern, entschieden sich dann aber aufgrund der finanziellen Verluste des Unternehmens dagegen.

Verfolgung großer Krypto-Transaktionen

Ein pensionierter Mitarbeiter der Nationalen Steuerbehörde sagte, dass große Steuerprobleme entstehen würden, wenn die Steuerbehörden nicht in der Lage wären, große Zuflüsse in Form von Kryptowährungen zu verfolgen. Steuerbeamte haben das Mandat, Kundeninformationen von Börsen einzuholen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Damit soll sichergestellt werden, dass Personen, die mit großen Mengen Kryptowährungen umgehen, ordnungsgemäß Bericht erstatten. Doch trotz der Bemühungen hat sich die Überwachung solcher Transaktionen als schwierig erwiesen, insbesondere bei Börsen, die keine verpflichtenden KYC-Richtlinien  haben.

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