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JPMorgan: Bitcoin ist um 50% überbewertet – trotzdem erwartet die Bank 2022 eine überdurchschnittliche Performance

Laut JPMorgan liegt der „faire“ Wert von Bitcoin fast 50 Prozent unter dem aktuellen Marktpreis.
JPMorgan bleibt jedoch optimistisch, dass Bitcoin auch 2022 eine überdurchschnittliche Performance erzielen wird.

Bei dem amerikanische Bank- und Investmentriesen JPMorgan ist man der Meinung, dass die weltweit größte Kryptowährung Bitcoin mit dem aktuellen Kurs von 63.000 Dollar stark überbewertet ist. In ihrem jüngsten Bericht an die Investoren behauptet die Bank, der „faire“ Wert von Bitcoin liege laut dem bankeigenen Preismodell bei 35.000 Dollar. Gleichwohl fügen die Bankstrategen hinzu, dass ein Kursziel von 73.000 Dollar für Bitcoin vernünftig erscheine, wenn die Volatilität bis ins nächste Jahr anhält. Im einzelnen heißt es:

„Dies stellt die Idee in Frage, dass ein Preisziel von 100.000 Dollar oder mehr, was der aktuelle Konsens für 2022 zu sein scheint, ein nachhaltiges Bitcoin-Ziel ist, wenn es nicht zu einem signifikanten Rückgang der Bitcoin-Volatilität kommt.“

Obwohl JPMorgan den aktuellen Einstiegspunkt für unattraktiv hält, bleibt man dort auf Sicht von mehreren Jahren optimistisch. Dennoch empfiehlt sie Kryptowährungen aufgrund ihrer starken Volatilität nicht als „Kernbestand“ für Anleger.

Kryptowährungen werden auch 2022 gut abschneiden

In seinem Bericht an die Investoren erklärte JPMorgan weiter, man habe sich auf alternative Anlagen konzentriert, zu denen auch digitale Vermögenswerte gehören. Der Bankriese sieht für alternative Anlageklassen wie private Schuldtitel und privates Beteiligungskapital im nächsten Jahr eine Rendite von 11 Prozent. Das ist mehr als das Doppelte der 5%  für Aktien und festverzinsliche Wertpapiere.

Volatilität hin oder her, seit Ende September sind die Bewertungen des gesamten Kryptowährungsmarktes um 30% gestiegen. Derzeit liegt die globale Marktkapitalisierung von Kryptowährungen knapp über 2,75 Billionen Dollar. Der jüngste Anstieg im letzten Monat ist auf den großen Optimismus zurückzuführen, der die Einführung der ersten Bitcoin-Futures-Kontrakte begleitet. Seit dem September-Schlussstand von rund 42.000 Dollar hat der Bitcoin Kurs um fast 50% zugelegt und wird derzeit nahe seinem Allzeithoch gehandelt. Aber die Strategen der Bank warnen, dass die Bitcoin-Futures-ETFs mit Kosten verbunden sein können.

Mehr zum Thema: JPMorgan strategists warn that Bitcoin Futures ETFs may come at a cost

Die Bankstrategen sind jedoch nach wie vor der Meinung, dass Bitcoin ein besserer Inflationsschutz als Gold ist. „Inflationssorgen bei den Anlegern haben das Interesse an Bitcoin zur Inflationsabsicherung wieder aufleben lassen“, schreiben die Analysten der Bank. Im Laufe des letzten Jahres hat Bitcoin den Wert von Gold um ein Vielfaches übertroffen und sich zu echtem „digitalen Gold“ entwickelt.

JPMorgan-Chef und Bitcoin-Kritiker Jamie Dimon hält jedoch weiterhin aus seiner Bitcoin-Abneigung keinen Hehl. Er sagte, er würde nicht in Bitcoin investieren, selbst wenn der Bitcoin-Preis in den nächsten zehn Jahren um das Zehnfache steigen würde. Im Übrigen ist für ihn die größte Kryptowährung der Welt „wertlos“.

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