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JPMorgan, Deutsche Bank und andere Banken lehnen neue Baseler Regeln für Kryptowährungen ab

Die Banken sträuben sich vehement gegen die vom Baseler Ausschuss vorgeschlagenen neuen strengen Vorschriften zur absicherung von Kryptowährungen.

JPMorgan und die Deutsche Bank erklärten, dass die neue Regelung ein hohes Risiko darstelle und außerdem unnötig sei.

Führende US-amerikanische und europäische Banken wehren sich mit Händen und Füßen gegen die strengen Baseler Regeln für Banken, die Kryptowährungen halten. Die Banken lehnten die Baseler Regeln ab, die vorschreiben, dass sie für jeden Dollar an Bitcoin, den sie bilanzieren einen realen Dollar als Sicherheit stellen müssten. Dem Baseler Ausschuss gehören die Eropöische Zentralbank,  die Federal Reserve Bank der USA und viele andere staatliche Zentralbanken an.

Im Juni stellte eine Gruppe aus globalen Zentralbankern und Vertretern von Regulierungsbehörden, der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, neue Regeln für Kryptowährungen vor. Die Kryptobranche wertet sie als Versuch, Banken davon abzuhalten, sich in Bitcoin zu engagieren. In den neuen Regelungsvorschlägen heißt es, dass das kontinuierliche Engagement der Banken in Bitcoin „die Risiken für die globale Finanzstabilität erhöhen könnte, wenn keine Kapitalanforderungen eingeführt werden“.

Banken kämpfen gegen Baseler Krypto-Regeln

Jetzt kämpfen JPMorgan, die Deutsche Bank und andere Bankenriesen gegen die vorgeschlagene Regelung. Die Global Financial Markets Association, der JPMorgan und die Deutsche Bank angehören, formulierten und veröffentlichten am 21. September zusammen mit fünf Branchenverbänden ein Schreiben, das sich gegen die strengen Baseler Regeln richtet.  Andere Verbände unterzeichneten das Schreiben ebenfalls. Zu ihnen gehören das Financial Services Forum, die Futures Industry Association, die International Swaps and Derivatives Association, die Chamber of Digital Commerce, die Global Financial Markets Association und das Institute of International Finance.

Die Verbände erklären in dem Brief an den Baseler Ausschuss:

„Wir halten die Vorschläge in der Konsultation für so übermäßig konservativ und vereinfachend, dass sie faktisch eine Beteiligung der Banken an den Märkten für Krypto-Investitionen ausschließen würden.“

Der Vorschlag des Baseler Ausschusses kam inmitten der anhaltenden Attacke gegen Kryptowährungen weltweit. Auch Führungskräfte von Zentralbanken haben sich negativ über Bitcoin und andere Krypto-Assets geäußert. Gleichzeitig arbeiten mehrere Großbanken derzeit an der Entwicklung digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs).

EZB-Präsident: Kryptowährungen sind keine Währungen

In einer kürzlich abgegebenen Erklärung sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, dass Kryptowährungen keine Währungen seien. Doch Sie lobt den digitalen Euro und versucht, Investoren davon zu überzeugen, darin anstatt in Bitcoin zu investieren. Ungeachtet aller negativen Kommentare wird Bitcoin sowohl von Privatanlegern als auch von institutionellen Investoren weiterhin bevorzugt. Im vergangenen Jahr haben auch Banken und andere Unternehmen Interesse an Bitcoin-Engagements gezeigt. In der Erklärung der Verbände heißt es weiter:

„Der Ausschuss erklärte im Juni, dass die Banken eine Risikogewichtung von 1.250% auf Bitcoin anwenden sollten, was in der Wirkung dem Abzug des Vermögenswerts vom Kapital ähneln soll. Wenn eine Bank also ein Bitcoin-Engagement im Wert von 100 Dollar hat, würde dies zu risikogewichteten Aktiva von 1.250 Dollar führen, was multipliziert mit der Mindestkapitalanforderung von 8% dazu führt, dass mindestens eine Rückstellung von 100 Dollar vorgenommen werden müsste.“

In dem Schreiben der Banken heißt es weiter, dass eine solch hohe Risikogewichtung für Bitcoin nicht notwendig sei.

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