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JPMorgan warnt vor möglichen Kosten von Bitcoin-Futures-ETFs

Laut JPMorgan kann der Boom der Bitcoin-Futures-ETFs die Kosten für ETF-Anleger erhöhen.
Zwei weitere ETFs kommen am 22. und 25. Oktober auf den Markt.

Experten der Investmentbank JPMorgan Chase & Co haben davor gewarnt, dass der Nachholbedarf an börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) eine Bedrohung für den Terminmarkt darstellt und zu einer Verzerrung des Marktes führen könnte. Sie merkten an, dass die aufgestaute Nachfrage die Kosten der ETF-Anleger erhöhen könnte. Die Reaktion von JPMorgan kam nur wenige Tage nach dem Start des ProShares Bitcoin Strategy ETF.

JPMorgan: Bitcoin-Futures-ETFs können mit Kosten verbunden sein

Im Vorfeld der historischen Notierung des ersten Bitcoin-gebundenen ETF in den USA, des ProShares Bitcoin Strategy ETF, warnte die Wall Street, dass ein erfolgreicher Kursverlauf zu erhöhten Kosten führen würde. Nun ist der ETF unter dem Ticker „BITO“ gestartet, und Experten warnen bereits vor einer möglichen Verzerrung des Futures-Marktes.

Der ProShares Bitcoin Strategy ETF hat es geschafft, einer der erfolgreichsten Fonds der Geschichte zu werden. Innerhalb von 48 Stunden hat er über 1,5 Milliarden Dollar eingesammelt.

Genau da liegt das Problem – die Kosten, die das kontinuierliche Rollover von Carry-Kontrakten decken, die von dem börsengehandelten Fonds gehalten werden. Laut den JPMorgan-Experten Bram Kaplan und Marko Kolanovic macht BITO bereits ein Viertel des offenen Interesses an Bitcoin-Kontrakten im Oktober und November aus. Kaplan und Marko erläuterten ihre Bedenken:

„Dieser Übertragungseffekt der Futures könnte noch größer werden, wenn die Produkte erhebliche Vermögenswerte anhäufen. Sie werden sowohl die Futures-Kurve im Vergleich zu den Kassapreisen als auch die Rolls zwischen den Kontrakten weiter in die Höhe treiben, was zu höheren Carry-Kosten führt.“

Die Experten sagen, dass die durchschnittlichen jährlichen Kosten des Rolldowns zwischen dem zweiten und dem ersten Bitcoin-Future bei etwa 9% liegen. Darüber hinaus liegen die durchschnittlichen jährlichen Kosten zwischen dem vierten und dem zweiten Futures bei etwa 8%. Weiter stellten sie fest:

„Je mehr Anleger eine Long-Position eingehen, desto teurer wird es, sie zu halten, da das ETP selbst den Markt beeinflusst.“

Weitere ETFs werden in den USA aufgelegt

Angesichts der Probleme, die bei der Auflegung des ProShares Bitcoin Strategy ETF aufgetreten sind, sollten wir mit weiteren Bedenken rechnen, wenn weitere ETFs auf den Markt kommen. Ein weiterer Bitcoin-gebundener ETF in den USA wird am 22. Oktober den Handel aufnehmen. Der Valkyrie Bitcoin Strategy Fund wird den Handel unter dem Ticker-Kürzel „BTFD“ aufnehmen. Nach einem erfolgreichen Start wird der Valkyrie Bitcoin Strategy Fund der zweite seiner Art sein, der in den USA aufgelegt wird.

Endlich erleben wir die lang erwartete Einführung von Bitcoin-ETFs in den USA. Viele Anträge wurden bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. Außerdem hat die SEC mit VanEck einen dritten Bitcoin-Futures-ETF genehmigt. VanEck wird sein Angebot ab dem 25. Oktober starten, das dritte seiner Art in den USA.

Nach Einführung des ersten ETF Anfang der Woche verzeichnete Bitcoin ein neues Allzeithoch von über 66.000 Dollar.

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