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Kasachstan will bis Ende 2022 Entscheidung über digitalen Tenge treffen

Die Zentralbank von Kasachstan plant weitere Tests zu einer nationalen Digitalwährung, um bis Dezember 2022 eine Entscheidung treffen zu können.

Die unscheinbare „Mining-Weltmacht“ Kasachstan konkretisiert immer mehr ihre Bemühungen um eine eigene Zentralbank-Digitalwährung (CBDC).

So hat die National Bank of Kazakhstan nun einen ersten Prototypen eines digitalen Tenge fertiggestellt, wie Zentralbankchef Erbolat Dossayev laut Nachrichtendienst Kazinform bestätigt.

Als nächstes will die kasachische Zentralbank ihre vorläufigen Forschungsergebnisse vorlegen und ein erstes CBDC-Pilotprojekt in die Wege leiten. Am Pilotprojekt sollen sowohl heimische Finanzinstitute als auch internationale Kooperationspartner beteiligt werden.

Obwohl die Digitalwährung Kasachstan also immer konkretere Züge annimmt, hat sich die Regierung längst noch nicht endgültig zu einer Einführung entschlossen. Wie Dossayev angibt, soll eine entsprechende Entscheidung spätestens im Dezember 2022 getroffen werden.

Dabei sieht sich die Nationalbank langsam unter Zugzwang, denn immer mehr Länder auf der Welt arbeiten mit Hochdruck an einer CBDC oder haben gar schon eine digitale Version ihrer jeweiligen Landeswährung lanciert.

Immerhin schreitet Kasachstan mit schnellen Schritten voran, denn erst im Mai 2021 wurde der öffentliche Konsultationsprozess zum digitalen Tenge eingeleitet, nachdem im Vorjahr erste Überlegungen angestellt worden waren.

Der Wasserstand der „Mining-Weltmacht“ ist dabei ähnlich wie die des großen Nachbarn Russland, der Anfang 2022 mit Tests zu einem digitalen Rubel beginnen will.

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