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Kosovo: Polizei beschlagnahmt 300 Krypto-Mining-Geräte

Der kosovarische Wirtschaftsminister twitterte, das Land würde durch die Beschlagnahmung von Krypto-Mining-Geräten zehntausende Euro pro Monat sparen.

Die Polizei im Kosovo geht härter gegen Krypto-Miner im Land vor. Allein am Samstag wurden mehr als 300 Mining-Geräte beschlagnahmt.

In einer Meldung der kosovarischen Polizei vom Samstag heißt es, diese habe 272 Bitcoin-Mining-Geräte der Modellreihe “Antminer” in der Gemeinde Leposavic und weitere 39 Geräte in der Nähe von Prishtina beschlagnahmt.

Die Polizei in Kosovo beschlagnahmte am 8. Januar in Leposavic 272 Krypto-Mining-Geräte der Modellreihe “Antminer”. Quelle: Kosovarische Polizei

Die Polizei stoppte auch einen Fahrer, der in der Nähe von Druar, in Vushtrri, sechs Krypto-Mining-Geräte mit 42 Grafikkarten (GPUs) transportierte. Der Fahrer wurde vernommen und dann wieder freigelassen.

Die Wirtschaftsministerin Artane Rizvanolli bekundete auf Twitter ihre Unterstützung für die kosovarische Polizei und schrieb: “Zehntausende Euro pro Monat an Steuergeldern gespart = Energie für Hunderte von kosovarischen Familien in der Krise.”

Stromknappheit im Kosovo

Im Dezember verhängte Kosovo aufgrund einer Energiekrise und Stromknappheit für 60 Tage den Ausnahmezustand. Seitdem hat der Wirtschaftsminister am Mittwoch ein pauschales Verbot für Krypto-Mining verhängt. Kosovo importiert derzeit über 40 Prozent seiner Energie.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, verbraucht das Bitcoin-Mining 101 TWh pro Jahr. Das ist mehr Strom, als etwa die Philippinen verbrauchen. Miner gehen zunehmend auf erneuerbare Energiequellen über, vor allem in den Vereinigten Staaten, die das neue Mining-Zentrum geworden sind.

Laut niederländischen Nachrichtenplattform The Paypers wird Krypto-Mining im Kosovo seit einiger Zeit immer beliebter. Bis vor kurzem war der Strom für die Bewohner der überwiegend serbischen Gemeinden im Norden des Landes seit Ende des Kosovo-Krieges im Jahr 1999 kostenlos.

In diesem Zusammenhang: Iran pausiert Stromexporte wegen Krypto-Mining und heißem Sommer

Ende November 2021 gab der Stromnetzbetreiber KOSTT bekannt, er werde die vier Gemeinden im Norden des Landes nicht mehr kostenlosen Strom versorgen: Mitrovica Nord, Zvecan, Zubin Potok und Leposavic.

Das Balkanland war bis 2008 Teil von Serbien und hat dann aber seine Unabhängigkeit erklärt. In den letzten Monaten haben auch mehrere andere Staaten, darunter Iran und Kasachstan, Bedenken im Hinblick auf Stromausfälle aufgrund von Mining geäußert.

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