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Krypto-Plattform nun über 4 Mrd. US-Dollar wert: Dritte Finanzierungsrunde für Bitpanda

Die Krypto-Plattform Bitpanda aus Wien ist nun 4,1 Milliarden US-Dollar wert. Das ist dreimal mehr als bei der letzten privaten Finanzierungsrunde der Plattform im März.

Das Wiener Kryptowährungsunternehmen Bitpanda hat eine dritte große private Finanzierungsrunde unter der Leitung von Peter Thiels Unternehmen Valar Ventures abgehalten.

Das Unternehmen konnte dabei 263 Millionen US-Dollar aufbringen und sich neue Investitionen des britischen Milliardärs und Hedgefonds-Managers Alan Howard und REDO Ventures sichern. Damit hat das Unternehmen nun einen Wert von 4,1 Milliarden US-Dollar. Zuletzt wurde es mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet, nachdem es im März dieses Jahres 170 Millionen US-Dollar aufgebracht hat.

Bitpanda hat in verschiedenen privaten Finanzierungsrunden inzwischen fast 500 Millionen US-Dollar aufgebracht. Neben dem dreimaligen Geldgeber Valar Ventures haben auch LeadBlock Partners und Jump Capital mehrmals investiert. Seit 2014 konzentriert sich das Unternehmen auf die Vermittlung von Kryptowährungen und Edelmetallen. Die Plattform testet derzeit den Aktienhandel rund um die Uhr.

In einem Interview mit CNBC sagte Eric Demuth, der Mitbegründer und Co-Chef von Bitpanda, dass das Aktienangebot wahrscheinlich bis Ende des Jahres fertig sein werde. Unter Krypto-Nutzern hat sich die Plattform als sehr beliebt erwiesen. Mit dieser neuen Dienstleistung würde sie mit sehr erfolgreichen Aktienhandels-Apps wie Robinhood gleichziehen, deren Bekanntheit und Handelsvolumen im Zuge des GameStop-Skandals Anfang des Jahres stark gestiegen sind. 

Eines der herausragenden Merkmale von Bitpanda ist seine Rentabilität. Demuth sagte, das Unternehmen sei in den letzten fünf Jahren profitabel gewesen. Es legt seine genauen Jahreseinnahmen gegenüber Reportern zwar nicht offen, aber diese könnten sich wohl bis Ende 2021 versiebenfachen. Mit derzeit über 3 Millionen Nutzern hinkt die Plattform immer noch deutlich hinter den Konkurrenten Robinhood und Revolut. Das ist einer der Unterschiede. Der Börsengang von Revolut hat Anfang des Jahres einen Quartalsverlust von 1,4 Mrd. US-Dollar ausgelöst. Revolut hat 2020 über 230 Mio. US-Dollar verloren. Das sind im Vergleich zu 2000 1957 Prozent mehr.

Bitpanda hat im März 2021 eine Investition von DST Global, dem Geldgeber von Robinhood, erhalten. Bis Redaktionsschluss wurde dieses Unternehmen aber nicht als Teilnehmer an der jüngsten Finanzierungsrunde bestätigt.

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Bitpanda ist ausschließlich in Europa tätig und plant, mit Hilfe dieser neuen Investitionen auf neue Märkte wie Frankreich, Spanien, Italien und Portugal expandieren zu können. Das Unternehmen plant derzeit nicht, an die Börse zu gehen. Aber Demuth hat sich positiv über die jüngste Notierung von Wise an der Londoner Börse geäußert. Diese Firma hat es wie Spotify im Jahr 2018 an der New Yorker Börse gemacht. Einen Börsengang über eine Fusion mit einer speziellen Übernahmegesellschaft, wie es auch der Stablecoin-Emittent Circle bei seinem Börsengang an der NYSE gegen Ende des Jahres machen will, hat Demuth ausgeschlossen.

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