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Kurz vor der Wahl: Kanadischer „Querdenker“ fordert Einführung von Bitcoin

Ein ehemaliger kanadischer Minister und „Querdenker“ macht sich kurz vor Kanadas Bundestagswahl für eine Einführung von Bitcoin stark.

Maxime Bernier, der Gründer und Vorsitzende der Kanadischen Volkspartei, befürwortet die Einführung von Kryptowährungen in seinem Land.

In einem entsprechenden Tweet vom 14. September bezeichnete Bernier Kryptowährungen als „neuen und innovativen Weg“, die geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken zu kontern, denn diese würden „unser Geld und unsere Wirtschaft zerstören“. Dabei stört sich der kanadische Politiker in erster Linie daran, dass die Bank of Canada „Geld druckt“. Auch Premierminister Justin Trudeau würde mit seiner Wirtschaftspolitik einen Teil zu dieser Zerstörung beitragen.

Der frühere Minister, der den spöttischen Spitznamen Mad Max trägt, gilt auch als ausgewiesener Kritiker der Corona-Politik. Dementsprechend fordert der „Querdenker“ ein Ende des Lockdowns und der Maskenpflicht, außerdem will der Impfgegner verhindern, dass eine regelrechte Impfpflicht entsteht.

Das Lob für Kryptowährungen kurz vor der kanadischen Bundestagswahl am 20. September hat also einen kleinen Beigeschmack, und ist wohl dem Populismus zuzuordnen, denn die Kanadische Volkspartei hat derzeit keine Sitze im Parlament. Obwohl zwar viele rechte Politiker explizit für Bitcoin (BTC) und Kryptowährungen Stellung beziehen, ist die Anlageklasse nicht zwangsläufig auf einer politischen Seite verhaftet.

Kanada hat sich in den vergangenen Jahren als relativ offen gegenüber der Kryptobranche erwiesen. Nicht nur, dass Ethereum-Gründer Vitalik Buterin russisch-kanadischer Abstammung ist, sondern auch die Einführung von mehreren Krypto-Indexfonds (ETFs) ist ein Novum im nordamerikanischen Raum, denn der große Nachbar USA hinkt in diesem Punkt noch hinterher.

Die Regierung um Trudeau verhält sich derweil auffallend neutral gegenüber Kryptowährungen, während dessen Halbbruder Kyle Kemper ein großer Fan vom Dogecoin (DOGE) ist, und diesen auch schon auf einer Blockchain-Konferenz euphorisch beworben hat.

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