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Londoner Anwälte starten CFAAR, das erste Netzwerk gegen Kryptobetrug

Londoner Anwaltskanzleien haben sich zu CFAAR zusammengeschlossen, dem ersten Netzwerk, das sich auf die Beilegung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen konzentriert.
Kriminaliät und Zahl der Opfer sind mit zunehmender Nutzung von Kryptowährungen gestiegen.

Londoner Anwaltskanzleien haben ein Netzwerk mit dem Namen „Crypto Fraud and Asset Recovery“ (CFAAR) gegründet. Es soll Streitigkeiten innerhalb der Britischen Kryptobranche lösen, insbesondere angesichts der zunehmenden Betrugsfälle. CFAAR will eine „bekannte Einrichtung und Anlaufstelle“ für die Beratung bei Ermittlungen zu Krypto-Betrug und Vermögensrückgewinnung werden.

Laut der heutigen Bekanntmachung wurde CFAAR entwickelt, um das Vereinigte Königreich zu einem globalen Zentrum für die Beilegung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu machen. Der Grund dafür ist die steigende Anzahl und Komplexität von Krypto-Betrügereien. Diebstahl von digitalen Vermögenswerten, Ransomware-Angriffe und Initial Coin Offerings (ICOs) stehen auf der Liste der Straftaten. In der Folge sind auch die Zahlen der Personen, die Opfer von Betrug geworden sind, gestiegen.

„London ist seit langem eine Finanzdrehscheibe der Welt, aber leider könnte es sich auch zu einem Zentrum der internationalen Finanzkriminalität entwickeln“, sagte der ehemalige Richter des Obersten Gerichtshofs des Vereinigten Königreichs Lawrence Collins. Er erklärte weiter:

„Wo es Innovationen gibt, sind Kriminelle nicht weit. Das jüngste Beispiel ist der Krypto-Betrug.“

Was ist CFAAR

Collins erklärte, dass Strafverfahren keine angemessene Abhilfe für die „Opfer von Betrügern, die unglaubliche Renditen anbieten oder die falsche Krypto-Vermögenswerte und falsche Börsen schaffen und dann die Erlöse aus dem Verbrechen durch komplexe Netze verstecken.“

Die acht Gründungsmitglieder, die Pionierarbeit für das CFAAR-Netzwerk geleistet haben, beabsichtigen, es zu einer industriellen Stimme gegen Krypto-Betrug zu machen. Dazu gehören Grant Thornton, Asset Reality, Essex Court Chambers, Osborne Clarke, Rahman Ravelli, RPC, Stewarts und Twenty Essex. Die erfahrenen Praktiker wollen die zentrale Bühne für Vermögensstreitigkeiten im Kryprobereich für die Britische Jusitz sein.

Die Anwaltskanzleien sind bereits dafür bekannt, dass sie bei der Untersuchung von Krypto-Betrug, bei der Rechtsvertretung und bei der Forensik eine Vorreiterrolle spielen. Sie haben auch einen guten Ruf im Zusammenhang mit der Rückverfolgung und Wiedererlangung von Vermögenswerten. Für die Zukunft planen sie, weitere Fachleute zur Mitarbeit zu finden. Auf diese Weise können sie Ideen, Fähigkeiten und bewährte Praktiken auf globaler Basis austauschen.

Krypto-Kriminalität

Laut Statista waren Hacks und Bedrohungen im Kryptobereich 2019 um 160 Prozent häufiger als 2020. Das deutet darauf hin, dass die Kryptobranche reifer geworden ist und Bedrohungen leichter erkennt. Der Rückgang wurde auch auf das Fehlen des PlusToken-Systems zurückgeführt.

Dennoch war die Bewertung von Betrug und Unterschlagung mit 1,4 Milliarden Dollar fast doppelt so hoch wie 2018 mit 750 Millionen Dollar. Die Erpressungssumme betrug in diesem Jahr bis zum 17. Juli etwa 250.000 Dollar.

Aus Angst vor Geldwäsche und Steuerhinterziehung verschärfen Regierungen auf der ganzen Welt die Vorschriften für den Kryptohandel. Die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) beispielsweise hat schon seit einiger Zeit ein Auge auf die Regulierung von Kryptowährungen geworfen. Der Vorsitzende der Behörde äußerte sogar, er habe vor,  das Krypto-Ökosystem, das er mit dem Wilden Westen verglich, zu zähmen.

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