Kategorien
News

Meta testet einen WhatsApp-gestützten Überweisungsdienst in den USA

Meta – ehemals Facebook – betreibt das Pilotprogramm für seinen neuen Überweisungsdienst in den USA
Aufgrund der Verbindung von Meta und Kryptowährungen ist das Projekt weltweit auf großen Widerstand von politischen Entscheidungsträgern  gestoßen

Metas Novi Wallet ist in seinen Bemühungen, das Ökosystem für digitale Zahlungen zu nutzen, weiter vorangekommen. Wie der neue Chef Stephane Kasriel am 9. Dezember ankündigte, wird das Wallet Überweisungsdienstleistungen über WhatsApp anbieten – eine der erfolgreichsten Social-Media-Plattformen von Meta. Das Angebot wird zunächst einer begrenzten Zahl von Kunden in den USA zugute kommen, da Novi noch in der Testphase ist.
Diese Kunden können Geld einfach, schnell und kostenlos über WhatsApp-Chats mit Novi versenden. Kasriel legt wert auf die Feststellung, dass die Privatsphäre der WhatsApp-Kunden weiterhin durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt bleibt.

Entstehung des neuen Dienstes

Im Oktober startete Meta (früher Facebook) ein erstes Pilotprojekt mit dem Novi-Wallet in den USA und Guatemala. Eine kleine Kundengruppe benutzt es seitdem für Überweisungen zwischen den beiden Ländern. Kasriel zufolge lieferte dieser Testbetrieb die nötigen Erkenntnisse, um Novi zu einem besser nutzbaren Produkt auszubauen, und es zur Integration mit WhatsApp.

„Wir waren darauf gekommen, dass Kunden WhatsApp benutzen, um Überweisungen an Angehörige zu koordinieren, und so war es naheliegend, eine Überweisungsdienstleistung anzubieten, damit die Kunden dies sicher, sofort, ohne Gebühren und aus einer Hand tun können.“

Die neuen Funktionen stärken und validieren das Konzept des Novi-Wallet. Sie geben dem Wallet mehr Überweisungsfunktionalität, was besonders in Entwicklungsländern wichtig ist; und sie ebnen den Weg für eine stärkere künftige Nutzung im eCommerce zum Bezahlen von Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Meta.
Ursprünglich hatte der Krypto-Zahlungsdienst ein Auge auf Indien geworfen, das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt. Dort gibt es  mit 487 Millionen die größte Zahl der Facebook/Meta-Kunden. Die Einrichtung des digitalen Ökosystems von Novi in dem Land hätte die technische Abdeckung von Facebook/Meta verbessert und neue Überweisungsfunktionen durch Novi ermöglicht.
Das Projekt erfuhr jedoch einen Rückschlag nach dem anderen, einschließlich Indiens Widerstand gegen Facebook/Metas Stablecoin Diem (früher Libra). Die indische Regierung ist, wie viele andere Regierungen auch, dagegen, Facebook/Meta noch mehr wirtschaftliche Macht und Einfluss zu geben. Aus diesem Grund hat sich Novi von Meta abgegrenzt und betont seitdem seine Unabhängigkeit, was jedoch vielfach nicht geglaubt wurde, weil es immer noch Interaktionen zwischen beiden Systemen gibt.
So konnte das Pilotprogramm nicht in Indien gestartet werden und es wurde daher in die USA und Guatemala verlagert. Aber immer noch stieß das Projekt auf großen Widerstand, vor allem bei den US-Aufsichtsbehörden. Diese trauen Meta die Fähigkeit zu einem wirksamen Verbraucherschutz nicht zu, dafür müsse das Unternehmen erst noch den Beweis antreten.
Anfang dieses Monats trat David Marcus, der frühere Leiter der digitalen Währungsprojekte bei Facebook/Meta zurück, um sich persönlichen unternehmerischen Zielen zu widmen. Stéphane Kasriel übernahm den Job an seiner Stelle, aber schon damals kamen Befürchtungen auf, das es zu Fehlentwicklungen bei Novi und Diem kommen könnte.

Mehr zum Thema: David Marcus verlässt Facebook – der Anfang vom Ende für Diem?

Der Beitrag Meta testet einen WhatsApp-gestützten Überweisungsdienst in den USA erschien zuerst auf Crypto News Flash.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.